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Der Israelit · 1897-09-02 · Heft 70 (2.9.1897) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 70 (2.9.1897)
Date
1897-09-02
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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1355 sierer gewählt wurden. Als Versammlungsort für I die erste im Laufe des nächsten Jahres einzuberufenden Landeskonferenz wurde Heidelberg bestimmt. Vorträge übernahmen: Rosen berg e r—Sinsheim, R o - senb erge r—Adelsheim und Schlo ß—Diersburg. Nach 4 Uhr wurde die Versammlung geschloffen. Möchte der junge Verein, der schon ca. 70 Mitglieder zählt, auch die ihm noch Fernstehenden zu Freunden gewinnen! Möge er zum Besten der Lehrer und zum Segen für Schule und Gemeinde wirken. ß* d im Ab. Ein wahrer ist von uns geschieden und hat das Ableben desselben die vergangenen barr w in einer für seine Familie und die große Zahl seiner Verehrer erschütternden Weise abgeschloffen. Raphael Isaak Karges, der unermüdliche Förderer wohlthätiger Werke ist am isz nyvn aus einem wirkungsreichen, lediglich der Bethätigung von vncn nftea gewidmeten Leben abgerufen morden. Wer Gelegenheit hatte, die Selbstbethätigung der Menschenliebe des Verblichenen und seine Initiative bei Anderen zu beobachten, weiß den Schmerz der Tausende die seine Wohlthaten erfahren haben, zu würdigen. R. I. Karges hat während seines mehr als 6Ojährigen Aufenthaltes in Gartz nicht nur deren religiöse Institutionen unter Aufwand bedeutender Mittel ereirt und mitunterhalten, sondern auch durch seine active Thätigkeit in allen nbnp Angelegenheiten u. A. auch als byi an den o’ö' D\s-n; ein leuchtendes Beispiel für seine Gemeindegenoffen gegeben. Seine stete Beschäftigung mit min ntrnpn veranlaßte ihn auch in seiner Vaterstadt Obersitzko eine Stiftung mit dem Zwecke der Anstellung von Klausnern für ewige Zeiten zu errichten und hat sich der Verblichene hierdurch, sowie durch die bereits früher erfolgte Errichtung eims Unterkunftshauses für mehrere min »ja in Jerusalem --- als Zeichen seiner heißen Liebe für nurnpn t>j? —• auch auf diesem Gebiete ein unauslöschliches Denkmal gesetzt. Der Stiefsohn des Verstorbenen, Herr Landrabbiner Dr. Gronemann, Hannover gab in formvollendeter Rede und in ergreifender Weise Namens seiner Mutter, der edlen Gehülsin des Verstorbenen bei feinen Liebeswerken und Namens seiner Geschwister den Gefühlen des Schmerzes Ausdruck naiad p'-ix ist. Die Saat die N. I. Karger gesät, ist herrlich aufgegangen und berechtigt im Hinblick ans die Kinder und Enkel zu der Hoffnung, daß die Intentionen des Verstorbenen stets Bethätigung finden werden. Während der hielt der derzeitige Klausner Rabbiner Casper aus Obersitzko einen den Gefühlen der vielen Schützlinge Ausdruck gebenden -iscn. Möge der Allmächtige der tiefgebeugten Wittwe, den schwer geprüften Kindern seine nana v-.rleihen. Freiburg i. B. Dem ersten Bericht des Friedrichsheims für israelitische Sieche und arme Greise entnehmen wir: Freudigen und dankerfüllten Herzens können wir allen Wohlthätern und Mitgliedern unseres Vereins die Mittheilung machen, daß das Friedrichsheim in Gailingen gebaut wird, daß es noch im Laufe dss. Jahres unter Dach gebracht werden soll, und wir hoffen dürfen, im Laufe des Sommers 1898 daö Haus einzuweihen und Psteglinge aufzunehmen. Aus Aus dem vielen Erfreulichen, das wir im Verfolg unserer Bestrebungen erfahren haben, sei das Folgende hervorgehoben: Se. Kgl. Hoheit der Großberzog bat für die schlichten vom Friedrichshenn zu Seinem 70. Geburtstage dargebrachte Glückwunschadresse unter dem 20. September 1896 gnädigst gedankt und die wärmsten Wünsche für die Entwickelung dieser Anstalt ausgesprochen. Unter dem 8. November 1896 hat Se. Kgl. Hoheit der Großherzog mit Allerhöchster Staatsnunistenas-Entschließung gnädigst geruht, dem Verein die Körperschaftsrechte zu verleihen. Am 13. Dezember 1896 fand in Karlsruhe die Vorstandssitzung statt, in welcher beschlossen wurde, das Friedrichsheim in Gailingen zu erbauen. Die Ba'ckommission besteht aus dem Asylvorstand (§ 16 des Stututs): den Herren Gemeinderath Jacob Bernheirner, Vorsteher Harburger und Synagogenrath Wilh. MooS (sämmtlich in Gailingen), den Vorstandsmitgliedern Herren B. Dukas—Freiburg und Dr. Rothschild—Randegg, sowie die Beiräthen Herren Josef Guggenheim und Ludwig Rothschild— Gailingen. Dieselbe hat ein günstig gelegenes Areal von 128,20 Ar zu einem Kaufpreise von 6443.85 Mark erworben. Als Bausumme ist ein Höchstbetrag von 71,Q0() Mark in Aussicht genommen. Der Bau wird nach dem Plane des Herrn Profeffors Bischoff— Karlsruhe ausgeführt und von diesem selbst geleitet. Wir geben dem Meister das Wort, das Haus und seine Eintheilung zu schildern: „Das zu errichtende „Friedrichsheim" kommt in ein größeres Terrain zu stehen, das westlich von Gailingen an der Postsiraße nach Randegg gelegen ist. Mit seiner Hauptfront liegt das Gebäude nach Süden, 2 nach Westen und Norden, 2 nach Osten und Norden, die 2 TageSräuine nach Norden, wie das Speisezimmer. Das Gebäude kann mit 30 eventuell 33 Betten für Psteglinge belegt werden. Für den Verwalter und die Bedienung ist im Erdgeschoß je ein Zimmer vorge scheu; für erfteren im IT. Obergeschoß 2 weitere Wohnzimmer, für die Bedienung daselbst 2 Kammern. Der Haupleingang ist östlich von Gailingen her gelegt. NebenauSgänge in den Gärten sind westlich und nördlich vorgesehen. Im Souterrain liegt die Küche und Anrichte, 2 Bäder, 1 Bügelzimmer, 1 Waschküche und Keller; im Erdgeschoß 7 Zimmer, 1 Tazesraum und das Speisezimmer von 48 Qua-

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