Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 52 (1911)
- Issue
- Heft 6 (9.2.1911)
- Date
- 1911-02-09
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Israelis genug — bewnt. Beim ddu nun kann diese möyn nicht stattfinden, weil der Faden, der ihn mit dem Gesetzesheiligtum verbindet, abgerissen ist. Mit seiner physischen Unfähigkeit, aufrecht zu stehen, hat diese Unmöglichkeit seiner niöyn nichts zu tun. ian und Win p find auch nicht gut aus den Beinen und dennoch „vorstellbar". Ihre Vorstellbarkeit beruht aber auf dem innigen Zusammenhang, in welchem sie hinsichtlich ihrer Bestimmung und Lebensaufgabe zum Heiligtume stehen. Beim DD13 ist dieser Zusammenhang ge. löst, weil die Lösung der „jeder wsa erteilten Bestimmung und Lebensaufgabe" wesentlich durch lebenskräftige Beherrschung auch der Faktoren bedingt ist, die eine Persönlichkeit erst zu einem nutzbaren Gliede des Weltgetriebes erstehen lasten. Wohl hört die VB2 nie auf, eine Persönlichkeit zu sein. Dix Lösung der Heiligtumsaufgabe setzt aber nicht nur ewige, sondern auch im wirklichen Leben sich tatkräftig bewährende Persönlichkeiten voraus. Und wie vom zurückgelegten sechzigsten Jahre bis ans Lebensende der *py von fünfzig und dreißig auf fünfzehn und zehn heruntersinkt, weil eben in dieser Zeit die „Jahre der vollen Betätigung" den „Jahren der Lebensernte" nicht ohne resignierende Wehmut (vgl. Comm. das.) weichen, so kann es auch nicht Wunder nehmen, wenn dort, wo die Möglichkeit voller Betätigung, wie beim 0015, ausgeschlossen erscheint, auch die Vorstellbarkeit als *pya in die Brüche geht. Die I^y-Jnftitution schwebt auf der Grenzscheide zweier Persönlichkeitssphären: Sie will beide verbinden und kann darum nur solche Objekte brauchen, die in beiden Sphären leben. Ist beim ddu der mit dem Heiligtum verbindende Faven durch physischen Eingriff zerschnitten, so beweist die Ausschließung des ainp hjpp als -pya, daß diese Verbindung auch ideell begrifflich gelöst werden kann. Im ain'^ K3CY» ist der zweifache Persönlichkeitswert vorhanden. Allein die Unablösbarkeit des auf ihm ruhenden Todesurtells unterhöhlt diesen Persönlichkettswert. Er ist wohl ein moyn *13. Es könnte darum wohl sein, daß er fürs teiligtum noch den früheren l^y-Wert besäße. s soll aber nicht sein. Denn er hat „mit erfolgtem Todesurteil aufgehört, für das hieniedige Gottesheiligtum die berechtigte Existenz einer VLa zu haben", und im Augenblick, wo man ihn, auf seine „Vorstellbarkeit" pochend, dem Heiligtume näherte, stieße ihn das Heiligtum wie einen längst Hingerichteten zurück. Wer freilich, wie K'3py p aran '2*», die Unablösbarkeit des Todesurteils bestreitet, wird den nrrt KXV nur aus der Reihe der fürs wirkliche Leben wägbaren Werte streichen, unvergänglich jedoch auch im zum Tod Verurteilten den *py* Wert seiner „Bestimmung und Lebensaufgabe" erkennen, die gleich der unsterblichen Seele ewig unverlierbar ist: p3i1tp voiw ULv. (Schluß folgt.) klMnmg. Herr Professor A. Berliner schreibt uns: Im Anschlüsse an die „Erklärung" des Rabviners Dr. Ehrentreu in München zu den neuesten Ausfällen A h l b e ck s gegen den verewigten Dr. B. H. Auerbach fühle ich mich ebenfalls verpflichtet, der Wahrheit zum Durchbruch zu verhelfen und die Lüge zum Unteraana &u iübren. Dr. H. Auerbach s. A. hat, wie überall die an Werke des Rabbi Nathan Adler in prägnanter Kürze ntedergeschriebenen Hinweisungen. so auch diese Nottz, welche sich auf das Werk des Parchon bezieht, richtig gelesen und verstanden. Dr. Ehrentreu hat mit Recht vermutet, daß R. N. Adler eine Handschrift vom pms eingesehen und hieraus den Arttkel nao kennen gelernt habe. Diese Vermutung kann ich zur Gewißheit erheben. Denn der Heimats- und Zettgenoffe des R. Nathan Adler in Frankfurt a. M., nämlich Wolf Heidenheim, zittert in seinen Kommentaren zum Pentateuch an verschiedenen Stellen aus dem Parchon, ja er gibt sogar nähere Auskunft über die von ihm benutzte Handschrift. Denn in seinem 2'vyv.l TSWV S. 40, wo er das Werk des Jims ausdrücklich erwähnt, fügt er in einer Note hinzu: .11,1 ip\l 