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Der Israelit · 1911-04-06 · Heft 14 (6.4.1911) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
52 (1911)
Issue
Heft 14 (6.4.1911)
Date
1911-04-06
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 12. Nr. 14. __ nicht zu Ende ist, so sollen noch Opfer dargebracht werden, die einzig und allein den Zweck haben, den Altar nicht opferlos dastehen zu lassen. Diese Opfer wurden aus einer eigens für diesen Zweck bereit gehaltenen Kaffe bestritten. \'p hat nun unbestritten außer der Bedeutung „Sommer" auch die von „Sommerfrucht", besonders verstand man getrocknete Feigen darunterwie man nun, so wurde argumentiert, diese Früchte als Nachtisch genießt, so feien diese überschüssigen Opfer gleichsam der Nachtisch für den Altar. Barth beanstandet diese Erklärung. Er führt das Wort auf das aramäische XD'p,, Holz" zurückes wolle sagen, diese Opfer seien gleichsam das Brennholz für den Altarals nichtgebotene und aus Mangel'an Pflichtopfern dienen sie nur dazu, das Feuer aus dem Altäre nicht erlöschen zu laffen. Ich muß gestehen, daß diese Erklärung mir noch weniger gefällt als die vorhin erwähnte. Erstens trifft es nicht zu, daß Opfer nur auf dem Altäre brennen mußten, damit man dem Gebote des „beständigen Feuers" Nachkomme. Dieser Altarörand war ganz unabhängig von den Opfernder Pflicht des „beständigen Feuers" war vollkommen genügt durch Instandhaltung des brennenden Holzes auf einer der drei Opferstätten des Altars. Zweitens finde ich es undenkbar, daß man die Opfer einfach als Brennholz bezeichnet habe, eine Benennung, die der Wertschätzung, die dem Opfer gebührt, nicht entspricht. Da der Talmud selbst das Tpp als iw erklärt (Schewuoth 12 b), so müffen wir es wohl bei der alten Erklärung bewenden lassen, da man zu jener Zeit über die Bedeutung dieses Wortes, das erst die Mischnazeit geprägt hat, sich noch im Klaren war. Es ist gar nicht unmöglich, daß, weil man? ^*p gewöhnlich als Nachtisch nahm, dieses Wort mit der Zeit überhaupt für Nachttsch gebraucht wurde ohne Rücksicht auf die Art der Speise, die man genoß. (Fortsetzung folgt.) €ine schwierige Stelle im Sifra. Bon Rabbiner Dr. Kaatz in Zabrze. Zu dem Satze pK 2*1.2n TIXtff4? DK '2 (3. B. M. 21, 2) bemerkt der JOBD (vergl. auch Nascht sowie Baba Bathra 109.111): -,vX2V 7WX X*?X *1*1X10 p KVT “pH *1XV- ' Diese Bemerkung hat den Kommentatoren großes Kopfzerbrechen verursacht, und eS rst schon viel darüber geschrieben worden. Die Hervorhebung an sich, daß der s.N2 bei IflVK sich kö»ö sein dürfe, ist zwar klar und einleuchtend. Aber man begreift nicht, was der Sifra meint, wenn er sich dabei auf den zitierten Satz (3. B. M. 18. 12) beruft. Denn dieser Satz lautet: .-•in *px “iKff rfon xb *px mnx nnp Er bezieht sich auf die Schwester des Vaters, aber von der Frau ist darin gar nicht die Rede. Was kann also der JOBD meinen, wenn er trotzdem zum Beweise dafür, daß V>bx 2“lpn 72X10 sich auf die Frau bezieht, sich auf den Ausdruck *pX *1X10 beruft? Man hat nun auf mannigfache Weise versucht, die Frage zu beantworten. Die bekannteste Antwort dürfte die des M a l b i m sein, welcher in seinem Pentateuchkommentar meint, daß der k")DD hervorhebe, daß es in dem zitierren Satze heiße -pX "ixV und nicht '■pKtP- Daraus gehe hervor, das) 'IXW ein unmirelbarer Verwandter sei, und es bleibe daher für unseren Satz als linzig in Frage kommender unmittelbarer Verwandter die Frau übrig. Allein die Lösung des Malbtm befriedigt meines Erachtens m keiner Weise, da sie die Frage offen läßt, «ieso in 1KIP ein Hinweis oder auch nur eine Andeutung auf die Frau liege. Die Berufung auf *pK "1XV blilbe nach wie vor unverständlich. Und nur um diese Berufung handelt es sich ja. (Vergl. übrigens 3. B. M. 20. 