Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 52 (1911)
- Issue
- Heft 34 (24.8.1911)
- Date
- 1911-08-24
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Wette 8 Ko. 34 A & i\ Ä> , $■ t: V»\ »./ .. |; s:V; I' ■ tannien" der Sekretär S. I. H c l l m a n n, Glasgow." Das Protestschreiben ist das Resultat einer letzten Freitag in Leeds stattgefundenen Sitzung des von der Rabbinervereinigung seinerzeit eingesetzten Komitees. Man darf auf die Antwort des .Board of Deputies gespannt sein. London, 20. Aug. Der Nachlaß des jüngst verstorbenen Chief-Rabbi Dr. Adler wurde, mit 13520 Pfund Sterling festgestellt. Im Sinne des Testaments erhalten mehrere Talmud-Thoraschulen, darunter auch die Jeschibah-Ez- Chajim in Jerusalem, sowie auch das jüdis che Krankenhaus Schaarei-Zedekje2O Pfd. Sterling. Laut letztwilliger Verfügung wird der handschriftliche Nachlaß, soweit er nicht durch den Verstorbenen selbst für den Druck vorberektet wurde, nicht in Druck gelegt werden. Seine berühmte reichhaltige Büchersammlung vermachte er der Londoner Moccata-Bibliothek. Zur Universalerbin wurde seine einzige Tochter, die bekanntlich auch Mitglied des Londoner GrafschastSrates ist, eingesetzt. Valitsttira. Der Kolal 9er Kolalim. gexnfatem, 18. Aug. Interessante und vielsagende Zahlen enthält der soeben im Druck erschienene Rechenschaftsbericht des nyi (Kolal Hakolalim) für das Jahr 5669 und 5670. Die Einnahmen durch Spenden und der Nutzen aus den Häusern des Kolal ergaben nach Abrechnung der Reisekosten und Spesen der Sendboten den Reinbetrag von etwa Mk. 330,000 in zwei Jahren. Davon wurde für jährliche und einmalige Unterstützungen an Thoragelehrte, arme Greise, Witwen und Waisen, wie überhaupt an Bedürftige aus.Ländern, die einen eigenen Kolal nicht besitzen, insgesamt etwa Mk. 80,000 verausgabt. Subventionen an verschiedene Kolalim in Jerusalem, Hebron, Saffed, Liberias aus dringenden Anlässen wurden insgesamt im Betrage von ca. Mk. 87 550 erteilt, außerdem wurden Mk. 66,530 an den amerikanischen Kolal laut Vereinbarung mit dem letzteren ausgezahlt. Etwa Mk. 380O0 wurden für Unterstützung jüdischer Soldaten und deren Familien verwendet, ebensoviel für Beiträge an verschiedene Krankenhäuser, Schulen, Asyle usw. Im Kampfe gegen die Verteuerung der Lebensmittel gab der Zentralkolal Mk. 1100 aus. Die Gehälter für Rabbiner und Mitglieder des X"“Q beliefen sich im ganzen aus etwa Mk. 15200. Größere Summen erforderte die Instandhaltung von Synagogen und heiligen Stätten, die ni-»V2-Aufsicht, Empfänge, Geschenke und patriotische Veranstaltungen, Unterstützung vieler philantropischer Institutionen und der Verwaltungsapparat. Der Bericht weist für zwei Jahre im ganzen Mk. 357 403 an Einnahmen auf, denen Mk. 406117 Ausgaben gegenüberstehen, so daß sich ein Fehlbetrag von Mk. 48714 ergibt. kin Chadiam-Bafchi in Jaffa. Jaffa, 16. Aug. Seit langem ist es der dringende Wunsch der J hier ansässigen ottmanischen Juden — sowohl der i Sephardim als der Aschkenasim —, einen Chacham-Baschi zu wählen, der einerseits als religiöses Oberhaupt der hiesigen sephardischen JudenHeit' fungieren, andrerseits