1SD.1 natKKim pir didid P2pa *6's D'Binro mir ddiiböh inan p*on upi hw P''2X''^3''33 ■’bynb wm i"na CMsri 111 i"inio mpan rrrsn cnaas iao«nn iwk üw Ta« niaiox bnan iraib 'vva p'isxi mi1 lo’pn rrnpsi inpian inire tu nnx isd,i nbv, 'd na •irS maiy Es ist demnach außer allem Zweifel, daß R. Nathan Adler diese Handschrift einzusehen und zu benutzen Gelegenheit gefunden hat. Der von Heidenheim erwähnte DavidSinzheim war ein Onkel des Dr. B. H. Auerbach, wie der Letztere auch bei dieser Gelegenheit ihn so nennt und aus dessen Werk 111 T Mitteilungen macht. Gelegentlich sei erwähnt, daß Dr. Auerbach noch mit Wolf Heidenheim, der 1822 starb, in den letzten Lebensjahren desselben verkehrt hat. Zum Schluffe gestattete ich mir den Wunsch, daß man vor den Ausfällen des in Rede stehenden schriftstellernden Wegelagerers weiter keine Nottz nehmen möge. Die hierauf zu verwendende Zeit läßt sich wahrlich besser verwerten! M Bücberscbau. Talmudische Archäologie von Dr. Samuel Krauß, Professor der tsr. theol. Lehranstalt in Wien. Bd. I. Leipzig 1910. Das vorliegende Buch ist die erste systematische Bearbeitung der talmudischen Altertümer, an deren Darstellung sich bisher noch niemand gewagt hat. Soweit dieser erste Band ein Urteil zuläßt, kann die Arbeit, deren Schwierigkeit nur ermessen kann, wer selbst einmal Aehnltches versucht hat, als gelungen bezeichnet werden. Aus einer ungeheuren Zahl von Einzelheiten (wenn es auch nicht „ungezählte Hunderttausende" sind, wie der Berfaffer sagt) wird in etwa hundert Kapiteln ein Bild konstruiert von Wohnung und Hausgerät, der Nahrung und ihrer Zubereitung, Kleidurg und Schmuck und der Körperpflege der Juden in talmudischer Zeit. Dadurch, daß der Berfaffer sein Buch im Aufträge der „Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums" geschrieben hat, ergab stch für ihn eine Zweiteilung des Stoffes in einen fortlaufenden Text ,266 Seiten), der für den Laien bestimmt und, wie der Verfasser glaubt, auch für diesen leicht lesbar ist und in den gelehrten Apparat mit den Quellennachweisen, der den größten Teil des Buches (454 S. Kleindruck) ausmacht und dem Text nachfolgt, wodurch die wisienschaftliche Benutzung des Buches sehr erschwert wird. Von Einzelheiten seien hier nur zwei hervorgehoben. Es ist gewiß unzutreffend, wenn der Berfaffer behauptet, daß „sich die (verheirateten) jüdischen Frauen keineswegs bedeckten Hauptes trugen", daß nyilB nur eine Frau mit gelöstem nD13v aber eine solche mit geordnetem (frisiertem) Haar bedeute. (S. 195.) Was sollte es denn heißen, wenn die Frauen aus Kamzith in dem bekannten Wort von sich rühmien, nie hätten die Balken ihres Hauses ihr Haar gesehen? Was wird aus der Erzählung der Mischna Baba kamma V UI, 6, wo mn nniJ mit yiL zweifellos gleichbedcutend ist? Gerade diese für das dauernde Bedecken des f'aares absolut beweisende Mffchna hat der Berfaffer versehen. Die durch die Thermen von Tiberias geleiteten Röhren mit kaltem Wasser crmöglichen die Gewinnung von warmem Wasser am Sabbat nicht nur zu Badezwecken, sondern wie aus dem Wortlaut der Mischna hervorgeht (fllflW^ Dmos), auch für warme Getränke, da das Quellwaffer selbst srines Salzgehaltes weg n für die Küche nicht zu verwenden war. — Das Kapitel Medizin wäre besser fortgeblieben; da „die Materie ungeheuer groß ist und Bände füllen würde", kann man ite nicht gut aus einigen Seiten abhandeln. I. P. 9. Februar 1911. '1 21.1v nb'xs 'dö bv 'vt wsa p"ab -fny 21W0H12 '"2 «12S 'c Es ist eine erfreuliche Tatsache, daß die geistige Reg samkeit, die sich auf allen Gebieten menschlichen Wissen! kundgibt, bis in die talmudische Wissenschaft ihre Kreis, zieh. Fast alle Tage begegnen wir Neuerscheinungen auf dem Gebiete der talmudischen Literatur. Allerdings steht diese Literatur gegenwärtig im Zeichen der DTID^ und jbmacp/ die bei all ihren Lichtseiten auch de: Schattenseiten nicht entbehren. Sie erleichtern wohl das Talmubstudium, aber diese Erleichterung wird zum großen Teil auf Kosten der Gründlichkeit erreicht. Man lernt leichter, aber auch seichter und oberflächlicher. Mir