19.) ' Sehr ausführlich spricht über diese Frage der 21V Dl' IIIÖDUI am Anfang des achten pHD der Mischna k^IDD X22- Er verzweifelt an der Möglichkeit, eine Lösung der Schwierigkeit zu finden, und glaubt, daß statt der vorliegenden Lesart eine andere, die sich in den fVtitap JTDbn finden, zu wählen sei, nämlich: p 2*ipn xb ir.ttx»bx*“iöK3tt lntrx :xbx iirw KVT *px "1XT0- Aber durch die e Lesart wird die Schwierigkeit, was der 27V DV JIIBDlfl selbst bemerkt Der JSraeltt. nicht beseitigt, sondern vergrößert, da der zitterte Satz in der Th ra nicht existiert, sondern aus zwei Sätzen konstruiert ist. Herr Dr. Hoffmann, mein verehrter Lehrer, versucht das Rätsel auf andere Weise zu lösen. Er sagt in seinem Werke „Das Buch Levtttkus" (2. Bd. S. 84): „Dem einfachen Sinne nach ist 'HKTPS ein bb3r dem dann die D'D“12 folgen. Doch sagt der Sifra: 1VX2V 1J170X X^?X 1*1X10 ]’K KID “pX- Wessely und Malbim bemühen sich vergebens, den Beweis aus “pH 1X70 (18. 12) zu erklären. Wah scheinltch soll es heißen: Hin “pK nni? (18- 8). Wenn j->VK mir 2K zugleich als 2X D110 betrachtet wird, so ist daraus zu ersehen, daß Mann und Frau als eine Person gelten (12U2 1J170X)/ sie ist auch der allernächste NKV-" Allein diese von Herrn Dr. Hoffmann vorgeschlagene Aenderung der Lesart hat, so geistreich sie auch ist, meines Erachtens zwei große Schwierigkeiten: 1. der Tenor des Ausdrucks 1DK370 .... . . . . p weist deutlich darauf hin, daß sich dieselbe Vokabel, die ausgelegt werden soll, auch in dem zweiten, zur Erläuterung dienenden Satze vofinden muß. 2. Es fehlt cine Angabe des Grundes, warum HKt0b vom Sifra nicht als bbo gedeutet wird. Ich glaube nun, daß es ohne jede Textänderung auf eine ganz einfache Wolfe möglich ist, zum Verständnis des Sifra zu kommen. Es ist nur notwendig, sich den Satz, auf den sich der Sifra beruft, genauer anzusehen. Man wird dann von neuem über die Tiefe, die in den Andeu tungen von b"l irDDn sich zeigt, staunen. Der Satz lautet: Kin -pK 1X70 r6jn xb “px mnx rvnp- Was heißt das : X71 p'2X 1X70^ Heißt das der nächste Verwandte des Vaters? Aber ist denn an sich der B r u d e r des Vaters für die Tochter nicht auch im gleichen Grade der nächste Verwandte des Vaters? Und dock ist eine Verheiratung der Tochter mit dem Bruder des Vaters erlaubt. Daraus geht deutlich hervor, daß in diesem Satze ixTP nicht als Verwandter überhaupt, sondern als weiblicher Verwandter aufzufaffen ist. Und nun sehen wir ein, warum der Sifra auf diesen Satz sich beruft und aus ihm ableitet, daß auch in 3. B. M. 21. 2 auf einen weiblichen Verwandten hinweist,- und das kann nur die Frau sein. Ferner wird uns dadurch v rständlich, warum er 71X10^ nicht als bblD auffaßt, während er in 18. 6 1-^2 1x70 ^2 als ^12 erklärt Mir scheint diese Lösung ungezwungen und einleuchtend zu sein. Es wäre mir interesiant zu erfahren, ob jemand eine plausiblere Erklärung weiß, ebe so ob die hier versuchte Lösung sich schon irgendwo findet. Oücherschan. Die Hagada aus Aegypten. Israels Bedrückung in Aegypten nach den dortigen zeitgenössischen Inschriften in kurzer populärer Form geschildert von Rabbiner Dr. Sigmund I a m p e l. Frankfurt a. M. I. Kauffmann. 