von den Behörden als Vertreter sämtlicher ottomanischer Juden unserer Stadt anerkannt werden soll. Am 6. d. M. fand nun eine von dem temporaren Komitee der ottomanischen Juden einberu- L fene Versammlung statt, in der Rabbi Jakob W Meir aus Saloniki, der gerade hier weilte, I . zum Vorsitzenden gewählt wurde. Rabbi Jakob L Meir teilte mit, daß er eine briefliche Aufforde- | rung vom Großrabbinat in Konstantinopel erhalp ten habe, der Jaffaer ottomanischen Gemeinde in dieser Angelegenheit zur Seite zu stehen und ihr geeignete Kandidaten vorzuschlagep. Ferner berichtete der Salonikter Rabbiner, daß er die Zustimmung und Mithilfe des hiesigen Oberrabdiners A. I. Kuk zur Durchführung dieser Angelegenheit erlangt habe. Als Kandidaten für den Chachambaschiposten brachte R. Jakob Meir einige Chachamim' aus Konstantinopel und Palästina in Vorschlag. Schließlich wurde ein Aktionskomitee, bestehend aus den Herren L. Dänin, Dr. Chissin, Markus Kohan, Samuel Lager, I. E. Schalusch und M. Matalon eingesetzt. Tags darauf fand im Beisein des Oberrabbiners Kuk und Rabbi Jakob Meir eine gemeinsame Sitzung des genannten Aktionskomitees und des Jaffaer Wa ad-Hair statt. Es wurde beschlossen, den Betrag von 6000 Fr. als Jahresgkhalt des neu zu wählenden Chachambaschi auszuwerfen. Das Gehalt soll aus Beiträgen der Jaffaer Gemeinde und der benachbarten jüdischen Kolonien aufgebracht werden. Auf Grund dieser Vorarbeiten wurde nun am 11. ds. in einer Versammlung der Vertreter des Waad-Hair, der jüdischen Kolonien und des Komitees der ottomanischen Juden der Chacham Benzion Usiel aus Jerusalem zum Chachambaschi von Jaffa, und zwar vorläufig für ein Jahr gewählt. Chacham Usiel ist in Jerusalem geboren und genießt, wie es heißt, bei der sephardischen Bevölkerung wie bei den Behörden großes Ansehen. * * sk Aus Petach-Tikwah wird ferner unter dem 10. August mttgeteilt: Ein seltenes Fest beging heute die Kolonie: Galt es doch, dem neuen Chachambaschi, der uns seinen Antrittsbesuch machte, einen ehrenvollen Empfang zu bereiten. — Wahre Feststtmmunq herrschte im Dorfe und alles war auf den Beinen, um den neuen Führer zu begrüßen. Vor der am Dorfeingange aufgerichteten blumenprangenden Ehrenpforte postierte sich eine aus jungen Kolonisten gebildete berittene Ehrenwache. Als ein Herold die Ankunft des Chacham in Begleitung des Rabbi Jakob Meir und der Empfangsdeputation ankündigte, intonierte die Koloniekapelle einen Begrüßungsmarsch, in den ein hundertstimmiges Bl'?!? einfiel. Der Vorsteher des “ijn, Herr Kahn, begrüßte den Chacham in herzlichen Worten, die von demselben ebenso warm und herzlich erwidert wurden. Nach einer Rede des Rabbi Jakob Meir begab man stch unter den Klängen der Kapelle nach der Talmudthoraschule, wo der Chacham mit einer warmen Ansprache des Direktors und schönen Kinderchören empfangen wurde. Nach dem 2^12-Gebete in der festlich geschmückten Synagoge wurde in der Kanzlei des *iyi unter Anwesenheit aller Kolonisten eine gemütliche Zusammenkunft veranstaltet, bei der viele Reden gehalten wurden. Der Chacham hob in seiner Ansprache den echtjüdlschen Geist, der in der Kolonie