Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 90 (15.11.1897)
- Date
- 1897-11-15
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2446951-2448705-2448789--44897-2494014- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
1711 rnng der Schlußworte der n^x vr» x:n;nm rooa idxjp ,X2.n abvj ptp b nwö dv S22 msSn mim ba TiiaVn x^x n'.Dbn xipn bx b a^iy Tiir'bn schlossen seine mit großem Beifall anfgenommenen Worte mit der utiw 77212 und mit dem Dank an die Mitglieder, Förderer und Stifter, die ein rarp pp dem mwi 772 hinterlaffen haben. Hierauf ergriff der Obmann des Beth Hamidrasch ivbrnm nrn 'i rna das Wort zur Begrüßung der Festversammlung: indem er auf die großen Verdienste des seligen Rabbiners Salomon Spitzer um das Blühen und Gedeihen des rnnan 772, dessen Gründer er znsammen mit dem seligen vnxvrnis zb pw n war, hinwies, gedachte er gleichzeitig in Ehre der scharfsinnigen Borträge des unvergeßlichen p*p im ’amo "i mo sowie des Vereinsrabbiners pa iw «pi» n nio 2in rlnd schloß mit einem Hoch auf den jetzigen Rabbiner I. Fürst, in welches die gesammte Festversammlnng mit Begeisterung einsiimmte. Nachdem Sr. Ehrw. Herr Rabbiner Fürst anfs Reue den 2'rn 112b mit dein Vortrage der Anfangsstellen der 77212 'oa begonnen und in höchst geistreicher Weise das Ende des v"v> mit dem Anfänge in Verbindung brachte, begann das Festmahl, bei welchem den in reichlichem Maße vorhandenen Speisen und Getränken, welche Erstere von den Frauen mehrerer Vorstandsmitglieder, um dem Vereine Unkosten zu ersparen, in liebenswürdiger Weise zubercitct wurden, wacker zugesprochen wurde. War beim ersten Theile des Festes die Stimmung eine feierliche, so nahm im Laufe des Festmahls dieselbe einen heiteren Charakter an unb die ws» bw rrnaw kam durch allgemeine Lustigkeit ihrer wahren Geltung. Toaste und auch ernste Reden wechselten mit einander ab und hielten die Theilnehmer bis halb drei Uhr Morgens in der besten Laune. Besonders hervorgehoben zu werden verdient die ausgezeichnete Festrede des Herrn Rabbiner Fürst, welcher in geistreicher Weise die Schlußworte der nm ’aa erklärte, indem er das rrc^n 772b.i xbx 772'dn xipn hx ,id c^i? in dem Sinne deutete, daß alle Ereignisse und Vorgänge in der Welt zu Gott zurückführen, aber nur durch die Bethätigung der Gotteslehre im Leben. Ferner sei erwähnt, die Inhalts- und gedankenreiche Rede des Vorstandsmitgliedes der Cultnsgemeinde Dr. Marcus Spitzer, der die große Bedeutung und Wichtigkeit des miau 772 in der Geschichte des Judenthums in beredten Worten kennzeichnete und auch die großen Verdienste, die sich die Leitung des mno.n 772 um das Thoraftubium-in Wien erworben gebührend hervorhob, schließlich wollen wir die launige, aber doch viele ernste Momente enthaltene hochinterreffante Rede des Vizepräses der Cultnsgemeinde, Herrn Dr. Gustav Kohn, nicht unerwähnt lassen, welcher es offen eingestand, daß er nicht länger als eine Stunde dem Feste beizuwohnen beabsichtigte, aber von dem glänzenden Verlaufe desselben so angeregt tourde, daß er recht gerne bis zum Schluffe bleibe. Was ihm besonders gefallen, ist, daß er hier die Begeisterilng der jungen Leute für das Thorastudinm wahrqenommcn, was eine schöne Bürgschaft für unsere Zukilnft sei. Von Herrn Rabbiner Fürst habe er bereits so viel Schönes vernommen, muß aber eingestehen, daß, nachdem er ihn jetzt gehört, seine Erwartungen weit übertroffen seien. Er hofft, daß das Einvernehmen der Spnagogengemeinde mit der Mnttcrgemeinde ferner ein gutes sein werde. Brausenden Beifall fanden die Schlußworte des Redners: „Ich begrüße Herrn Rabbiner Fürst nicht nur als Ihren Rabbiner, sondern auch als unseren Rabbiner, da ich in ihm den Mann des Friedens sehe." Auch die Aufforderung Dr. Kohn's, dein wabn nim Verein, wo die Kinder von der frühesten Jugend dem Thorastudium zuqeführt, mehr Unterstützung zuzuwenden, fand lebhaften Anklanq. Ehrende Erwähnung verdient noch die Rede des Herrn Aron Bondi, welcher dem Dank des Beth Hamidrasch-Vorstandes für das Erscheinen der Herren Cullus-Vorstände bei dem Feste in gewohnter, beredter Weife Ausdruck verlieh. Schließlich müssen wir die schönen Reden und Toaste der Herren Prof. Hofmann, B. Back, B. Schiff, Schreiber, Perl«, Pappenheim hervorheben, welche alle zur Verherrlichung des Festes beitrugen. Bevor zum „Benschen" geschritten wurde, wurde das pan 71212 zu Gunsten des man 772 versteigert und wurde die hohe Summe von fl. 430 erzielt. Nach halb drei Uhr fand dieses schöne jüdische Fest, das keinen Theilnehmern noch lange in angenehmer Erinnerung bleiben wird, seinen Abschluß. Wir enden unfern Bericht mit dem Wunsche, daß es dem Vereine „Thora Ez-Chajim" gegönnt sein möge in kürzerer Zeit als bisher einen ava auf 2'v> zu feiern. Die Aussicht hiezu ist da, weil die Vereinsleitung des man 772 nach Beendigung des v7v-Festes zur Verlheilung aller 7171222 2-rn die anwesenden nun ^2 schritt und der größte Theil der Tractate schon vergriffen ist. H. Lö.r. ** Wien, 7. Rov. In der Versammlung des politischen „Volksvereins" erinnert Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Fialla an die Exceffe von Chodorow, von Tarnow, gegen die übrigens kein jüdischer Abgeordneter aus Galizien — fei es auch nur zur Wahrung des öffentlichen Gewissens — seine Stimme erhob. Redner sagte: Die Wahl und der Bestand solcher jüdischer Abgeordneten ist ein ganz spezielles Unglück. In der Existenz solcher Männer im Abgeordneten-Hauke können wir nur einen schweren Schaden für uns erblicken; sie verleugnen uns und sprechen