Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 52 (1911)
- Issue
- Heft 4 (26.1.1911)
- Date
- 1911-01-26
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2446951-2448803-2448808--66250-2494402- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 12. No. 4. Der Israelit. 26. Januar 19l1. -c.. es auch dort im n"v 'D n"ix. Daraufhin wandte ich mich mit einer Anfrage an Seine Ehrwürden Herrn Oberrabbiner S. Schreiber '"2 zu Beregsüsz. Dieser teilte mir freundlichst mW, daß diese PV3üD seinem Bruder V'Xf 2'*? pmr V'niD y'mn als Erbe zugefallen sind und jetzt im Besitze seines Sohnes, des Herrn David Schreiber in Drohobiez, sein werden. Dieses wurde mir auch von dem genannten Herrn bestätigt und auf meine Bitte erhielt ich. auch von ihm in dankenswerter Weise die Kopie einzelner MMN, deren Auswahl ich ihm anheimgestellt hatte und die ganz genau mit den Pi.13,1 in dem Werke Dr. Auerbachs übereinstimmen. Was speziell jene nnan P12121 1"L »'1 betrifft, in der das Werk 71ms erwähnt wird und die Albeck als Hauptschlager anführt, so lautet die Kopie wörtlich also „DtP 'D?Bfl7'1 n"3 '031 '"tPI'S p'§ 2"3." Zu dem Worte '"üiis bemerkt der geehrte Einsender jedoch: ,,'L^1 P1ip7 NVp PXM .1*721 'ppp§,iü 122 x'n 'raan", das Wort ist schwierig zu lesen/ nach meiner Auffassung ist es so, wie ich kopiert habe." Dabei muß ich bemerken, daß ich bei meiner Anfrage gar nicht andeutete, worauf es mir an käme und daß der geehrte Herr Einsender diese Bemerkung ganz spontan machte, ohne den 3"li P3ü2 zu besitzen, den er nur vom Hörensagen kannte. Wir können daraus ersehen, daß Auerbach ganz genau kopierte und daß er das zweifelhafte schwer zu deutende Wort, welches der Einsender als '"üi'L ansieht, seinerseits pms gelesen hat. Wer im Rechte ist, können wir nicht entscheiden. Für jeden gerade denkenden Menschen wäre jedoch diese nnan ein schlagender Beweis für die Echtheit der Pi;ian und für die bona fides des Herausgebers / denn ein Fälscher würde sich doch wahrlich hüten, einem Manne, der im Jahre 1800 gestorben ist, den Hinweis auf ein Werk zu unterschieben, das erst im Jahre 1844 erschienen ist. Wer außerdem mit den Verhältnissen so vertraut war, wie Dr, Auerbach 7"3£T, mußte überdies wissen, daß. die Bekanntschaft des 7§71X ]pa '1 mit dem piano des prPS Verwunderung erregen müßte, selbst, wenn dieses Werk damals schon erschienen gewesen wäre. Daß er ihn dennoch anführt, ist ein Beweis für die Echtheit der nnan. Wir müssen bann am nehmen, daß ny^ix a"i wirklich Gelegenheit hatte, ein Manuskript des "p-iyn niano vom pms eitlzusehen, was nicht gerade wunderbar wäre, da es deren mehrere gibt. Er hat bekanntlich diese Pinan nicht für andere geschrieben, sondern zur Unterstützung seines eigenen Gedächtnisses, wie die vielen Punkte und Striche beweisen, vgl. ILIO 2Pa a. a. O. Andererseits ist auch die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß Auerbach das undeutlich geschriebene Wort nicht richtig gelesen hat. Aus Vorstehendem ergibt sich: Albek wollte seine Anklage gegen den 712ÜX durch die neue Anklage gegen den Tpa 'n P3Ü2 stützen und unterstützen. Jetzt, da der dokumentarische Beweis vorliegt, daß diese Beschuldigung eine frivole ist, wird sich Jedermann sein Urteil bilden können, was er von Albek's Schmähschrift gegen einen 7111 7113 des vorigen Jahrhunderts zu halten hat. München. Dr. H. Ehrentreu. beitet in deutscher Uebertragung von Dr. Seckel Bam berge:, Distriktsrabbiner zu Bad Kissingen. Frankfurt a. M. 1911. I. Kaufsmann. 