Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1911-04-27 · Heft 17 (27.4.1911) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
52 (1911)
Issue
Heft 17 (27.4.1911)
Date
1911-04-27
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2446951-2448803-2448821--66510-2494675
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

! r I f: l ■<r: ‘j l i x i i r k f r;;;., t-t; Pmoitalie«. Wützhntg, 25. April. Am 22. April verschied nach längerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im 42. Lever sjahre Fra» Kvroline S t e r n, die es verdient, in Ihrem geschätzten Blatte erwähnt zu werden. Rach dem Tode ihres vor 7 Jahren Heimgegangenen Mannes, Herrn Josef Stern y'XT/ war sie Vestrebt, in seinem Sinne in echt altjüvifcher Weise ihre Pflicht n zu erfüllen. Sie zeichnete sich durch großes Gottvertrauen aus und übte GemiluS Chefed in reichstem Mafe. Gar mancher Thorabefltfsener verdankte ihr Förderung seine Bestrebungen, und wo eS galt, Not und-Elend zu lindern, war fie zur Stelle. Möge der schmerzliche Verlust, den unsere Gemeinde durch ihr Hinschetden erleidet, durch das Wirken ihrer Kinder in ihrem Sinne einigermaßen gemildert werden. n'aSWfl Uffenheim, 25. April. Am nDB bv> n"rr schied im 56. Lebensjahre eine Frau aus unserer Mitte, die es verdient, da man ihr auch in diesen Blättern ein Denkmal setzt: Frau Minna Flamm, Gattin -es Kaufmanns Josua Flamm, dahier, Auscerüstet mit trefflichen Herzens- und GeisteSgaben und beseelt von tiefer Reltgiöfilät, hat sie es in 34jähriger mustergilttger Ehe verstanden, dem Gatten daS HauS zu einem 3j?r’’ Sltt zu gestalten und ihre Sinder in echtjüdischem Sinne zu erziehen. Stets hilfsbereit, wo eS galt, etwas GuteS zu tun, trat fie mit ihrem anspruchslosen, bescheidenen Wesen doch nie in den Vordergrund. DaS imposante Leichenbegängnis legte Zeugnis ab von der Beliebtheit, die fich die Verklärte in allen Bevölkerungsschichten, ohne Unterschied der Konfesston, erfreute. Ein Freund des Hauses, gab Herr DtstrtktSrabbMer Dr. Kohn aus AuSbach in beredten Worten dem allgemeinen Gefühle des Schmerzes ergreifenden Ausdruck und tröstete den tiefgebeugten Gatten mit seinen Kindern. Auf dem n"PD in Ermetzhofen rief ihr Herr Lehrer Strauß namens des Jsrcultt. Frauenveretns, dessen langjähr'ge 2. Vorsteherin fie gewesen, Dankes- und Abschiedsgrüße nach. Das Andenken an Frau Mina Flamm wird in unserer Gemeinde stets ein gesegnetes fein. Fleht« gen (Baben), 17. April. In voller körperlicher Rüstigkeit beging hier am 2. d. MtS. Herr Lehrer Schweizer sein 5vjähriges Dtenstjubiläum. Die jüdische Religionsgemeinde ließ eS sich nicht nehmen, diesen Tag zu einem allgemeinen Festtag zu gestalten. Nachmittags 3 Uhr fand ein feierlicher Gottesdienst statt, wobei Herr BezirkSravbtner Schlesinger -Brette« die Festpredtgt hielt. Nach Beendigung desselben zogen alle Teilnehmer — die vollzählige israelitische Gemetnhe, der Gemetnderat mit dem Bürgermeister an der Spitze und die sonstigen