Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 52 (1911)
- Issue
- Heft 5 (2.2.1911)
- Date
- 1911-02-02
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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i^-v«KW 'SWM1 ö ■ ■ •S.yfcufe*-ife--, —-.. . ltther Antettuahme fehlen. Die jCV^jT» X22N widmete dem Jubilar ekne Ü»Äm-e, die ihm ore Ernennung zum Shrenmttglkde «in «nnkennung seiner aufopfernden Tätigkeit Hinsichtlich der dem Verein obliegenden Pflichten" anzeigt. : Die Mitglieder des „Privat-Mtnjan" übergaben eA kunstvolles mit hübschen Ornamenten geziertes Gcdenkblatr. Möge an dem Jubelpaare der Wunsch in Erfüllung gehm: N2V 2'2Vr2 2L?i Theilheim (Unterfranken), 25. Jan. Am ri2Ö verstarb Hier Frau Babette Finke. Aus einem echtjüdischen Hause stammend, hat diese fitPK es meisterhaft verstanden, ihren Zkindern Liebe zum Läteralauben etnzuflSßen. Rast.os schaffend für das Wohl ihres Gatten und ihrer Kinder, nahm sie sich auch Zeit, Werke der Liebe und der Barmherzigkeit zu üben. Ihre Gastfreundschaft war bekannt und die Armen waren stets ihre Hausgenossen. Unerschütterlich war ihc Golvertrauen, das sie sich nicht durch harte Echickjalsfchläge und Prüfungen rauben ließ. Das zahlreiche Gefolge, das ihr die letzte Ehre erzeigte, legte Zeugnis ab von d m guten Namen, den sie hinteriteß. iY'2¥3fl Bischofshcim b. Hanau, 27. Jan. Xcm Ehepaar Jakob G r ü n emald ist anläßlich seiner goldenen Hochzeit von 3r. Majestät die CheitlbilättmsmedaiUe verliehen worden. Tie Ueberreichung, die durch den vom Herrn Landrat damit beauftragten Proviuzial- Rabbiner Tr. Bamberger erfolgte, fand am 20 yait. in Gegenwart der Gemeindemitglieder und des Ortsbürgermeisters statt. Hoya, 17. Jan. Heute früh ist der ä l t e st e Einwohner Hoyas und des ganzen Kreises, t er Färbermeister E. D. Elias, gestorben. Bis zum vorigen Sommer war er gesund und etstaunltch rüstig; dann fing er zu kränkeln an und ist nun, zwei Monate vor Beendigung seines 100. Lebensjahres, an Altersschwäche entschlafen. Er hat mit seiner Gattin die diamantene Hochze.t feiern können und war bet Juden wi: Christen gleich geliebt und geachtet. Grotzmarmsdorf b. Würzburg, 23. Januar. Am 3. Teweth verschied cahter im Alter von 70 Jahren Herr Isaak Saalheimer, ein A ann, der eine Zierde des Judentums gewesen. Der Entschlafene beschrankte seine Tätigkeit nicht bloß auf das Gebiet seines kaufmännischen Berufes, sondern war auch darauf bedacht, das Thorastudium zu pflegen. Alle Tage bestimmte er eine Stunde zum Lernen und er lernte, um danach zu üben, danach zu leben. Die Erfüllung d.r Gottesgebote war für ihn ein reines Lebensbedürsnts. Neben seine c schwergeprüften Familie beklagen sowohl btt Gemeinde, deren langjähriger Führer und Ratgeber er war, als auch alle diejenigen, die ihn kannten, seinen Hintritt. Bei seiner zeigte es sich deutlich, welcher Beliebtheit sich der Hetmgcgangen, allerseits erireute. Bon nah und fern et;te man herbei um dem lieben Freunde die letzte Ehre zu erweisen. An seiner Bahre sprachen tiefbewegle Worte der Liebe und Verehrung Herr Lehrer Gutniann- Ottensoos als Schwiegersohn und Herr Haupt'ehrer G v l d st e t n aus Heidtngsseld als Verwandter und Freund, beide ein treffendes Bild entn-erf nd von dem Musterlcben des Verewigten, n222b p'22 221 Wien, 31. Januar. Der Rabbiner der Kultusgemetnde am Lcopoidstädter Tempel. Dr. Adolf S ch m i e d l, beging am 27. d. Mts. seinen neunzigsten Geburtstag in vollster geistiger Frische. Dr. Schmied! versteht sein Amt seit dem Jahre 1846 und weilt seit 17 Jahren auf seinem gegenwärtigen Posten, nachdem er vorher mehr als 20 Jahre lang in der ehemals selbstständigen Gemeinde Sechshaus fungierte. Bis vor kürzester Zeit und nur unterbrochen durch eine Erkrankung, erschien er regelmäßig als Redner auf der Kanzel. Nagymegyer, 21. Jan. Vorige Woche starb in unserer Gememde Herr Aron Kahn, ein Mann, der sein ganzes Leben der 7H12£1 ,2212 widmete, im Alter von 75 Jahren. Es beklagen ihn viele hiesige DYO/ die sich an seinen Schiurim-Vorträgen ergötzten. 