68 S. 8" Preis 60 Pfennig. Bficbmcbail. Amiratz le beth Jakob, die drei besonderen Pflichten jüdischer Ehefrauen, Niddah, ChaUah, Hadlakah, nebst einem Anhänge über das Fleischsalzen. Von S ceIig 111 o» jj Dü r Bamberger. Neu b ar- Seit mehr als einem halben Jahrhundert wirkt des alten Würzburger Raw populärste Schrift segensreich im Sinne ihres Verfassers und redet in ihrer eindringlich nrahnenden, schlichten Sprache zu den jüdischen Frauen und zu denen, die im Begriffe stehen, ein Haus zu gründen, und belehrt sie über die ihrer besonderen Pflege überantworteten göttlichen Gebo e, mit deren Beobachtung die Heiligkeit und die Würde des jüdischen Hauses stehen und fallen. Freudig begrüßt bei seinenr ersten Erscheinen von den angesehensten Raböinen Deutschlands und des Auslandes, hat das anspruchslose Werkchen in Tausenden von Exemplaren seinen Einzug gehalten in jüdische Familien und ist ihnen allen ein unentbehrlicher Ratgeber und Wegweiser geworden. Leider hat der vielgerühmte Fortschritt mit anderen Rückschritten, die er im Gefolge hatte, auch eine Abnahme der Kenntnis- und Verbreitung des sogen. „Jüdisch-Deutschen" gebracht, in welchen« Idiom der Verfasser aus giwichtigen, in den damaligen Zeitverhältniffeu liegenden Gründen seine Schrift veröffentlicht hatte und welches die pietätvollen Herausgeber der späteren Auflagen bcib. halten zu sollen glaubt n. So wurde der Kreis derjenigen, die das Buch benutzen konnten, nnmer Hemer. Vor Jahren schon wurde darunl in berufenen Kreisen der Wunsch geäußert und die Forderung erhoben, das alte Amnah le-beth Jakob ins Reindeutsche zu übertragen, und dieser Wunsch wie diese Forderung verstummten auch nicht, als von einer anerkannten Autorität wenigstens die Niddah-Vorschriften an der Hand des Bambergerschen Buches herausgegeben wurden und so das allerdringendste Bedürfnis wenigstens in der Hauptsache befriedigt war. Der ganze Inhalt des Werkchens, auch die Vorschriften über C h a l l a h und H a d-l a k a h und vor allenl die für den Haushalt wichtigen Gesetze über das sogenannte „K 0 sch e r- Ma ch en" mußten in einer deutschen und m ö g l i ch st billigen Schrift verbratet und so das ganze alte Würzburger Buch", wie es dir Volksmund vielfach nennt, den jüdischen Häusern w i e d e r g e g e b e n wer den. Jur Einvernehmen mit dem Sohn und Amtsnachfolger des Verfassers hat einer seiner Enkel, der gegenwärtige Kiisinger Rabbiner, sich dieser Aufgabe unterzogen und er hat die Aufgabe gut gelöst. Die Anlage des Buches ist nahezu unverändert: der vor 50 Jahren zeitgemäße, heute aber bisweilen veraltet klingende Ausdruck wurde, wo es nötig war, ilmgestaltet und vereinfacht und dabei stets auf Deuilichkeir und Klarheit der Darstellung das erforderliche Gewicht gelegt. Einige Kür zungen in denjenigen Kapiteln, welche subtilere, meist doch nicht ohne rabbinischen Rat im Ein-.ellfalle zu entscheidende Fragen behandeln, kommen ebenfalls einem schon früher bisweilen kundgegebenen Wunsche entgegen. Alles in allem — das alte Buch in dem neuen und schönen Gewände ist eine Bereicherung einer jeden jüdischen Hausbücherei und verdient überall — soweit nicht das fast vergriffene jüdisch-deutsche Orig nal benutzt - werden kann und selbst neben diesem Original — freudigst begrüßt zu werden. Möge das alt-neue Buch sich allenthalben einführen, dann werden sich Bearbeiter u«rd Verleger — wclch letzterem für die schöne Ausstattung uiD die Festsetzung des b'lligen Preises Dank gebührt — reichlich belohnt sehen. —r.