Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 74 (16.9.1897)
- Date
- 1897-09-16
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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mm Jahrgang. Erste Beilage ju M 74 -es „Israelit-. Leitender Artikel. Vorbereitung zum Neujahrsfeste. (Zu P a r a s ch a t h K i - T h o b a.) von Ben Zwi.; rr.xerta ctr^ nPnn1? ntyy ‘ltt’x ctin bs bv pbv “jnnSi .“an ismo rp^x 'ib trip cy ']nr6'i „Daß Er Dich mache zum Höchsten über alle die Völker, die Er gemacht zum Ruhm, zum Namen und zum Schmucke; ein heiliges Volk dem Ewigen, deinem Gotte zu sein, wie Er geredet." Israel! Immer weiter schreitest du fort in den pn ’C’ und bald, gar bald ist rwtn v'xi da, jener Tag, da der Ernst Einzug hält in deinem Herzen, da du hintrittst vor den Gnadenthron des allerbarmenden Gottes, um Huld und Verzeihung zu erflehen. Reinige dich für diesen Tag, damit du nicht allen Staub deiner Jahreswanderung mit dir bringest. Schüttle ab mit Eifer und Wahrhaftigkeit, was dich beflecket, damit dein Flehen erhört werde. Schau' zurück auf deiner Jugend Tage, da du noch rein warst und vergleiche sie mit der Gegenwart, ohne dich selbst zu belügen. Wirf fort die Schlacken deiner Vergehungen, und den Schutt reiner Sünden schüttle ab. Mit aufrichtigen Kummerthränen benetze jene Sünden, die deiner Seele noch anhasten; vielleicht hilft dein Gott dir, sie zu entfernen. Nimm dir ernst und ehrlich vor: v2-irn nzbb vpn icb^i, damit du der göttlichen Huld würdig werdest. Komm, Israel, kehre einmal ein mit deinem reichen Fühlen bei dir selber, schaue hin auf dein jüdisches Herz und richte jüdisch seine Empfindungen: Du wähnest das Volk ohne Heimath zu sein, aber du ir: est, Israel: Deine min ist deine Heimath, ihre Sprache ist deine Muttersprache, ihre Liebe deines Vaters köstliches Geschenk, c^n br bv p'by "jnnVi. O, du reiches, du beneidenswerthes Volk, dem sein Gott solches gesprochen! Warum solltest du diesen Spruch nicht anerkennen, warum dich seiner nicht würdig erzeigen! Nimm ihn hin diesen Fingerzeig und klammere dich an ihn auf deiner Jahreswanderung. Du bist ja berufen, wirkend den Namen deines Gottes zu verherrlichen, aber — du kannst nur Reinheit schaffen, moenn ,hu selb-r v-in HU in deinen Worten und Thaien. — Lasse es dir nicht damit genug sein, Jude, dich auf m vorzubereiten, indem du dir neue Kleidung beschaffest. Ein reines Herz schaffe dir vor allem, in dem der ewig junge Gedanke wahrer, aufrichtiger n nsr fest und unerschütterlich keimt und blühet. Wahrlich! Du dürstest es schon wissen, Jude, daß die Würde des Menschen nicht in seiner Kleidung und in seinem Aeußeren besteht, sondern, daß da» geweihete und ziclbewußte Seelenleben allein veredelt und adelt. So lange das Aeußerliche dich beihört, bleibst du selber oberflächlich und erst dann kannst du das vnp cy, das heilige Volk werden, wenn du selber mit heiligem Ernste an deiner inneren Vervollkommnung arbeitest. Du bist nicht dazu geschaffen, in thatenloser Gleichgiltigkeit in den Tag hineinzuleben, sondern der Jude soll ein wirkendes, thätiges Mitglied der Gesammtheit sein. Wirken sollst du in der Welt, daß sie die einzige Wahrheit ersaffe. Dann wird 7i'2pn dich, den Verbreiter seiner min, zu dem vwn bv bv p^y, zu dem Höchsten unter allen Völkern, machen. Wirken aber sollst du vor allem in dir selber. Jeder Einzelne soll wirken auf sein eigenes Empfinden und jeder Einzelne auf das Empfinden seines jüdischen Bruders. So nur kann das Bewußtsein der Pflicht in der Gesammtheit wachgehalten und der Gleichgiltigkeit gesteuert werden, die immer mehr unter uns Raum greift. — ■pm u „Ein Licht auf meinem irdischen Lebenswandel sind deine Worte," hat König David gesagt, und so wird ein jeder Jude sprechen, der die Worte des Allgütigen erkannt hat und sich durch die Liebe, die deren Befolgung mit sich bringt, erstarkt und gekräftigt fühlt.- Mit Macht klopft das Herannahen des rni-Tagean die Kammern unserer Herzen. Oeffne ihm, Jude, Deine Gefühle, daß der Tag des Gerichtes statt modernder Fäulniß blühendes Leben in dir finde. Blühendes Leben, das dich selber glücklich macht und das beglückend wirket für das Heil deines ganzen Volkes. Auf Jude! Herz und Blick nach oben zu deinem Gotte, damit du Würde erlangst, ,mb tnp oy in'ndi •m itrKS “p^x, daß du seiest ein heiliges Volk derw Ewigen deinem Gotte, wie er dir vsrchMmr -