offtztellkn Persönlichkeiten deS OrtS — in feierlichem Zuge zum Gasthaus zum »Adler". In einer Reihe von Ansprachen wurde hier der Jubilar unter gle'chzeitiger Ueberretchung paffender Ehrengeschenke gefeiert. Herr Shnagogenvorfleher Schlesinger sprach für die Gemeinde, Herr Lehrer L e v y - Berwangen im Namen der Kollegen des Bezirks und Herr Hauptlehrer Stahl- Mannheim für dte ehemaligen Schüler. In bewegten Worten dankte der Gefeierte für dte ihm erwiesene Ehrung. Der Abend vereinigte nochmals Jung und Alt im »Adlersaal". ES galt, fich an den wohl- S' ngenen Theateraufführungen der »einheimischen stier" zu erfreuen. Uuteralterttzeim, 22. April. Am 22. Nissan wurde der langjährige Chasan der jüdischen Gemeinde Neubrunn, Joses Sämann, im Alter von 41jährigen zu Grabe getragen. Sein Heimgang bedeutet einen schweren Schtckfalsschlag für feine betagten Eltern, die in ihrem einzigen Sohne die Stütze ihres AlterS verloren haben. Sein ganzes Leben war der treuen Erfüllung seiner Pflichten gegen Gott und seinen Nebenmenschen gewidmet. Jch enhausen, 23. April. In ihrem 92. Lebensjahre verschied am 2. Tage Peffach Frau Mina Friedb e r g e r, dte älteste Einwohnerin des hiesigen Ortes. Mit ihr verliert dte hiesige israelitische Kuitusgemeinde eine durch Herzensgüte wie durch Frömmigkeit ausgezeichnete, hochgebildete Frau. Ein zahlreiches Gefolge geleite fie zur letzten Ruhestätte. Bnt^sßh^, ° 23.' April. Der in wetten. Kreisen bekayMe und Vüiebte Kantor N. Bauer der hiefigen Synagogengemeinde begeht am 1. Mat sein 50jähriges^, Amt SjuVtlaum und gleichzeitig feinen siebzigsten Geburtstag. Der Jübllar wirkt hier fett 36 Jahren ununterbrochen mit großer Pflichttreue und hat während dieser langen Zeit eine segensreiche Tätigkeit entfaltet. Bon Seiten der hiefigen KultüSgemeinde sowie von seinen zahlreichen Freunden und Berufskollegen werben umfangreiche Vorbereitungen getroffen, um den JubtläumStag würdig zu feiern. Briefltatteii. A. L. K ES tut uns leid, Ihrem Wunsche nicht Nachkommen zu können, da solche Manuskripte weiter nicht aufgehoben werden. H. L. i« P. und g. B. in Oft. Selbstverständlich kann ein Schocher, der es mit der Sabbat- Heiligung wie mit anderen religiösen Pflichten nicht genau nimmt, nicht als religiös zuverlässig gelten. X. in M. rrnd Dt. &. in Gchw. Wir haben Ihre Zuschrift mit vielen anderen, dte unS über dieses Thema zugtngen, dem Autor des betreffenden Artikels übermittelt. M. L. in Kr. So sehr wir mit den Bestrebungen Ihres Vereins sympathisieren, können wir doch nicht allwöchentlich lange Berichte über dte von ihm veranstalteten Borträge bringen. Selbstredend soll ein zusammenhängender Bericht nach Schluß des Semesters bei uns Aufnahme finden. I. B. in Hamburg. Hst, wie Sie sehe», in einer uns entsprechendm Form geschehen. Desten Dank! St- L. B. Zur Beantwortung Ihrer Anfrage betreffder Sabbatlampe verweisen wir Sie auf daS Feuilleton im sitz en „BolkSfreunde" (Beilage zu Nr. 15 des „JSraelit".) Red. Wecedl. Amsterdam. Die Adresse lautet- Rabbiner A. L. Stolltar in Ratzkt, Goud. Suwalkt (Ruß.