uw so aufrichtigerer Freude darf daher das vorliegende Werk begrüßt werden, das einen ausführlichen Kommentar zu 'fl bietet. Man labt stch förmlich, an den gründlichen, ausführlichen und tiefen Gedanken gängen des Verfassers. Es ist ein halachisches Werk nach alten bewährten Mustern und auch die alten Meister der Ha lachah, deren würdiger Sproß der Berfaffer ist, hätten ihre Helle Freude an diesem großartigen Werke gehabt Wahrlich ‘jST )&Sk *6/ vnnn ein einfacher 2"NP2, der nicht Rabbiner ist, die talmudische Literatur mit einem solch gediegenen Werke zu bereichern imstande ist. Das wird von allen Kennern mit aufrichtiger Freude be grüßt werden. Der Verfasser wohnt in Kiew und bei ihm dürfte das Werk auch erhältlich sein. Brasso Rabb. Dr. Klein. Nach Sprecbsaal. Bezugnehmend auf die Rezension der neuen Auflage des Schechita Buches von Benjamin (Gadebusch) in Nummer 2 Ihres geschätzten Blattes halte ich es im Jntereffe der heiligen Sache für meine Pflicht, folgendes zu bemerken: Wenn ein Schachet gerühmt wird, wie dies in der erwähnten Rezension geschieht, so darf man gewiß von ihm erwarten, daß er gerne Belehrung anntmmt, und solche bei seiner Arbeit, wo immer sie zu erlangen war, gewissenhaft gesucht haben sollte. Was sollen wir aber dazu sagen, wenn dieser Schochet die bedauerlichen Jrrtümmer bezüglich des erstgebärenden Tieres (1122 hWHp) wieder zum Abdruck bringt, welche sich in der ersten Auflage des Buches befunden haben! Auf diese Jrrtümer des Benjaminschen Buches haben wir im Anhangs Wr jüdisch-deutschen Uebersetzung des D^rOH^ ,111V 0 und II. Auflage) hingewiesen, da wir dort das diesbezügliche Rundschreiben von .l'',!^2n"pK2.1 1V8X zum Ausdruck brachten. Dieses Rundschreiben ist auch im Lehrbuch der Schechita von Lion Wolf ^Leipzig 1910) auf Sette 86—87 ab gedruckt worden. Und nun erscheint die neue Auflage des Benjaminschen Buches und der Bearbeiter druckt die irrigen Sätze wörtlich wieder ab, ohne von allem obigen eine Ahnung zu haben. Diese Tatsache allein müßte es uns ganz besonders zur Aufgabe machen, darauf zu dringen, daß unsere Schochetim ein größeres Maß von Thora-Kenntnissen stch aneignen, als dies leider vielfach der Fall ist, damit sie auch wissen, zwischem Rechtem und Falschem zu unterscheiden. Wir können diese unsere Berichtigung nicht schließen, ohne auf eine A sstellung in dem oben erwähnten Buche von Wolf aufmerksam zu machen. Auf Seite 36 heißt es dort in Anmerkung 2: „Sand .... darf nicht zu 21 ID'2 verwendet werden". Im Schulchan Aruch 1"*P 28 § 23) steht aber: pin ^1N21 iwn2^ -px irrn p*w iy i«v- Sennheim, im Tebeth 5671. S. Bamberger, Rabbiner vertrai Mann« deutun remde nische Söhne mehr - Herrsch rbgehal >is zm vird Westen Kampf Mensch ms we H in;esamte )U briv merme Ziefern: §delma Ind ifl ollen x schuld hr?" - Der rmzog md aer PD2Ö Citcrariscbe llolir. Chanuka Ketowes In Nr. 52 Seite 20 des vorigen Jahrgangs des „Israelit" habe ich hierüber eine kleine Notiz veröffentlicht. Dle Erklärung des Wortes Ketowes durch Herrn Isaak Mainz will mir aus dem Grunde nicht einleucht.n, weil das Wort nirgends Kedcwes, sondern stets Ketowes geschrieben wirdersteres ist wohl nur die Folge der süddeutschen Aussprache. Wenn daher gesagt wiro, daß Ketowes mit 212 aram. 212 znsammenhänge, sofft das ein — Kedowes. Für das am Schluffe meiner Notiz mitgeteilte Scherzrätsel, dessen Wortlaut ohne Lösung ich in einem handschriftlichen Briefe aus Schnaittach Mm Jahr 1680 gefunden habe, wurde der Redaktion eine Lösung zugeschtckt, die nur teilweise richtig ist. Die einzig richtige Lösung scheint mir folgende zu sein: nvSsS "p'S TIPI «in yiv mnw^i yir1 »in dw ^i2«Sin bedeutet: Ich beabsichtige nach Nierenberg (Nürnberg) zu gehen, um dort Er-was (Erwes, Erbsen) zu essen und Was-er (Wasser) zu trinken. — Im süddeutschen Dialekt sagt man: er was, anstatt er weiß. b. ix erh üben 'offen, bet ur chätzen. es Lar oir lebt ch als >en letfi 8eherrs uch w!anbes Zorsehu bela öieg vi icher, ü ebene rste sei ampfe, as selb ebens! nsere % itigen." Wiee Besicht kabbi. un bra „Ah- . j