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Der Israelit · 1911-09-28 · Heft 39 (28.9.1911) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
52 (1911)
Issue
Heft 39 (28.9.1911)
Date
1911-09-28
Page
– (sequence 6)
Language
German
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HM r. tzk. >, $r TjTTär v«7>^ ' ^-^rT>* «ckrZME. \- i?,'.•?■'■ ''■ - 'L§72 k nicht gegen Sie direkt richteten —, und mit Ihrer ustimmung erhielt eine Schule, die der Mischen eligton Hohn spricht, eine recht erhebliche Summe aus den Geldern des Nationalfonds zum Bodenerwerb für einen Hausbau. Jedermann weiß, wie Sie sich in der Korrespondenz, die seinerzeit das Misrachibureau in dieser Angelegenheit auf Ihre Veranlasiung mit Ihnen führte und die dann auch veröffentlicht worden ist, gewunden und gedreht haben und wie beinahe seder folgende Ihrer Briefe einen Widerspruch zum vorhergehenden bildete. Jedermann weiß, wie Sie und Ihre Mitverantwortlichen damals einfach die Tatsache des antireligiösen Charakters dieser Anstalt, des Hebr. Gymnasiums in Jaffa, abstritten und als Erfindung und Produkt der- „Kulturfeindschaft" des Misrachi hinzustellen suchten. Sie sind Direktor des Jüd. N. F. und obgleich bereits zwei verantwortliche führende Persönlichkeiten (Herzl I. Kongreß, Marburg VIII. Kongreß) die Versicherung abgaben, daß die zionistische Organisation nichts gegen das jüdische Gesetz unternehmen wird, und obgleich der zweite Kongreß einen solchen Beschluß gefaßt hat (und der X. desgl.) gewähren Sie einer solchen, systematisch in religiös negierendem Geiste wirkenden Schule unentgeltlich Unterkunft in dem (jetzt) dem N. F. gehörigen Schulgebäude. Sie werden heute wohl nicht mehr den Mut haben, den religionsseindlichen Charakter dieser Anstalt zu leugnen, und ich erhebe bei dieser Gelegenheit in aller Form gegen Sie den Borwurf, daß Si< als Direktor des N. F. dauernd Ihre Pflicht in dieser Hinsicht verletzen und dauernd Beschlüsse des Kongresses mit Füßen treten. Daß Sie unter solchen Umständen es noch wagen, mir — wenn auch in anderer Sache — Frivolität und bewußte Entstellung der Wahrheit vorzuwerfen und für sich Vertrauen und Zuverlässigkeit in religiösen Dingen zu reklamieren, ist ein starkes Stück und jedermann weiß, was er davon zu halten hat. Doch nun zur Sache. In Ihrer Erwiderung sagten Sie: „Der Generalredner des Misrachi, Herr Dr. Levy, hat, wie er mir erklärte, auf Grund der Information des Herrn Dr. Feuchtwanger, folgenden Angriff gegen den Nationalfonds gerichtet: re. re." Diese Behauptung ist vollständig unrichtig. Ich habe Herrn Dr. Levy nicht informierter hätte auch meiner Meinung nach bester die Vertretung dieser Angelegenheit vor dem Kongreß denjenigen überlasten, die die Materie bester beherrschten wie er. Damit die Sache ganz klar wird, seien die Vorwürfe, die gen Sie resp. den Nationalfonds zu erheben sind, nochmals scharf präzisiert: 1. Obgleich Sie durch Veröffentlichung eines Briefwechsels mit dem Palästina-Amt in Jaffa (Dr. Thon) darzutun suchen, daß Herr Rabbiner Kuk einen von Ihrer Hand Unterzeichneten Vertrag erhielt, behaupte ich, daß Herr Rabbiner Kuk niemals einen mit Ihrer eigenen Unterschrift versehenen Vertrag erhalten hat. 2. Obgleich das Palästina-Amt in dem von ihm unterschriebenen Vertrag sich namens des Nationalfonds verpflichtet hatte, genau präzisierte Maßnahmen für die landwirtschaftlichen Arbeiten während des Schmittajahres zu beachten, hat sich das Palästina-Amt, d. h. die Vertretung des Nationalfonds in Palästina um diesen Vertrag überhaupt nicht geschert. 