—r. 'E'E cvi bv bsb b'D' lörsov 121 ibd E"1 PX2 ÜB5 *727 E'IÜI E'121 ,i:ü,i X*7ü'2ITlB2 7§*7^X3p- Selbstverlag der Verfassers : Chajim Knoller, Przemysl (Galizien). Ein vielseitiges, eigenartiges, hochinteressantes Buch ist es, das uns hier geboten wird. Es enthält für jeden Tag des Jahres die historischen Ereignisse, die sich an ihm in der Geschichte des jüdischen Volkes zugetragen haben und verzeichnet besonders die Todestage berühmter Männer. Das Verzeichnis der letzteren reicht allerdings nur bis V'EII, so daß die in den jüngsten 56 Jahren Heimgegangenen Großen Israels leider keine Berücksichtigurtg in dem Buche gefunden haben. Das ist ein empfindlicher Mangel, dessen Abstellung in einer zweiten Auflage sehr wünschenswert wäre. Der Verfasser beschränkt sich jedoch nicht auf eine trockene Aufzählung von Zahlen und Taten, sondern er hat alle diese Angaben mit einer Fülle von halachifchen und agadischen Beigaben aus unserem heiligen Schrifttum begleitet, die alle entsprechend gruppiert und in sehr anregender Weise erläutert sind. Diese Beigabe macht das Buch zu einem wertvollen Nachschlagewerke für Rabbiner, Prediger. Lehrer, Redner und für alle, die bei den vielfältigen ernsten und freudigen Momenten des Lebens ein der Bedeutung des Tages entsprechendes Wort zu sprechen Veranlassung haben. Auch über jeden einzeln n der zwölf Monate findet sich eine besondere Abhandlung in dem Buche, die sich >urch scharfsinnige Erklärung schwieriger Midraschstellen iesvnders auszeichnet. Der Verfasser hat noch eine große Anzahl anderer Werke veröffentlicht, auf w. lche in dem vorliegenden Buch oft Bezug genommen wird. Für die Besitzer dieser Werke mögen solche Hinweise eine erfreuliche Beigabe sein. Für die große Menge der übrigen Leser sind diese Zitate mehr störend als fördernd. Auch hier wäre bet einer zweite« Auflage Wandel zu schaffen, indem entweder di^ Zitate ganz fortblieben oder indem sie die zitierten Stellen aus führlicher berichten als es jetzt der Fall ist. Das sind jedoch alles nur formale Ausstellungen welche den inneren, gediegenen Wert des Buches nichj beeinträchtigen. Dieser wird dem Buch eine freundliche Aufnahme und eine große Verbreitung sichern. '"23 Hebräisches und Aramäisches Wörterbuch von Eduard König. Dritte. (Schluß )Lieferui>g Leipzig 1910. Von dem vor einiger Zeit hier besprochenen Wörter buch E. Königs ist nun die Schlußlieferung erschienen und damit ist das brauchbare Buch nunmehr komplett Bon neuem kommt es einen: zu Bewußtsein, wie aus einer reichen Lehrerfahrung heraus, auf Verwendbarkeit für jedermann zielend, der Verfasser bei der Behandlung des St.