-Polen). Rabd. Dr. F. in L. Der Artikel erscheint ganz sicher tn einer der nächsten literarischen Beilagen. I. H. in Br. Wir erbitten unS die Arbeit zur Anficht. üeretoskaUttder. Verein Mekor Ehajim. (BereinSlokal Langestraße 18.) SamStag, den 29. Apttl, nachmittags 4 Uhr im Hörsaale der Synagoge Friedberger Anlage Nr. 5: Mikro-Dortrag des Herrn stud. Phil. Abr. Adler. Labbat - Anfang u. Ausgang tBf:! Anfang WatnM Ausgang j Uhr Min. 1811! 5671 Uhr iMtu 29. 1. Gtdmks«tt i. M 7 10 Avril Jiar 8 20 . . . . j — — 8 — MAiche» . . . I i — — 8 8 Cteftfftatft . \ 7 15 8 25 Stxttiitt... 7 — 8 20 «Oft» . . . . j — — 8 5 7 15 8 14 . . . — — 8 38 JaNilitNMdMfiCftftN. Geburten: Eine Tochter: Samuel Bamberger (Altmann), Frankfurt a. M. — Eine Tochter: Kantor Kahn (HaSgall) Gailingen. — Eine Tochter: G. Er leb a ch e r (Wild) Goldbach. 27. «ad Verlebte: Therese Skosentbal, Hirsch ' a.,M. -- Resel Stra . Adler. > an« »LaMetbach—Frankfurt ä.M- — Fanny ve^aube! Hugo Strauß, KarlSriche i. B.—Dartvstadt. — Bettina Hammel, Julius Weil, Friedberg—Hannover-Döhren. Vermahlte: MoseS Wechsler» Hedwig geb. Stein' Hamburg—Frankfurt a. M. vttendacder Druckluft ■ Hitlage Telefon 123. Offenbaeh. a. M. Telefon 123. Unflbeitroffene bewährteste TepplohrelnlauMg» I5'~~ | Landeshuter | M Leinen, und Gebild-Weberei F. V. Orünfeld Königl., Orossherzogl. u. Fürstlicher Hoflieferant Berlin W., MpiUmblM H-L CrSssti Auwall aller WAscheartikel für du Baultdarf. flifertiam gaizir ilisstattiiiei. Preisliste mit ibblldnngan sowie Kastenuttlligi in Dlnstei. («m» Thale am Harz gilt seit vielen Jahrzehnten als das vornehmste Ziel aller Touristen und als der unstreitig frequentierteste Punkt des Harzes. Biele Hnnderttausende strömen alljährlich dorthin, um sich an den Söhnheiten der Landschaft, vor allein aii denl an wildromantischen Naturszenerien so reichen Bodetale und den es einschließenden herrlichen Bergen zu erfreuen. Alljährlich steigert sich auch die Zahl der Tausende, die sich dieses Dorado als Sommerfrische ausersehen, die an seiner 2 o o l q u e 11 c (einer der heilkräftigsten, die wir in Deutschland haben) lÄenesung suchen oder die in Thale den klimatischen Luftkurort schätzen, der ihren Körper zu neuer Arbeit stählen soll, der sic aber auch die Zerstreuungen der Großstadt nicht entbehren läßt. In Zerstreuungen jeder Art bietet Thale, das etwa 13.000 Einwohner zählt, ein gar abwechslungsreiches Programm: Eire neuerbautes Kurhaus mit Lawn-Tennis- und Krocket Gelegenheit, Musil-, Speise- und Lesezimmern, tägliche Konzerte der Kur- und verschiedener Militärkapellen, Reunions, Feuerwerke, während der Hochsaison täglich Borstellungen auf der Freilichtbühne des Harzer Bergtheatcrs am Hexentanzplatz, dem unter Leitung seines Begründers Tr. Wächter, Weimar, erlesene Kräfte zur Verfügung stehen, kurz, alle Tage Vergnügungen in Hülle und Fülle, daß dem Fremden die Wahl