2*222,2 hielten der verehrte Rabbiner unserer Gemeinde, der Schwiegersohn des Verstorbenen, Herr Schottin, und Herr Rauchwerker aus Saigo-Tarjan. Der verstorbene ließ vor4Jahren ein Beth-Hamtdrasch bauen, welches erst vor kurzem eingeweiht wurde. fl 2222 Zürich, 25. Jan. Sonntag, 22. Januar starb im 46 Lebrnsjayre Frau Hannah Weit. Sie war eine 2VK im wahrsten Sinne des Wortes. Ungemein viel vertieren in ihr die Armen, die bet ihr allezeit ern offenes gastliches Haue fanden. Dienstag fand eie Beerdigung unter überaus großer Beteiligung statt. ES rst bezeichnend, daß aus G a t l r n g e n, dem früheren Wohnplatz der Verstorbenen, fast 50 Personen gekommen waren, um der Verblichenen das letzte Geleite zu geben n"32Un Sprredraal. Zur Frage der „Chamifcho Rosche Schonim". Sehr geehrter Herr Redakteur! In Ihrer Nummer 2 vom 12. Januar bringen Sie eine Notiz aus Frankfurt, in der auf d!e von einem Jerusalemer Krankenhaus begangene Unschicklichkeit,. die Zahlkarten der Mitglieder per 1911 mit eimm Neujahrs- Wunsch zu versehen, hmgewtesea wird. Mir ist die Verwunderung Ihres w. Korrespondenten über, diese Unaehörtgkett nun eigentlich nicht recht verständlich, nachdem wir hier in Frankfurt doch auch anläßlich des letzten Jahreswechsels vor die Frage der Notwendigkeit eines Neujahrs- oder Stlvestcrfestes gestellt worden find. Oder sollte cs dem betr. Herrn unbekannt sein, daß hiesige gesetzestreue junge Leute cs für gut befunden haben,' rin Slvesterkränzchen mit Ball zu veranstalten? Man möge sich zur Tanzfrage selbst, die ja von orthodoxcm Standpunkt auch nur verneint werden kann, stellen wie man will, so ist die Veranstaltung einer großangelegten S i l v e st e r f e i e r an sich schon zum mindesten eine Gedankenlosigkeit, deren sich bewußte Juden nicht schuldig machen sollten. Echod Merabim. Geehrte Redaktion! Ein bezeichnendes Beispiel dafür, wie zionistische Vereine auf Kosten der „Konkurrenz" für fich Reklame machen, finden wir in einem „Brief aus Frankfurt", den die „Welt" in Nr. 3 stch schreiben läßt. Der Brief polem fiert zuerst gegen die hier bestehenden beiden größten Jugcndvereine „Movtesivre" und ,A\efO'. Chajim , der allerdings fälschlich „Nrchalalh Zwi" genannt werd. Bezeichnend für diese ganze Polemik ist die geistreiche Bemerkung, am Freitag abends gebe es im „Montrfiore" Tee in Tassen, cagegen im „Mekor Chajim" in Gläsern, das sei der einzige Unrerschied zwischen den B eranstaltungen in beit beiden Vereinen!! Jeder Kenner der Berhäitnrße muß sich durch derlei Ausfälle peinlich berührt fühlen. Aber dann kommt erst der Hauptirumpf: Ein Retter ist der Jugendcewegung in Frankfurt erst durch die zionistische Jugendgruppe erstanden. Dieselbe veranstaltete vor kurzem Dtskusstonabende über Octhocoxie und Zionismus und trat in denselben Herr Referendar I. B r e u e r als Antiztonist auf. Nun behauptet das Blatt, daß diese Rede keine Frucht, eher das Gegenteil gezeäigt hätte. Inzwischen wird stch Wohl die ztonsttsche Jugendgruppe von dem Gegenteil überzeugt haben. Denn mitilerwetle haben mehrere Mitglieder ihren Austritt angemeldet, denen in kurzer Zeit wohl noch andere folgen werden. Im übrigen ist es angesichts oben genannter Beschimpfungen des „Mekor Chajim" und des „Montefiore" seitens der Zionisten Pflicht jedes Mitglteds der Jugendgruppe, das den Vereinen „Mekor Ehajim", „Montcfiore", „Nachalath Zwi" angehört, sofort seinen Austritt aus der Gruppe anzumelden, und hoffen wir, daß vorstehende Zeilen dies bezwecken werden. Mehrere ehemalige Mitglieder der zionistischen Jugendgruppe. Briefkasten. D. Z in D. Wir haben die Notiz in einer unserem Blatte emsprechenden Form aufgenemmen. L. W. in B. Besten Dank