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Der Israelit · 1897-12-13 · Heft 98 (13.12.1897) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 98 (13.12.1897)
Date
1897-12-13
Page
– (sequence 5)
Language
German
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1867 Dr. Breuer in einem dicht besetzten Saale seinen Vortrag. Es ist aber nicht ein einfaches „Dinimlernen", durch das der gefeierte Redner in diesem Maße die Zuhörer an sich zieht, sondern es ist die geistreiche und herrliche Erklärung eines jeden einzelnen p-t, wodurch derselbe seine Zuhörer zur strikten Erfüllung eines scheinbar, noch so unwichtigen pn zu animiren versteht. Es sei mir gestattet, an dieser Stelle einige Proben jener Elläuterungen zu liefern. Es ist Vorschrift nyi aSiyS irrste tim otr 71*12 leise zu sagen. Die Ursache hierfür finden unsere Weise darin, daß unser Vater Jakob diesen Vers wohl ausgesprochen, Moscheh hingegen denselben nicht gesagt habe und um beiden gerecht zu werden, sagen wir es leise. Diese Erklärung unserer Weisen bedarf aber erst recht einer Erklärung. Warum sagte es 2p>", und tpd nicht?! — — In der heiligen Schrift heißt es stets bn-uv' bn 12-1, aber niemals p nx' ,arri2N 'L du Mi. Dies erklären unsere Weisen dahin, daß apr der einzige war, der beständig in Angst gewesen war, daß eines seiner Kinder einstmals nicht in seinem Geiste leben werde. btton und pmr hatte Jeder einen Sohn, der nicht in oen Grundsätzen des Vaters wandelte, apr hatte allein das Verdient, daß alle feine Kruder in seinem Geiste lebten. Dies war wohl bei Lebzeiten von apy. Aber das Vaterherz ruhte nicht, und beim Herannahen des Todes, ruft er feine ßinber um fid) herum: oya» buie" Sn lyatr: apr »ja waen naprt. Er stellte die Frage, ob sie auch nach seinem Ableben so bleiben würden, wie er es wünsche, da riefen sie alle aus nn« t irpSN t Suiv" yav! Als apr ein solches Bekenmniß aus dem Munde seiner Söhne vernahm, da rief er aus aSiyS miaSa isd qv 71*12 "151. Er hatte hierdurch die Gewähr, daß Gott ewig verherrlicht werden würde und unser Erzvater konnte mit diesem freudigen Bewußtsein sterben. Einen eben solchen Fall finden wir noch einmal in der rrwi und zwar bei nnr, in einem Momente, wo unser geistiger Vater,' rao, seine Kinder, das bereits zu einem Volke herangereifle SNirr", vor seinem Tode zusammenberief. Konnte auch er, wie apy ausrnfen, konnte auch er gleich ap5' solch frohes Bewußtsein, daß Gott auch nach seinem Ableben weiter verherrlicht werde, mit sich ins Grab nehmen? Nein, ihm war es nicht beschieden; hatte doch rrnpn erst kurz vorher, ihm den gänzlichen Abfall des Volkes vor Augen geführt rin icm — rurt oyn Dpi — aatr -pn •ma! Die Hoffnung blieb chm nur, daß einst alle Völker huldigen werden, aber keine Versicherung wurde ihm vom Volke gegeben, kein bniv" yas'-Ruf konnte ihm entgegenschaüen, und er konnte nicht mit einem nyi aSiyS imaSa T22 vir> 7112 antworten. Da Jakob es gesagt, Moscheh aber es zu sprechen unterließ, richteten unsere 'an ein, es leise zu sagen. ES ist ferner Vorschrift, das n von an* in Sinty yatr deutlich auszusprechen. — Hier bei yav> tritt das *? von mrr in großer Schrift hervor und an einer anderen Stelle ist das 1 von in# groß geschrieben. Denn nur klein ist in der Schreibart der Unterschied zwischen n und 1, aber doch wie groß ber Abfall, man braucht nur ein Pünktchen von dem n hinwegzunehmen und der vollendetste Abfall ist da. Spricht doch schon der Prophet diesen Gedanken aus: rrb-ioun "prr rrtry no th nm 72m »Ni ,'rabn xb v'Sy27i 'INN '71NDVJ .Tann ri2iyanSp 7,122. Dieser ganze pivv ist nur schwer verständlich. — Wahrscheinlich wird der Gottesmann dem Volke arge Vorwürfe gemacht haben, so daß das Volk ausrief, „du sprichst ja schon so, al» ob wir schon so weit gesunken wären, daß wir bereits dem Sy2 dienten." Da sagt aber der Prophet: ’nxotM Nb nonn 7'N T2Sn xb a'Sy-n »in«, wie kannst du sagen, „ich bin noch nicht so weit gesunken", na th N r 2 *p*n Ni ww überlege nur einmal, wie es in Gai war, da war auch nicht gleich der vollendetste Abfall da, heißt es doch dort: a*aP2 Strner asm und Israel wohnte in Schit'm 2N'D 711J2 SN rii^iS ayn Sn, da fing SuiV' an, den Töchtern Moabs Komplimente zu machen, und natürlich mußte nun Mauov Sniit' auch einlaben, und Sxis>' wieder durfte auch nicht fortblerben und erlaubte sich auch bei ihrem Götzendienste anwesend zu sein prnSN tciS ayS fNipm, es war ja ganz harmlos, sie sahen ja nur zu, später aber vyn Sdni aß Skid» sogar mit und endlich war der Abfall da — proSKSrnnBr! —deßhalb spricht der Prophet: K»»"pm»*n uw tto an Auch dort war nicht gleich der Abfall da, aber auch die kleinste Sünde läßt Spuren hinter sich, wie das junge Kameel beim raschsten Laus dennoch Spuren des Fußes zurückläßt 'rvirw nSp H122 h'2*h. Selbst die kleinste Sünde wird, wenn sie nicht gleich im Keime erstickt wird, einen verderblichen Umfang nehmen; deßhalb ist das n hier bei inN und das 1 bei tn durch hervorragende Schrift ausgezeichnet — nur ein bischen braucht man von dem 1 abzurogiren und aus dem n wird ein 1. Deßhalb sagen unsere bi'n man soll auch beim Schemalesen darauf achtgeben, daß das "i bei nnn deutlich ausgesprochen werde. Oe st err.-Ungar. Monarchie. ** Budapest. Von dem Wachsthum der jüdischen Gemeinde in Budapest legt auch ihr Budget ein gutes Zeugnis; ab. Dasselbe schwoll von 247.201 fl. im Jahre 1880 aus 428.889 fl. im Jabre 1896 an. Darunter waren vor sieben Jahren 57.600 fl. für die Schulen, jetzt sind es 87.433 fl. Noch größer ist die Steigerung bei der Position Wohlthätigkeit, die von 58.375 fl auf 109.849 fl. anschwoll. Bekanntlich hat auch die Stadtgemeinde in Budapest ihre Subvention von 12.000 fl. auf 20.000 fl. erhöht. Auch ein Zeichen des guten Verhältnisses zwischen Juden und Christen in unserem Lande ist

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