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Der Israelit · 1911-08-24 · Heft 34 (24.8.1911) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
52 (1911)
Issue
Heft 34 (24.8.1911)
Date
1911-08-24
Page
– (sequence 9)
Language
German
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mW Is n, le;ir- >ie nat u rl'= 's en m es tb m in in ch in lS eie )t 24 August 1R1. h' ' fr-. 1 * 9« Mraütt. No. 34. Bette 9 ZorteS. Eine einfache, bescheidene, ehrenhafte, streng religiöse Frau, bte nur für ihre Familie wirkte und fich besonders der Armen und Bedrängten warm annahm. Herr Distriktsrabbiner Dr. E. Goitein schilderte an deren Bahre den schweren Verlust, den mit ihrem ^vde ihre Familie und die Armen erlitten haben. Die Igroße Beteiligung an der Beerdigung gab Zeugnis von lchrer Beliebtheit.^ Sprecbsaal Ans dem badischen Oberland. Mit Interesse wurde in Nr. 32 Ihres Blattes |lu’C Leitaufsatz: „Tie Sprache der Zahlen gelesen." Äie schon oft in der Geschichte des jüdischen Volkes, müssen auch wieder hier Fernstehende auf die Gefahren, welche uns bevorstehen, aufmerksam machen. Mit Recht ist die Schlußfolgerung angebracht, daß ine völlige Rückkehr zur heiligen Thora der drohenden >Verminderung bezw. Abnehmen der jüdischen Bevölkerung entgegenlvirken kann. Es ist höchst wichtig, [ Die Gründe für die Abnahme unserer Seelenzahl aufpldecken. Hier komme» auch in Betracht die finanziellen Ansprüche, welche bei Schließung einer Ehe gestellt «werden; hier haben wir eine der größten Gefahren, |iui'Id>e der Gesamtheit des Judentums droht; denn 'wer heutzutage zwei Töchter zu versorgen hat, weiß [iuof;I, welche Mittel erforderlich sind, um sie nur einigermaßen standesgemäß verheiraten zu können. Mit der steigenden Aussteuer steigen natürlich auch die I Ansprüche, und man will sich dabei nicht einschränken und so werden die kinderreichen Ehen immer s seltener; es ist ja nachgewiescn, daß nur zu einer kleinen Vermehrung der Bevölkerung, eine Familie s wenigstens vier Kinder haben sollte. Tiefe ungesunden und geradezu für das jüdische Volk vernichtenden Zustände rühren in erster Linie von der Landflucht lier. Hierin wurde-bei Beginn dieser Bewegung viel Zn wenig getan und heute wird es wohl für immer ,;u spät sein. Man wußte, ehemals in diesen Landgemeinden weder von den.Vergnügungen des Lebens, noch hatte man das Bedürfnis hierfür. Man freute sich an der Erziehung seiner Kinder, je mehr Kinder desto größer die Freude. Heute entvölkern sich diese Landgemeinden, welche noch wirklich eine Stätte der wahren Religiösität waren. Hier wäre noch ein Feld, sär welches wohl die besten - Mäste sich einsetzcn dürften. Tie von der „Freien Vereinigung" eingesetzte! Kommission zur ländlichen Wohlfahrtspflege gibt sich alle erdenkliche Mühe, bis heute nach dieser Richlnng ohne großen Erfolg. Ist überhaupt Aussicht vorhanden etwas zu erreichen, so kann dies nur durch bedeutende Geldmittel geschehen. Ausländer sind! zur Ansiedelung sär diese Landorte durchaus nicht geeignet; junge Leute müssen durch Beihilfe zu einer Existenz hcrangezogen werden. Für Landwirtschaft selbst bieten sich nur wenig günstige Aussichten, man ist doch mehr oder weniger ans Arbeiterbangewiesen, welche^ zu teuer sind. Bei den teueren Bodenpreisen läßt sich nur bei eigner Arbeit ein Fortkommen er- > warten. Es würde hier zu weit führen, auseinanderzusetzen, in welcher Weise wohl ein Erfolg zu erzielen wäre. Sicher ist, daß in Deutschland selbst ein guter Teil des Geldes, welches für Palästina ausgegeben wird, zur Erhaltung des wahren Judentums in Deutschland besser angelegt wäre. Es werden in Palästina noch fromme Israeliten wohnen, selbst wenn in Deutschland die Anzahl zur Bedeutungslosigkeit herabgesunken sein wird, und daher wäre die Aufwendung eines Teiles dieser Geldmittel entschieden vorteilhafter für Teutschland angebracht. Ter Großh. Oberrat der Israeliten in Karlsruhe wäre gerne bereit, wenn in einer Weise möglich, die Abnahme der Landgemeinden zu verhindern. Die