für Ihre Mitteilung, die uns inzwischen auch schon von anderer Sette zugcgangen war und in der heutigen Nummer in entsprechender Form Aufnahme fand. Mir freuen unS ebenfalls aufrichtig über diese wohlverdiente Auszeichnung Doch kennen wir das bescheidene Wesen des allseits geehrten lY'n zu gut, um anzunehm n, daß wir durch ein allzugroßes Aujbauschrn der Sache ihm eine Frcude bereiten könnten. Liebm. in W. Der angegebene Preis ist für alle drei Lieferungen festgesetzt. M. H. in L. Der BeretnSrag des Bundes hat roch nicht stattgesundcn. Selbsttedend wird die Zeit seiner Abhal ung den Mitgliedern mitgctctit werden. Im übrigen wird Ihnen Herr Lehrer Ehrmann in Friedberg i. H. jede erwünschte Auskunft geben. Dr. F. in P. Darüber gibt Ihnen genaue Auskunft das Bureau der „Freien Vereinigung", Frankfurt a. M., Schützenstr. 14. Qerelnskalender. Verein Mekor Chajim. (Beretnslokal Langestraße 18.; Freitag, 3. Februar, abends nach Schluß der Synagoge im Hörsaale Friedberger Anlage: Mikro-Vortrag des Herrn Harry Marburger. Freitag Abend 8% Uhr tm Beretnslokal: Zwanglyse Zusammenkunft. Samstag, 4. Februar, mittags 12 Uhr, im Hörsaale der Synagog- Friedberger Anlage: Vorlesung des Herrn Prof. A. Wehl aus Sefer Schemuel. Sonntag, 5. Februar, abends 6 Uhr, im Vereinslokal: Schulchan-Oruch-Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. S. Breuer. Verein gung zur Pflege jüdischer Levensau schaumig '22S ri*?n3- Donnerstag, feit 9. Februar, abends 8^/. Uhr im Vereinslokale Le.ngestr. 18: Bortrag über „Der Gesang im jüdisch n L olkslcben" Referent: Herr A. M. L o e b aus Dieburg. Gaste (auch Damen) willkommen. Jüdische Frauenvereinigung e. B. Mittwoch, 1. Febuar, abends 81/* Uhr im alten Hörsaate der Israel. Sttliottnsgesellschast Schützenstraße 12: Bortrag des Herrn Dr.. tzd. Bibers eld auS Berlin: „Ueber öaS Büch Jüdtth^, ' ..v -V - £ Gäste (Damen und Herren) willkommen.' Beth Hamidrafch. Hinter der schönen Aussicht Nr. 11 l. Samstag, 4. Februar, nachmittags 41/, Uhr : Bortrag des Herrn Rabbi GersoN Bermann aus Tels (Rußland). Bereinigung zur Pflege von Literatur und Gesellschaft 1805. Sonntag, 5. Februar, abends 8 Uhr in der Frankfurt-Loge: „Moderner Abend." Unter künstlerischer Leitung des Herrn Alfred Auerbach vom hiesigen Schauspielhause. lamillennacdricdten. Geburten: Einen Sohn: Robb. Dr.M. Friediger (Seegall) Prag. — Beni Rothschild (Kaufmann) Fulda. — Eine Tochter: Beni Notschild (Kaufmann) Fulda. — David Halber st adt (Bluman) Warschau. — Dokow- Braun, Luzern. Verlobte: Rachel Bikart, Leopold Adler, Schaffhauskn-Frankiurt a. M. Vermählte: Julius Biedermann, Jda geb. St einberge r, AmÜerdam-Frankiurt a. M. Barmizwohfeier: Theo, Sohn von Salomon Goldtchmidl. Aschaffenburg. Labbat - Anfang u. Ausgang K2 N2V OBST: Anfang »atn« Ausgang UhrjMin. 1911 ) 5671 UhriRin. 4. 6 Krßmkfurt *. M. 4 55 Febr. Schebat 6 10 Verli« . . . - 5 41 Muuche« , — — 6 02 Stratzburg 5 15 6 15 Otuttgurt. 5 — 6 10 Posen . 5 31 Stüruberg 5 10 5 58 Homburg. . - 5 56 Für de« Reklameutell ist die Redaktion nicht verantwortlich; insbesondere ist es ausschließlich Sache der Leser, die im Reklameteil enthaltene« Empfehlungen ritueller Ware« oder sonstige Angabe« religionsgefetz liche« Charakters ans ihre Zuverlässigkeit z« prüfe«. Kaiser Friedrich Quelle mus. Alleiniger Vertreter iiär Frankfurt a. M. Friedrich Stahl, Stallburgstr. 9. — Teleph. 259 u. 714 Offenbacher Druckluft Anlage Telefon 123. Offenbaoli *. M. Telefon 123. Unübertroffene bewährteste Teppiohreinigung« Maschinenstrickerei Selma Voges Frankfurt am Main * Hochstrasse 23. Grosse Auswahl in sttmtl. Strichwaren ———-— zu massigen Preisen. —————~- Handschuhe Sweater Sportmützen Strumpfwaren Golfjacken Sportgamaschen usw. g - ..-j Landeshuter | B Leinen- und Gebild-Weberei F.V. Grünfeld Königl., Grossherzogi. ti. 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