fast schwer wird. Fügen wir noch hinzu, daß das Zentrum des jüdischen Fremdenverkehrs die neueröffnete „Pension Goldschmidt" ist, so glauben wir unsere geehrten Leser und Leserinnen mit dein Wissenswertesten über Thale vertraut gemacht zu haben. Effen-Ruhr. Ende dieses Monats wird Hierselbst ei» modernes der Neuzeit entsprechendes, jüdisches Hotel-Restaurant unnter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner Tr. Wolf-Cöln eröffnet, wodurch endlich dem langgehegten Wunsche der meisten Reisenden und Kansieute Rechnung getragen wird, die ein solches Unternehmen hier in der Industrie-Zentrale seit jeher vermißt haben. Tas Hotel ist in Folge seiner günstigen Lage am Hanptbahnhof für jeden Fremden leicht erreichbar. Urin bscratsntsu m ft» Sanktion nickt Tcmtwcrtllek; inslitsnderc ist es anmMlessllcb Sacks der Leen Ae lm Inseratenteil nfhnltmn Rnpfahlanmin rltnellsr Waren odsr sonstHaAngalsn rcBalnncgcsetzIlcken Charaktere anflkrsZnwMssiflkeltznprOftn. OOQißiOQOQI Unt Aüfs. Sr- Ehrw. d. Herrn Rabb. Dr. Carlebach, Lelpnfg. Kleine Probesendungen kinneh geliefert werden. wRlr' Zu **‘,ch und Fleisch zu essen. liam Abrabam Radebeul-Dresden, Fabrikat!. 2/4 NTTWIWAM ■ratend.! iiKtsfeirientr. 15 Pension Rosenthal Hamburger Verein. Eigene Synagoge. eigeuer Schochet. Gtn- »iges unt. Aufsicht am Platze. Vorsaison: Preisermäßigung. 15803 . Sdddentscbland. Senate fieieienkeit sich selbständig zu machen. Für Koch, Kellner, Viehhändler, Kaufmann oder Köchin: (12926 Hottl-Retfaeront Baduni JahreSgeschäst konkurrenzloS, aut rentabel ist krankheitshalber sehr preiswert abzu« gebe« bei 7-8666 Mark An« zahlrmg. Off. sud 8. Z. 12667 an Haafenftei« St Vogler, A«G., Frankfnrt n.M. erbet. . . Bei Bestellungen oder sonstige« BebatsSfällen bitte« wir unsere verehrt. Leser» stet» die Inserenten unsere» Blattes z« berücksichtigen, «pn •QQIQiaaiQQ VWWMVMI ii _ _ _ _ Infolge Auflösung der Kultus« gemeinde Obernbreit wird die nmere Einrichtung der dortigen Synagoge bestehend in sehr gut erhaltenen Männeru. Frauen« ständen, Almemor, Steinverkleidung de- Oronhakodesch und 1 Lüster rc. billig abgegeben. Offertm an Knltusvorstaud B. Weinberg in Marktbreit." Junge Dame Mü.7 Pension m guter streng frommer Familie. Offenen unter 8 4100 an Saafenftein»»agler,A.'«., Icmffnrt a. M. 15897 Melzgerei-Verkauft In einem fränk. Städtchen ist Familienverbältniffe halber die einzige am Platze befindliche jüd. Metzgerei nebst HauS zu verkaufen. Nötiges Kapital ca. S—6 Mlle. Offerten von Selbstreflektanten sud F. Z. 1*672 an Haafrnftei» p Bögler, A.-G., Krankfnrt a. M. erb. (1293. ki Al elst! md 3 )er Ei )ie 8h Fi iefond \m Ui rung hängt, und 1 Hilfe Didak und < und Q ttemnt öedeu der L' chend Grade D Jedoä behan! festgef einant sich ge zen so Ui in da eine h ein. des B ten -de Herba auseir Pädac ten, g geistig wesen 'chen ist un gogi diesem mende sopher Merkt W ivelt Akt d ach, cheinl nach ♦ 47^9^6112924

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.