Synode hat in guter Absicht für Aufbesserung der Lehrer aus den Landorten 12.000 Mark bewilligt, Irgend welche praktische Erfolge lassen sich aber hiermit nicht erzielen. Würde diese Summe zur Subvention für junge Leute, welche sich aus den Landorten eine Existenz gründen wollen, verwandt, kvärc das Geld viel besser angebracht. Dabei würde eine ungesunde Konkurrenz durchaus nicht entstehen. Tiefe Geschäfte würden den Platzverkauf und den der nächsten Umgebung sorzieren, natürlich könnten nur Gemeinden in Betracht komknen, welche durch diese Niederlassung auch sicher erhalten werden. Sicher ist, das; es heute für das gesamte Judentum keine Frage von solch eminenter Bedeutung gibt, wie die Erhaltung der Landgemeinden. vrlelirarte«. E. A. itt W. An fich ist dagegen nichts einzuwenden, das geht sowohl aus der von Ihnen angeführten wie auch aus anderen,Stellen des hervor. Rabbiner I. B., Dr. M-, M. L., I. F., D. R. «nb viele andere. Wir haben Ihre Bemerkungen dem Autor der vetr. Notiz zur Etnfichtnabme und wetteren Aeußerung zugestellt und müssen daher mit der Veröffentlichung noch warten. I. R. Bukarest. Ist uns bereits von anderer Sette Bericht zugegangen. Besten Dank. Dr. W i« M. Kann, wenn für unS geeignet, Aufnahme finden. A. in M. 1. Darf weder am Sabbat noch an Wochentagen geschehen. 2. Es ist nicht statthaft, am pffi Konzerte zu besuchen. M. in W. Uns tst die Zusammensetzung des Präparates nicht bekannt. In all diesen Dingen ist äußerste Vorficht geboten. Rabbiner 2M. F. in B. Es geht doch nicht an/ eine Notiz, die Anfang 1910 erschienen tst, jetzt noch, zumal in dieser Weise, zu berichtigen. Wem sollte die Ausgrabung der längst oergesienen Angelegenheit dienen? I. L. in D. Die Skizze mußte wegen Raummangels zurückgestellt werden und erscheint tn einer der nächsten Nummern. I. Bin D. und viele andere. Mußte leider wegen Raummangels noch zurückgestellt werden. L. M. Wenden Sie fich an Herrn Rabbiner Dr. Ntemerower in Jaffh. T. in M. Neue Bücher, von denen uns RezenfionSexemplare zugehen, werden in der Regel bei uns besprochen. Lehrer I. N. in H Ihre Mitteilung tst gewiß sehr bezeichnend, doch wissen wir nicht, ob dem Armen, deffen Interesse Sie wahrnehmen, durch diese Veröffentlichung gedient ist. verewr»sle«ark. Verein Mekor Chajim. (BereinSlokal Langestraße 18.) Samstag, 24. Juni, nachmittags 4 Uhr im Hörsaale der Synagoge Friedberger Anlage: Mikro- Bor t r a g des Herrn A. M. Schwarzschild. Mittags 12 Uhr ebendaselbst: Vorlesung des Herrn Prof. A. Wehl aus Sefer Schmuel. Ia«ilie»«acdttcbie». Einen Sohn: Salo Fulder (Meyer) Gini Erlanger» Heinrich Fveyhan, Geburten: Würzburg. Verlobte: Luzern-BreLlau. Barmlswohfeier: Josef, Sohn von LouisS trauß, Ostendstr. 15. — Carl, Sohn von Frau Jacob Jeidel, Obermain Anlage 22. — Martin» Sohn von Herrn Siegfried Sal omon» Große Eschenheimerstr. 19. Synagoge Friedberger Anlage. Labbat - Anfang u. Ausgang #11: Anfang Datum AuSgang Uhr ISRitu 19111 5671 UhrlMtn. 26. 8. Srmtrvoet A. M. 6 45 August Elul 8 10 tterlte .... — — 7 55 Mü»che» . . . — — 7 50 CttftftfcttK* . 6 30 8 05 Stuttgart. . . - 7 — 8 — Boie« .... — — 7 42 Rüntberg . . 7 — 7 53 Ha«b«ra. . . — 8 15 bleibt ein Gesicht mtt weißem» rosigem Teint, zarter» sammetweicher Haut» sowie ohne Sommersprossen und Hautunreinigketten, daher gebrauche man die echte Steckenpferd Ciliewnilcb Seife v.ntkMU»,«L»^n»a««III.LSt.50Pf.Ürer.z.h°b. Nr du Inseratenteil ist die Redaktion nicht verantwortlich;insDesonaere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die ln Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben rellglomsgesetzllchen Charakters anf Ihre Zuverlässigkeit zn prüfen. Ueppiges jlaar Ist das erste Erfordernis weiblicher Schönheit. In der Hebung der na ü 1 l7uuk innen des Haares dnr.h regelmässige Waschen >. mials „Shampoon mit dem schwarzen Kopf“ besitzen wir d s r.iikmelle Mittel, die Zers 'zurusprodukfe der Kop haut, den Staun und die cv. 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