3. Obgleich Ihnen diese Dinge durch unsere Beschwerden bekannt sein mußten, haben Sie nicht — wie Sie von der Kongreßtribüne herab und nochmals in Ihrer Erwiderung behaupten — sofort, sondern erst nach mehr oder minder langer Zeit, mindestens aber erst nach 5 Wochen sich Herbetgelaffen, entsprechende Anweisung nach Jaffa ru geben. ° Ad? 1. Am 15. Adar I. 5670 (24. Februar 1910) schrieb auf eine Anstage Herr Rabbiner Kuk einen Brief an das Misrachibureau. Dieser Brief, welcher nicht später als am 25. Mai Ihnen von Herrn Wolffsohn übergeben wurde, enthalt folgende Sätze: „ . . . . Das (die Unterzeichnung der Verträge) ist geschehen auf den Gütern des Barons, durch defien eigenhändige Unterschrift nebst der des Vertreters der Jca in Palästina und der aus den Gütern ansässigen Bauern.... Auf den Gütern der „Chowewe Zion,, war ich genötigt, mich mit der Unterschrift der palästinensischen Vertreter des Komitees zu begnügen und ebenso auf den Besitzungen des Nationalfonds mit der Unterschrift der hier wohnenden Vertreter. In einer so großen Notlage war es richtig, mich damit abzufindenl." Sie haben nun laut dem von Ihnen 5er öffentlichten Brief einen von ihrer Hand unter-- zeickneten Vertrag am 21. Oktober 1909 nach Jaffa an Dr. Thon zur Uebergabe an Rabbiner Kuk gesandt. Wäre der Brief während der Postbeförderung verloren gegangen, so hätte Ihnen doch Dr. Thon davon Mitteilung davon gemacht, resp. er hätte den unterschriebenen Vertrag reklamiert. Herr Dr. Thon, in gleicher Stadt wie Rabbiner Kuk wohnend, hätte doch zweifellos den Vertrag nach Empfang persönlich oder durch einen Boten übergeben, so daß ein Jnverlustgeraten ausgeschloffen ist. Wie also hat Herr Rabbiner Kuk einen von Ihnen am 21. Oktober abgesandten Vertrag am 24. Februar noch nicht in Händen gehabt? (Für einen ev. späteren Termin gelten die Ausführungen unter 1., nicht.) Und während ich die ganze Materie nochmals überprüfe, wundre ich mich auch, daß nicht Sie selbst damals in Ihrem Briefe vom 25. Mai, der in der „Welt" abgedrnckt ist, auf diesen Punkt hittwiesen. Obiger Brief des Rabbiner Kuk, war ja genügend lange Zeit im Original unter Ihren Händen, Sie konnten genau von dessen Inhalt Kenntnis nehmen und Sie fanden gegenüber diesem schreienden Widerspruch keine anderen als die harmlosen nichtssagenden Worte: „ ... Herr Rabbiner Kuk hat sich durch Vermittlung des Palästina-Amtes seinerzeit deswegen mit uns in Verbindung gesetzt, und ich habe seitdem nichts mehr darüber gehört. ... Ich konstatiere daher, daß entgegen Ihrer Behauptung Herr Rabbiner Kuk niemals in den Besitz eines von Ihnen unterschriebenen Vertrages kam und halte daran fest, solange Sie nicht eine anderslautende Bestätigung des Herrn Rabbiner Kuk beibringen, was ja innerhalb vier Wochen möglich wäre. Für die Sache selbst, aus die es uns ankam und die unter 2 behandelt ist, war aber die eigenhändige Unterschrift von geringerer Wichtigkeit, nachdem Herr Rabbiner Kuk ausdrücklich erklärt hat, daß er sich im N o t f a Ü e mit der Unterschrift des Palästina-Amtes begnügt hat. ad. 2. Hiefür ist der Beweis leicht zu erbringen. Der Nationalfond selbst veröffentlicht ja, daß er neue Pflanzungen im Schmtttahjahr angelegt hat (Bericht des A. C. an den X. Congreß, S. 44.) und die folgende Stelle des bereits genannten Briefes von Rabbiner Kuk vom 24. Februar 1910 sagt dies zur Genüge: „.Aus alledem werden Sie ersehen, daß es sich wahrlich gebührt, daß wir gegen die Verwalter der Besitzungen der Gesamtheit (d. h. Nationalfonds) protestieren, denn sie kommen iiberhaupt nicht, midj wegen der Einzelheiten der Arbeiten zu befragen, wie dies die frommen Bauern privat tun: gewiß ist es unsere Pflicht, uns dagegen zu verwahren, daß sie die Schranken durchbrechen und von sich aus Pflanzungen anlegen ohne eine autoritative Person zu fragen, was doch das Gegenteil ist von dem, was ich zur Bedingung stellte. .Wenn sie die Frage an mich gerichtet hätten, so würde ich vielleicht einen Ausweg gefunden haben wegen der Interessen der Gesamtheit und der damit zusammenhängenden Arbeiterfrage. Aber daß Unglück ist, daß sie diese Angelegenheit als „Hefker" betrachten. Das erschwert dann die Möglichkeit, religionsgesetzliche Erleichterungen schaffen, da sie, deren Wille keine Grenzen kennt und die dem Lichte der Thora und jedem Glauben fernstehen, sich dann auf diese Erleichterungen stützen und nach Gutdünken handeln.M Ad 3. Folgenden mir nur noch im Äottcejpt ohne Datum vorligenden Brief habe ich Anfang März 1910 an Herrn Wolffsohn gleichzeitig mit dem wiederholt zitierten Brief von Kuk vom 24. Februar 1910 gesandt: Sehr geehrter Herr Präsident! Ich erlaube mir, Ihnen beiliegend einen Brief des Herrn Rabbiner Kuk zu übersenden, den wir als Antwort auf eine diesbezügliche An stage erhalten. Unter Hinweis auf den Bericht des Palästinaamtes, daß in diesem Frühjahr neue Pflanzungen angelegt werden sollen, wurde das Misrachibureau angefragt, wie es der N. F. mit nv'QV halte. Die Mitteilung des Palästinaamtes selbst so wie diese Anfragen veranlaßte uns, uns an Kuk zu wenden. Wie Sie nun aus seinem Briefe ersehen, hat er den lebhaftesten Wunsch und das heiße Be streben, die Kolonisation nicht zu hemmen, sondern zu fördern 'uti& er wird jede irgend mögliche Erleichterung schaffen, wenn man sich an ihn wendet. Ich bitte Sie daher freundlich, das Palästinaamt anzuweisen, sich mit Kuk in Verbindung zu setzen. * Auf diese einfache Weise wird dann jeder berechtigten Klage der Gesinnungsgenossen und der im anderen Falle gewiß nicht ausbleibmden Anklage unserer orthodoxen Gegner vorgebeugt, und was der Jca und Baron v. Rothschild recht ist, kann auch uns billig sein. Ich habe mich unter Umgehung des Zentralbureaus direkt an Sie gewandt, weil ich glaube, auf inoffizielle und möglichst geräuschlose Weist die Angelegenheit am raschesten und sichersten zu einem allseits befriedigenden Resultat zu bringen. Dr. Feuchtwanger. Beide Briefe, der Brief von Kuk und mein Brief, wurden Ihnen — ich kann es nicht prüfen — spätestens am 25.Mai, «achrmgefLhr 27a Monaten übergeben — ich glaube kaum, daß der — auf Reisen befindliche — Herr Wolfs sohn auch seinen sonstigen Korrespondenzen so wenig Beachtung schenkt! Der Kuk'sche Brie enthält alle Reklamationen gegen den Nationalfonds in genau präzisierter Form, wie aui obigem Zitat unter 2 hervorgeht. Wie Sie bei einer solch klaren eindeutigen Sachlage zu der Behauptung auf dem Kongreß, an der Sie noch in Ihrer „Erwiderung" sesthalten, gekommen sind, Ihr Telegramm vom 2 7. Inn sei sofort abgeg angen, alsdieRe klamation der Misrachifoed eration erfolgte, kann ich wirklich nicht verstehen. Tatsächlich ergibt sich ja, daß Ihr „sofort" einen Zeitraum von mindestens 5 Wochen um spannt. Und weil ich andere Vorstellungen von der Zeit habe, werfen Sie mir Frivolität und bewußte Entstellung der Wahrheit vor. Wohl schreiben Sie in Ihrer Erwiderung jn der „Welt", daß Sie erst durch einen am 20."Juni erhaltenen Brief von Kuk, der die Beschwerden gegen den NF. präzisierte, erfuhren, um welche Beschwerden es sich handelte. Sie verschwel gen dabei aber wohlweislich, daß dies ein zweiter Brief war und daß der erste Brief von Kuk, der genau über die Beschwerden Aus kunft gab, bereits seit Anfang März Herrn Wolffsohn und spätestens am 25. Ma Ihnen vorlag!! Alle Zitate aus Kuk's Brief, die hier abgedruckt sind, sind diesem ersten Brief entnommen. Mit solch nachträglichen Verschlei erringen werden Sie sich nicht weiß waschen können! Bedurften Sie überhaupt der genauen Kenntnis der präzisierten Beschwerden, um eine so allgemeine Anweisung wie „Beachtet Kuk's Ratschläge bezüglich Schmittah" telegraphisch oder brieflich zu geben? Wie schwer es Ihnen übri gens mit dieser telegraphischen Anweisung geworden ist und wie Sie sich um den Wortlaut (man beachte diesen!) herumgedrückt haben, be weist ein zwettes Telegramm, das ich gleichzeitig mit Ihrer Kenntnis an Kuk richten mußten „Bodenheimer telegrafierte Palästina-Amt Ratschläge beachten. Ergreifet Initiative." Es ist wohl nicht nötig, daß ich selbst das Facit aus diesen Ausführungen ziehe. Ich über lasse es Ihnen und allen denen, die diesen offener! Brief lesen nnd zu lesen verstehen. Die Schlußbemerkungen Ihrer Erwiderung, sich in keinen' Falle mehr mit mir über diese Angelegenheit ausetnanderzusetzen, war jedenfalls sehr vorsichtig von? Grünt Nr Die 1 jinein eines mit l geht - jätte Brief Dier und h nach i Nei! el b gege weis zeug M i s der; //I derun gesetzt! Jugei Treue die 2 gesinn D ersehe Arbeii Stesi auf r> Forde durch Förde allen kann. 2. Versa wohin ist nil jetzige 3. dem! genract jprechi Unrfrc rufen l 4. 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