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Der Israelit · 1897-08-23 · Heft 67 (23.8.1897) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 67 (23.8.1897)
Date
1897-08-23
Page
– (sequence 8)
Language
German
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1sS2 ein convulsivisches Zucken ihrer Lippen ihre innere Bewegung verrieth und sie am Sprechen hinderte. Endlich konnte sie sprechen. Sie blickte Pinchas freundlich an und sagte: „Gönnen Sie mir Zeit." „Rein," versetzte Pinchas, „berausch haschonoh jikosewun, am Rosch haschono wird es eingeschrieben. Geben Sie mir heute Antwort, damit der Allmächtige uns zusammen einschreibe besefer chajim towim, in das Buch eines glücklichen und segensreichen Lebens." Ehe Esther antworten konnte, hatten sie Wessely und die Kinder, welche auf sie gewartet hatten, erreicht. Pinchas ging jetzt neben dem Vater Esters und was er diesem erzählte, mußte wohl eine besuroh towoh*) gewesen sein, denn sein Antlitz leuchtete wie die aufgehende Sonne und sein ehrwürdiges Haupt fand keine Ruhe mehr vor lauter Schütteln. Er wunderte sich über alles was er hörte und sagte endlich: „Wunderbar sind Gottes Wege; er wird alles zum Heile führen." w’aror am. „Amen!" sagte Pinchas. „Jedoch ich will Esther fragen," fuhr Wessely fort, „wenn sie Ihr Weib werden will, möge Gott Euren Bund segnen." * * * *) Gute Botschaft. Das Sukkosfest brachte den Einwohnern unseres kleinen Städtchens zwei Ueberraschungen. Ein reicher junger Mann, den man für verschollen hielt, kehrte als ein ganz anderer in die Heimath zurück und verlobte sich mit der armen Esther Wessely und der Thoraschreiber Wessely gab sein Geschäft auf und lebte mit seiner Familie bei seinem Schwiegersohn, der das Geschäft übernahm und es auf eigene Rechnung fortführte. Aron Rothensies war gar nicht überrascht, als anstatt seines Gehülfen dessen Verlobungsanzeige bei ihm erschien. Er ärgerte sich freilich, daß er Pinchas' Hülfe entbehren sollte, aber auch darüber tröstete er sich bald mit dem echt jüdischen Tröste: vt d:.**) **) Auch dieses sei zum Guten. Wochen - Kalender. Donnerstag, 26. August, 28. Av, D"\ Freitag, 27. August, 29. Av. Sabbat-Anfang in Mainz 7 Uhr — Min. Samstag, 28. August, 30. Av, n"Tl 's nsi. Sabbat-Ausgang in Mainz und Frankfurt a. M. 8 Uhr 05 Min. — Berlin 7 Uhr 45 Min. — München 7 Uhr 43 Min. — Hannover 7 Uhr 56 Min. — Stuttgart 8 Uhr 03 Min. — Prag 7 Uhr 35 Min. — Straßburg 8 Uhr — Min. Sonntag, 29. August, 1. Elul, ppmi fY'Yl '3 DV. Der .Israelit* erscheint wöchentlich ivelmal, JHontajr« and Donnerittfi, jedeSmal tn mindestenzwei Bogen. Preis pro Vierteljahr bei der Post 3 Mark ohne Bestellgeld. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Per Bnchtzantzet verkehrt kvrch «. /. >1«i»acker, tet-stg, Pvhplatz 1«. — Inserate 25 Pfennig die 4spaltige Petitzelle oder deren Raum. Preis der Zolle im Reclamethell 75 Pfennig. — Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 8 fl. österr., für's Ausland 16 Reichs-Mark, an die Expedition franeo einzusende». Ci*« «Mdsendnn« von an die Redaktion «ingesandte« Mannscrtpten findet nicht statt, man dittet deShald, sich von alle« Einsendungen eine Sopie -nrück-nvehatten. Inhalt (chanptdlatt). Leitender Artikel: Allerhand Ausreden. — Aus geistigem Goldgebiete. — Zeitungsnachrichten u. Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Spandau. Heringsdorf. Würzburg. Aus Süddeutschland. Oestcrr.-Ungar. Monarchie: Wien. Frankreich: Paris. — Personalien. — Sp echsaal. — Vermischtes. — Feuilleton: Der Thoraschreiber von H. Berger. (Schluß - Inhalt der Beilager Leitender Artikel: Rede eines evangelischen Geistlichen bei Einweihung einer Synagoge. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Lübeck. Egelsbach. Aus Süddeutschland. Egypten: Alexandrien. — Vermischtes. Verantwortliche Redaktion: OSear Lehmann in Mainz. — Expedition des „Israelit", Schottstraße Nr. 2, Mainz. Druck und Verlag der Joh. Wtrth'schen Hofbuchdruckerei-Aetten-Gesellschast in Mainz. Hierzu eine Beilage.

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