Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 72 (9.9.1897)
- Date
- 1897-09-09
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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1412 Herausgeber hat uns, wie man zu sagen pflegt, auf den Geschmack gebracht, wir sind noch lange nicht gewillt, den Tischsegen zu sprechen! „Gieb! G ieb!!3.1 bn nicht:!*p3Ji p an sprechen wir'."*) Wir kehren nunmehr zum „TlPD" und seine Besprechungen im „JSraelit" zurück: Während in Nr. 64, in kräftigen, schwungvollen Federzeichnungen, nur der Gesa mm teindruck, den das Werk im Allgemeinen hervorruft, geschildert ist. hebt der Rezensent in Nr. 67 Einzelnes heraus aus dem großen Ganzen, was ihn so recht herzlich zu interessiren schien! Er drückt beispielsweise seine Freude über die lichtvolle Erklärung der Piutstelle pjON nw »caserciju 1b' 13t aus und düs war mir in hervorragender Weise erfreulich und wirkte wohlthucnd auf mich; als ich — ich darf es jetzt verrathen — Herrn Dr. Berliner speziell zu Liebe diese Piutstelle und ihre Erörterung dem Werke einverlcibte. Seit Jahren schon treibt ihn seine Wißbegierde danach, Klarheit darüber zu erlangen, wie eigentlich und in welcher Weise mein theuerer Vater 72"i dieses gehcimmßoollepiCN deutete; da er von Angebörigcn der Familie Plcßner sich erzählen ließ, daß der Verklärte in seinen Vorlesungen über die n:'3la die nWIDl und rvnsnp, sein Augenmerk ganz besonders auf dieses dunkle pox richtete. Meine lieber; roschung ist mir somit vollkommen gelungen. Nun aber kommt etwas Hochinteressantes: Herr Dr. Berliner, mein um Verbreitung der jüdischen Wissenschaft sehr dochverdicnter Freund, schreibt ebendaselbst: „Im Kommentar zum Buche Nach um werden exegetische Beiträge geliefert, auf welche ich ganz besonders die moderne, studirende Jugend h i n weise u m ächte, welche oft, mit dem Propheten zu sprechen, den Quell lebendigen Wassers verläßt und Ciftcren aufsucht, welche das Wasser nicht Kalten!- Und dies-m Satze schließt sich unmittelbar der Ausdruck seiner großen Freude über Plessner's Erklärung das schwierige 1152.1 13N zu Hiob 5, 23 u. s. w. an. Hier möchte ich ausrufen: *03 HD 1)1' Nil N3J! Eine herrliche Gedairkenharmonie verbindet hier beide Sätze: Als ich vor nunmehr dreißig Jahren bei Professor Rüdiger, dem großen Gelehrten, dem Freund und Schüler eines Gesenius, die Vorlesungen über „Hiob" hörte, da deutelte er über unser .1152.1 ’J2n gar massenhaft herum; aber ohne guten Erfolg. Ich gehe nach Hause, nehme die Feder zur Hand, und schreibe meinem verehrten Herrn Professor, was ich im Namen meines Vaür's im Tb HD mitthcilte. Siehe da, in der nächsten Stunde eröffnet Herr Professor Rüdiger sein Colleg durch iolgende Worie: „Meine Herrn! Der Candidat Pleßner schrieb mir gestern im Namen seines Herrn Vaters d ie z u treffen d ste Erkl är ung zu unserem schwierigen: „Ui. im abne Hasade britejja!" Diese Thatsache bekräftigt den Mahnruf des Herrn Dr. Berliner an die studirende Jugend, daß sie Ewald und Stickel, Hirzel und Schlottmann, um Hilfe anrusen, wo ihnen Naschi, Aden Esra und Kimchi. hätten l'ciftchcn können. Was .102” {3N .lpt1 betrifft, worauf Herr Dr. Berliner bimveist. so war cs nkir nicht unbekannt, daß Rabbi Simcha in seinem Hiob-Comentar wohl schreibt: 'Zv bv “jSttrci p;: px bzw .12:21 px ,11121 12X,, D’pCO TC sb IBM2 ’2 , Up’p bzb , 71122 »y X2' .11121 , IT2 7171 "X 1 f’X 1X^1 TD1 2X: , ',2 ^>522' 11212 , ,'2X1 ,^X1L" f2X lpt1 2522 pZ72 XN bzS , D1Ö jjm» WDJ 1252» pl '2 Diera pxsr 'vb ,rryi mn ,121m ,11121 rtnevo lenrc; 4) Die Nummern: 2, 3,4 und 5 sind Hebräisch abgefaßt. U131^ ip2t „Feldhorden" men Z2x cxip iis>2 dx 11:2 12 b'nnmp "’2„ nba du ,:oy 1212 11521 11 nsrbo ".xrn Ix pxi titm:,, ,2i:pv V'"cb 272 nrris xus2 p Allein, daran zu denken, daß hier der Buchstabe „N" einfach ein müssiger ist, und .1112.1 U3N mit ,iii2.l 13 zu inbcntifiären fei, das war für Rabbi Simcha — genannt bev 3i'N;Jied — denn doch schon zu streng tvifsenfchastlich. * * * Der harmlose Scherz, den ich in einer launigen Anwandlung aus der Rumpelkammer meines früheren Humors hervorgeholt habe, sollte ja nur die Uebergangsbrücke schlagen zu dem allerliebsten Epigramm meines hochsel. Vater's aus den berüchtigten Dieb seiner Hcinrath. Cs fällt bisweilen tbatsäcklich schwer erneu guten Witz zu unterdrücken, so man die Feder in der Hand hat, wenngleich in unserem speziellen Falle der Gegenstand der Satyre — als Op 1:3: üin noin — die Ehre nicht verdient, unfreiwillig zu einem Lacher folge beizutragcn. In der Recensioll aber noch rinmal vorgeführt zu werden, ist eine Ovationsehrung, koinmt einer Crgcbcnheitsadrcsse zum Mindesten gleich. Was die Sache s e l b st betrifft, auf die ich im „sJl a ch t v a ß" zurückkomme, mn die beiden 0113N pv- Aussprüche auszugleichen, so schreibt nrein Freund und 9tach bar, Herr Rabbiner Landau: bv pi pci 1:p 1x1:2 ,p:i1 rrhvb cxiiy o’J.12 p;y2„ 2'252l }i oim ciyxc csyyc: cycr .12:72 D-exy: 2-21X2 X d S2 , bthsj b'1212 ct'2:ö 2'p:i72 p xl: , 7:128 p: D 1 ' *7 71 2 7 J ’ 2'1'2:2 8: 12X32 25C72 1X3 L' ,2'2ö: 2X1 71212 2711 pX'2' 121 DT, ,2 10 7 21 2 X 2 71 .252 ’"BT2: ,X"' ,‘Z '2x8221 ,1 p'2 p'if p33 7:215212 111272 ,'"71 Sehr richtig! Indes; läßt sich meiner Ansicht nach in solchen Fällen nur ffhr sckwer die Sache von der Person, die Person von der Sache trennen. Meint ja der Prophet Ainos: :3pN' O'QH lim ,n'DiD 1P523 iNJttf! Ruft ja der Psalmist aus: 1X552 7'827 ,<"22:pix ff'221p721 X52X T ff'XZL'2 x8l! '8 in 2*21x8 2x32' Also eine völlige Abneigung von beiden Seiten! ,113.. "'Zbipv weheklagt. JeremiaUnd: U'31 niffüü?11J Ul *0 der da sprach: urpOt vpQ Hy. Ja, im Gcgentheil! Die „Sache" der nran kann nicht im gefährlichen Sinne angcseindet werden, wie schon Rabbi Arjc Löb Breslau 1"L' in seinen H’IN id n"it2 Kap 98 zwischen 31N und NJ152 nntei scheidet, und meint — indem er synonymisch 3'ire für einen rachcscknaubendcn wüthenden Feind und mir für einen seinen Nebenmenschen Gleichgiltigkeit zeigenden Gegner hält, ,1NJ57 mir für Antipathie erachtend — daß wir nie finden werden: 1D:B sin oder 3'\N oder auch nnon 3’iN, sondern immer nur weil eben ,i2'k< eine Verfolgungssucht ausdrückt, die auf „Z u r e ch t w e i s u n g" und ,.G e l d g e w i n n" keine Anwendung findet! Aber von n' 3: q persönlich beißt es rm Tractat rar S. 153. a: '^nT2D:o mlo nb ::oi IQ ]$o wie zu nuiro 105 a, umgekehrt: 12: nb 'vnivi p2iv toiis ’j<n. Man darf wohl — freilich nur als 2*yf<:?oi 1311 131 1311 H’NI — das masoretische Nj?'üp i"i im □:ltr 'ti'13 auf solche Weise sich erklären: Im ’nl H3 S. 16, Note II führe ich einen HU DIN an, der das "tin„ 11.1 i:r2'Q3: DH523 dahin erörtert, daß der TYJ)D, von dein Malcachi dort spricht, nicht immer mit den *) Sogar DD'pnN, zanken, wobei mir der zweite Satz zum BnohinnaD113N pQ vorschwrbt: Dlllpn' Nl0*3jn„ D n D J)" vergl. 7252.1 n'Lnv.