herrscht, rühmend hervor und sprach besonders seine Freude über die segensvolle Wirksamkeit der *TiD7n niin-Schule aus, die wegen ihrer vorzüglichen Leitung und Leistungen einen mächtigen Eindruck auf ihn gemacht hab^. vermischtes. Konstanz. L0. Aug. Grvßherzvgtn Luise empfing am 16. d. Mts. Frau Dr. Bodenheimer (Köln), Frau Simon-Friedberg (Mannheim) und Frau Dr. I. T h on (Jaffa) als Deputation des „B e rbandeS jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina" in Audienz auf der Mainau. Gemen (Westfalen), 22. Ang. Durch ein halbes Jahrhundert hindurch war es das stille Schn.'n unserer Gemeinde, den unzulänglichen Berhältnissen in der Synagoge ein Ende zu machen. Immer^ mehr und mehr brach sich die Erkenntnis Bahn, das; die kle-ne Synagoge durch ein größeres Gotteshaus erseht werden mrrß. Tie Glaubensgenossen dreier Nachbarorte gehöre,, nämlich zur l^meinde Gemen, und ihr re- , 24. gfofluft mi Ugiöses Leben müßte notleiden, würde ihnen nicht das letzte Band der Zusammengehörigkeit erhalten bleiben, — die Synagoge, *b'ct gemeinsame Gottesdienst. Alle Wünsche, hier Wandel zu schaffen, mußten zum Schweigen gebrächt werden, da die zu einem Neubau erforderlichen Mittel fehlt'«. Nun aber ist plötzlich eine glückliche Wendung eingetreten. Ter Königliche Standesherr von Genien, Gral von Landsberg Hai nun in hochherziger Weise der Gemeinde für einen minimalen Betrag, — auf den er auch noch verzichtet hätte, wenn es das Hausgesetz zuließe — einen Bauplatz für eine Synagoge zur Verfügung gestellt. Hoffentlich wird die Ausführung des Bau.'s bald gelingen. Emde«, 14. Aug. Bon den zuständigen Behörden ist Herr Landrabbiner Dr. Lewinsky in Hildesheim dte intermintstische Wahrnehmung der Geschäfte des Lanbrabvinats für dte Regierungsbezirke Aurich und Osnabrück übertragen worden. Pretzbrrrg, 15. Aug. Auf Anregung des Herrn Simon Weiß, des allgeachteten Oberrabbtners in Nagh-Stmvnyt, läßt Herr Jakob Ungar in Nagh-Simonhi auf eigene Kosten ein Beth-Hamibrasch bauen, wo täglich von '^22 Thora gelernt werden soll. Zugleich läßt auch Herr Ungar ein Mazothbackhaus nach Vorschrift des in^lttf einrichten. Radom (Rußland), 18. Aug. Während eines Gewitters schlug der Blitz im Städtchen Z a w i ch o st in die überfüllte Synagoge ein, tötete zwei und betäubte acht der Betenden. Personalien. 24 A Wortes religiös, befände He an der Lode t( große 3 ihrer T M lU'£ L vl'Jic sc müssen fahren Mit >: . iuc vi Bcrmi rang aie Gl ’itbi'ift’ Anspli werde! unicfye 'wer h wohl, einige! der st Ans Pr i schrän! seltene kleiner Frankfurt a. M., 20. Aug. Herr Oberlehrer Dr. Jonas Bondi ist zum Professor ernannt worden. Butzdach, 20. August. Wie bereits berichtet konnte Herr Spiro, Lehrer und Borbeter der hiefigen Gemeinde, im Anfang d. Mts. aus seine 25jährtge Tätigkeit zurückblicken. Obwohl der Jubilar in seiner Bescheidenheit stch jede Feterltchkett verbeten hatte, ließ es stch die Gemeinde trotzdem nicht nehmen, einen Festgottesdienst zu veranstalten. Nachdem stch die ganze Gemeinde in der reich geschmückten Synagoge versammelt hatte, überreichte Herr L. Metzger nach vorausgegangenem Gottesdienst