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Der Israelit · 1897-07-12 · Heft 55 (12.7.1897) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 55 (12.7.1897)
Date
1897-07-12
Page
– (sequence 2)
Language
German
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':"‘r*SrT?<Ä3?*•=<?. 1066 Uebersetzung und Commentar zu Jesaja und zum Spruchbuch, sowie eine Sammlung zum großen Theil bisher unedirter halachischer Schriften des Gaon. Den Pentateuch bearbeitete Josef Derenburg allein, am Spruchbuch arbeitete er zusammen mit Pros. Lambert und am Jesaja mit seinem Sohne Hartwig. Den halachischen Band hat hauptsächlich der vor Kurzem in Berlin verstorbene Dr. Joel Müller fertiggestellt. Bei allen Pariser Saadja - Editionen wird darauf geachtet, daß auch Nichtkenner des Arabischen davon Genuß haben, indem die Anmerkungen in hebräischer Sprache gegeben sind und der Text selbst von einer französischen oder hebräischen Uebersetzung begleitet wird. Nur beim Pentateuch bleibt die französische Uebersetzung auf die schwierigen, meistens poetischen Stellen beschränkt und werden dafür in den Anmerkungen viele sonstige interessante Uebertragungen des Gaon berücksichtigt. Die Ausstattung ist eine vorzügliche und werden die Freunde der hebräischen Litteratur viel Freude und mannigfachen Genuß von dem Studium dieser, zu neuem Leben erstandenen Werke eines der größten Geister der Weltliteratur haben. Wir nehmen hier Gelegenheit einige Proben der Uebersetzung R. Saadja's zu den Segenssprüchen des Bileam nach der beigefügten französischen liebertragung Derenburg's zu geben. Wir schicken voraus, daß der Gaon von Fajjum weniger darauf Gewicht legt, wörtlich zu übersetzen, als darauf, daß seinem Leser der Sinn des Schriftworts möglichst klar wird. Ueber die sonstigen Eigenthümlichkeiten R. Saadja's bei seinen Übersetzungen haben wir vielleicht Gelegenheit ein anderes Mal ausführlicher zu sprechen, wie wir uns auch Vorbehalten noch weitere Proben seiner Erläuterung zur heiligen Schrift in diesen Blättern zu veröffentlichen. Kap. 23. V. 10. O Du (Gott) der Du zählst die Nachkommenschaft Jakobs und die Sprößlinge Israels, ich bitte Dich, laß meine Seele sterben den Tod der Gerechten und mein Ende dem ihrigen gleichen. (So erklärt auch Iben Esra z. St. im Namen des Gaon.) V. 21—23. Weil er keine Sünde sieht in Jakob und kein Laster unter Israel, so ist Gott, ihr Herr mit ihnen, und die Freundschaft des Königs gehört ihnen. Der Allmächtige, der sie aus Aegypten geführt hat, vertheidigt sie mit den Hörnern des Reem. Wahrsagerei macht keinen Eindruck auf Jakob, Zauberei beeinflußt nicht Israel, man sagt ihnen nur, was der Allmächtige gethan hat. Kap. 24. V. 15—24. Und er trug sein Gleichniß vor und sprach: Sprich, o Bileam, Sohn des Beor! Sprich o Mann mit dem durchdringenden Blick! Sprich du, der du hörst die Worte des Allmächtigen, der die Wiffenschaft des Höchsten kennt, der die Erscheinungen sieht des Allgenügenden, der da schläft und die Augen offen hat. Ich sehe ihn, aber es ist nicht jetzt, ich bemerke ihn, aber er ist nicht nahe; ein Stern wird sich emporheben von Jakob, ein Scepter wird sich aufrichten von Israel, er wird schwächen die Seiten von Moab und wird zittern machen die anderen Kinder Seths. Und Edom wird vernichtet werden und ebenso Seir und seine übrigen Feinde, und Israel wird zunehmen an Stärke. Und Derjenige, der herrschen wird aus Jakob, wird vernichten den Rest der Städte. Darauf sah er Amalek und er trug sein Gleichniß vor, indem er sagte: Das Erste unter den Völkern ist Amalek, und zuletzt wird es untergehen. Darauf sah er die Kenener und er trug sein Gleichniß vor, indem er sagte: Deine Wohnung wird stark sein und du wirst auf den Fels dein Nest fetzen. Doch wenn die Zeit gekommen sein wird die Kenener zu vertreiben, wie viele von ihnen werden dann gefangen genommen von den Leuten von Mofful (oft für Aschur bei N. Saadja). Darauf trug er sein Gleichniß vor und sprach: Wehe dem der zur Zeit leben wird, da der Allmächtige dieses thun wird. Wenn die Kriegsschiffe, die vom Hafen Cyperns ausgehen, züchtigen die Leute von Mofful und von Eber und wenn die Eyprer ihrerseits wieder der Vernichtung entgegengehen. Die Kapitel 23 u. 24 des vierten Buches werden in unserer Ausgabe vollständig in französischer Sprache wiedergegeben, ebenso wie in den Anmerkungen die meisten bemerkenswerthen Uebersetzungen des Gaon sich hier, gleichwie in der ganzen Pentateuchübersetzung, in hebräischer Sprache finden. Diese Bemerkungen enthalten auch zahlreiche Erläuterungen der Saadjanischen Auffasfirngen und viele Hinweise auf w bb:a rsai inn einn u. A. Wir sind überzeugt, daß kein Freund der Bibelforschung die uns hier auf's Neue wiedergeschenkten exegetischen Schriften des großen Gaon von Sura ohne reichen Genuß lesen wird. Ebenso wird der Band, welcher eine Reihe halachischer Schriften R. Saadjaa's enthält, das größte Jntereffe bei allen Talmudkennern Hervorrufen. Dieser von Joel Müller, Salomon Fuchs und Harkavy herausgegebene Band der Pariser Sammlung enthält: 1. eine Abhandlung über das talmudische Erbrecht (arab. mit hebr. Ueberfetzung); 2. Asharot, Aufzählung der 613 Gesetze

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