43 S. Der durch seine Bibelforschungen rühmlichst bekannte Gelehrte hat hier die apolog tische Literatur durch eine neue interessante Schrif bereichert, d e zum Pesachfeste gerade zur rechten Zeit kommt. Es ist bekannt, wie die destruktive Bibelkritik den Auszug aus Aegypten und alles damit Zusammenhängende behandelt, wie sie nicht nur die Wunder der heiligen Schrift leugnet, sondern auch die dort erzählten Tatsachen in Zweifel zieht und zur Unterstützung ihrer Hypothesen t ie n uentdeckten Denkmäler in tendenziöser W-ise ausnutzt. Jampel weist nun in überzeugender Weise nach, daß bei objektiver Betrachtung die Resultate der ägyptologisch n Forschung die Berichte der Thora in glänzender Weife bestätigen, und daß sie sodar die in Talmud und Midrasch nieb rgelegten agadisch n Ueberlieferungen häufig in bemerkenswerter Weise stützen. — Der Berfaffer schildert die Reiterung der beiden Pharaonen, unter denen Israel in Aegypten geknechtet wurde, des Ramases und des Menephta, widerlegt die Anzweiflungen der zihn Plagen und ihres wunderbaren Charakters, Zeigt ferner, wie unbegründet die Einwände der Forscher gegen die Erzählung der Meeresspaltung find und wie im Gegenteil n den Jnschr ften überall Anklänge an die Berichte der Bibel zu finden find. Daß von den Plagen und von dem Untergang des ägyptischen Heeres nicht mehr erzählt e. Hkprll 1911. wird, kcknn, wie der Berfaffer mit Recht hervorhebt, nicht Wunder nehmen, weil auf den Denkmälern der Pharaonen überhaupt nur von Siegen, niemals von Niederlagen die Rede ist, und weil das Land Gosen das inschristenärmste Gebiet Aegyptens istdenn die Aegypter haben später nachweislich die Denkmäler aus der für sie so unrühmlichen Zeit der Hyksos zerstört. Gegen einzelne Ansichten des Verfassers sind allerdings Bedenken zu äußern, wie (S. 11) gegen die etwas merkwürdige Deutung Iplö S.1X im 2. B. M. 33 und gegen die etwas allzu rationalistische Erklärung der Plagen. Aber im ganzen ist das Büchlein geeignet, die Borurteile gegen die Darstellung unserer Thora wirksani zu bekämpfen, und es ist deshalb sehr zu empfehlen. U. pp onn1? nmi D'p^n '2 lMTYin niÖün2- Zu beziehen durch den Verfasser I. B. Feiwelsohn, Rabbiner in Beisgola, Gouv. Kowno (Rußland). Die beiden Bände, von welchen der erste BHp 11*7*111 und der zweite V*1p H11N betitelt ist, enthalten Borträge für die gehobenen Momente des jüdischen Jahreszyklus. Eine reiche Fülle origineller Gedanken und Erklärungen von Aussprüchen der Thora und der Welsen wird uns hier in einem blühenden, klassische Hebräisch geborenes sind roldene Aepfrl in silbernen Schalen. Zur Kennzeichnung der eigenartigen Auffassung, « die uns hier entgegentritt, sei hier z. B. auf die Erklärung^ des Stückes aus der Pesach-Hagada hinqewiesen, welcher von Rabbi Akiba und seinen Genossen berichtet wird, daß sie in Bne Brak die ganze Nacht vom Auszugs aus Mizrajim erzählten, bis ihre Schüler kamen und sie an den angebrochenen Tag und an die Pflicht, Morgen-Schema zu lesen, erinnerten. Der Umstand, da die Schüler nicht mit den Lehrern vereinigt waren un daß diesen der Anbruch deS Tages erst von jenen mitgeteilt werden mußte, wird hier durch einen Hinweis au die Zeit des Hadrian erklärt, in welcher das Studium der Thora und die Erfüllung der Mtzwos bei Todes strafe verboten war. Deshalb hatten, wie zur Zeit der Ma rannen, die Großen Israels sich in