Herrn Spiro mit einer herzlichen Ansprache einen Pokal als Ausdruck des Dankes der Gemeinde für die ihr geleisteten treuen Dienste, wofür Herr Spiro in bewegten Worten dankte. Auch die nichtjüdischen Mitbürger üverbrachten dem Jubilar ihre Glückwünsche, sowohl die Geistlichkeit als auch dte Kollegen. Dte aus nah und fern in großer Anzahl etngelaufenen Glückwunschtelegramme re. beweisen, welch großen Ansehens sich Herr Spiro in wetten Kreisen erstem. Wiesbaden, 22. Aug. Am 25. August d. Js. feiert Herr Josef Stern hier seinen 70. Geburtstag in voller Körper- und Getstesstifche. Mögen dem Jubilar noch viele Jahre beschieden sein. Aschdach in Bayern, 16. August. Herr Salamon F l e i s ch m a n n Von hier ist im Alter von 70 Jahrm zu Grabe getragen worden. Die überaus große allseitige Beteiligung legte beredtes Zeugnis ab von der Verehrung, deren sich der Verklärte wegevUeimr Biederkeit und Ehriichkeit in Handel und Wandel erfreute. Herr Lehrer Wechsler in Aschbach würdigte in einem eingehenden Hespeö die Verdienste des Dahtngeschtedenen in gebührender Weise. Die Gemeinde Aschbäch verliert in ihm einen stammen Glaubensgenoffen, der an allen Gemetndeangelegenhetten stets tetlnahm und für den Frieden in der Gemeinde strebte. Nicht unerwähnt darf es bleiben, daß der Verblichene Jahre lang das Amt des Synagogenvorstands und Rechners daselbst bekleidete, daß in seiner Amtspertode dte Entstehung der dortigen Elementarschule ermöglicht wurde und daß er bis zu seinem Htnschetden tätiges Mitglied des von Herrn Lehrer Wechsler z. Zt. ins Leben gerufenen Vereines min rOHN war. Möge der Allmächttge den trauernden Hinterbliebenen Trost und Linderung zuteil werden lassen in ihrem herben Schmerz. n"22ttFl Barpal otu, 15. Aug. Am 25. Thamus verschied im Alter von 94. Jahrm Frau Julie Jentl Singer. Die hochherzige' Frau erstellte sich seltener Geistes- und HerzenSgaben. Sie stammte aus einer hochachtbaren stammen Familie in Ung.-Brod, wo ste an der Seiko ihres Mannes Joachim Singer V'SCT, der als eines der hervorragendsten Mitglieder der atten Ung.-Broder rr^np hohe Achtung genoß, bis zum Tode des letzterm lebte. Sie überfiebelte dann zu ihrer Tochter, der Frau Rabbiner A. Singer nach Barpalota, wo ste 20 Jahre hindurch sttll und glücklich lebte. Dir '^n fand unter großer Beteiligung am mtp 2*12 nachmittag statt. Am Grabe rief der Schwiegersohn der Verstorbenen, Bezirksrabbiner Singer — mit Rücksicht auf den herannahenden Sabbat — nur kurze, aber vom Herzen. kommende Abschiedsworte der Verewigten nach,^ die nunmehr eingegangen ist nNlDl D2127 l^lDtT ürb aSipn- * Burgkuudstadt, 17. Aug. Nach vieljährtgm mit größter Geduld ertragenen Leiden verschied heute im Alter von 71 Jahren Frau Frtedertka Löben st er n. Die Verstorbene war eine ntPK im wahrsten Sinne des ivenrgs und gl stände her. $ zu tve <»«■ spi gerneir noch h sich ai desto i Landgi wahre! für N dürste! Komm alle e lnng vorhan dedeutl zur A geeigm 'Lxisten bieten doch welche läßt si warten Für i entb II Ist ds bung des tnäs; St sc besii Mit!« Siau heili bese Sei Ich ' Zeit M -IBO « beginn Abneh Ho Unter den de! Wolf, i&S.