-ffes vorgegangen ist, und wie er mit feinen, Gefühl und geschulter Kenntnis für fortentwickelte Beden tungrn der Stämme den rechten Ausdruck gesunden hat Die Ausstellungen, die wir in der ersten Besprechung (zwei Druckfehler sind dort unterlaufen: st. Thoraworf >. Vorwort, st. Thorababylrinsmusl. Panbabvlonis iltus) machen mußten, bleiben natürlich zu Recht bestehen GehefHt kostet das Buch II Mk., gebunden 13 Mk. —n— Eüerariscbe ßotiz. Zu ker in Nr. 42, S. 12, Col. 2 gestellten Frage betreffs des Ausdrucks P12121 ]'£2 sei es mit ge stattet, folgendes zn bemerken: ' Der erste, von dem die genannten Worte als eine spätere Glosse bezeichnet werden, ist ""V1- Seine Ansicht wird im Machsor-Vitrh ed. Hurwitz p. 52 f. mitgeletlt: XT1 PLEIN P1XH1H P12121 pro VlpPJM JX2 'P3"LÜ 1*7^1 P1212.1 p£E 721^2 (p- 83 PT1X11 P1X3 P1X111 12111 - - - '"Ül P121ÜP2 1'31 DiSü.1 pIxS P1811.11 dv2*7- Raschl hatte die Lesart: Ql^ül plK1? pixlll.1 btfzb P12121 f'£tt und bezieht die Worte p*D121 p££ auf die vorangehenden Lobpreisungen Gottes. Diese Erklärung ist wohl die einzig richtigedenn P12121 p§2 bedeutet nicht: „die abgekürzte Form", vielmehr muß dieser Ausdruck nach dem talmudischen Satze (Berachoth 40«, Sukka 46»): fp 21' ET *722 -J*? 121*7 DT DT '1 *pi2 TP1212 )'£E erklärt werden — wie dies bereits von B a e r in seinem Siddur bemerkt wird. In diesem Satze bedeutet aber VP1212 p£E »die in den für die verschiedenen Tage des Jahres (Wochentag, Sabbat, 2"V tnrgl. Ül m Sukka 46a): bv P2Ü *7Ü p§2 P2Ü *7Ü 211X2.1 ts"v bw p§2 ö"v bw *?irr *?ü p§2 bin bestimmten Gebete enthaltenen Lobpreisungen Gottes." Daß dies die ursprüngliche Bedeutung von p£ü ist, ersieht man auch aus einer Stelle der 'H XP^'22 'XU' |2 pl?2ü ed. Hoffmann P. 70 zu Exod. 15,19: P1212 1"' E'221 13pn 11332 D'pIDB n"' '11 lü^ül DlS 12Ü D11ÜK11 E'piDB iS'BPS TT21 p£2 DTO2K1 Üirb 1"111 D'31inK1 P131ÜX111212 Ü*7Ü D'22113pP p332 (§11X21-) ü x ^2 '213: pvracDx i"ii.i pi:iinx i2ü ü'XI- Hier wird also der Inhalt der mittelbaren Benediktionen der p,"" als £11X21 p£0 bezeichnet, d. h. dis mittelbarenBenediktionen enthalten den Ereignissen und der Bedeutung des betreffenden.Tages entsprechend die Lobpreisungen Gottes (vergl. 1*71E1 bmto '2 ,p?1 *7X13 '2 ,XB11 1*72 *?X '2 *]2 '2 ,13'1p ^1§1Ü'*7 '2 /§21ü IPX '2 ,1311 IPX liPÜS, wie auch den Inhalt d.r pl^-Q für Wochen-, Sabbat- und Festtage). Der Satz ^33 12üf? 11131 P12121 p£2 1'2P DT ist demnach so zu übersetzen: „wir danken Seinem Namen an jedem Tage stets nach der Art seiner Lobpreisungen" — worunter, wie bereits bemerkt, die vorangehenden Benediktionen des jeweiligen Gebet s zu versehen sind. Der Ausdruck ist also ganz genau und darf nicht in '»n p£E (Inbegriff aller Segnungen") korrigiert werden.*) -Eine andere Erklärung dieser schwierigen Stelle gibt Dr. H. B r 0 d v im l tzten Heft der B r a n n schey Monatsschrift S. 500, ind.m er auf Grund eines in der Geniza aufgefundenen Textes folgendermaßen liest: '21 p£2 E1*7Ü1 piX P1212.1 p§2 11X11.1.1 (oder p,-s p£0) erscheint nämlich in jenem Genizastücke (Ellbogen, Studien S. 46) als ein Epitheton Gottes am Schluffe der letzten Bcnediktion (Ellü)- Was soll jedoch die Bedeutung des Ausdruckes P12121 p§2 sein? Tazla (Bosnien'. Rabb. Dr. Samuel Klein. *) Nach dieser Erklärung braucht man nicht anzunehmen, daß die Worte erst später hinzugefügt worden sind. Hn$ Nach Na seneS 5 Frau < langsar derschö düng x Allüre, Frau 1 rück ui Bo der Pi sungsli was ei untern unausz Stimn (§ S, denen Dann belade in seit von si sturm der G qesehe Allein und { spräch zu kyi E der § T fr Dein« Sorg Haus> unerr die ä Man ist ur furch: er Ä füllte seufz: uns. fort wohl hat, mittr Kindl tilge: und Schn zum einen half Aelt« Erzi,