Höhlen zurückgezogen^ um dort die Sed^rnächte zu feiern, während ihre Schule Wache standen, um vor etwaigen feindlichen Nachstellungei zu warnen. In ihrer Höhle konnten die Meister den Anbruch des Tages nicht wissen, ohne von den Schüle draußen darauf hingewiesen zu werden. Das Werk, das in Deutschland wenig bekannt ist. kann allen Freunden unserer Literatur, besonders aber solchen, die als Redner und Prediger wirken, aufs wärmste empfohlen werden. I. Nü. Lormit cgenv männis Löchet eil, tt> geben s msehm „erlauf Klamm auch ni künstln nach jü uch ni l Marm« zu etw ni bringt, Flickwe Mensch bb^ '70'D3 '2170 1221 X21D '2170 12c D'X112 D'JQ'S D'1fcn21 D'12' D'70H1 D'1012^1- Selbstverlag des Verfassers Rabbiner A. L. Stoliar in Ratzki, Gouw. Suwalki (Ruß.-Poen). Beide Werke haben seit der kurzen Zeit ihres ersten Erscheinens bereits mehrere Auflagen elebt. Es ist dies eln Beweis nicht nur ihrer Gediegenheit, sondern auch ihrer Volkstümlichkeit, beides Vorzüge, welche wir au jeder Seite dieser Vorträge begegnen. Rabbiner, Lehrer und Prediger, überhaupt alle, w lche Gelegenheit haben als Redner aufzutreten, werden hier eine reiche Fu d- Mube für alle Veranlassungen finden, zu welchen sie ein Wort zur Zeit sprechen möchten. Stil und Sprachweise sind mit Absicht so schlicht und einfach gehalten, daß je:er des Hebräischen nur einigermaßen Kundige sie lesen und verwerten kann. Die gem^e Art und Weise gleicht derjenigen des Dubnoer Maggid, sowohl was die schlichte äußere Form als was den tiefen Gehalt der hier nieder gelegten Gedanken betrifft. Besonders die zahlreichen trefflichen Gleichnisse, mit welchen jeder einzelne Bortrag gewürzt ist, erinnern an den Maggd von Dubno, der aber hier in gewissem Sinne noch übertroffen wird. So treffend und Packend auch die Gleichnisse des letzteren sind, so sind sie doch heute vielfach veraltet, d i bas Leben, aus dem sie gegriffen sind, sich in d.n mehr als hundert Jahren ihres Bestehens gründlich g ändert hat. Unser Autor hat mit diesem seinen Vorbild zwar die Treff stcherh it und B. weiskraft seiner Gleichnisse gemein, aber sie sind aus der frischesten Gegenwart geschöpft, aus dem russisch-japanischen Kr eg, der schwarzen Hundert u. a. m., was dem ganzen Ensemble einen besonderen Reiz verleiht. Man sieht daraus, wie die Verwertung des auch heute noch s ine Zugkraft nicht verloren hat, wenn es nur mit der Virtuosität gehandhabt wird, wie es in vorliegenden Vorträgen der Fan ist. Es ist vielleicht nicht einmal so sehr die glückliche Wahl der Gleichnisse als ihn Verwendung an und für sich, was den denkenden Leser anzieht. Denn sie zeigen, daß der Autor nicht nur ein tiefen Denker und Meister des Thorawortes ist, sondem daß er sich als ein ebenso gründlicher Kenner der Zeit und ihrer berechtigten und unberechtigten Anforderungen bewährt. Es bedarf gewiß nur dieses Hinweises, um diese trefflichen Schriften auch in Deuischland die Verbreitung zu sichern, die sie bis jetzt im Osten gefunden haben und wir sind überzeugt, daß sich niemand in ihr Studium ohne hohen Genuß und vielfachen Nutzen vertiefen wird. I Di vermod entfalti sinken legten allem < barer menschl walt fl stillen, men al den g könnte Totent und vi belustfl wäre. Au Ehepac Prunk, umfaßt und zr über d In Hof ge! der siö Trunk zu hal Ruhest trat ei das a Weg l bisher gute £ Si ihnen Bon Erfur schäfte einstig Erben auch i zu eir

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