Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 47 (14.6.1897)
- Date
- 1897-06-14
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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914 ziehen, billige Retourbillets von hier nach Jerusalem mit dreitägiger Giltigkeitsdauer eingeführt. Hier folgt ein kleiner Plan über die Entfernungen und Preise: öjj 5 H Station. I. El. 11.61 || Station. 1. El. 11. El. _ Jaffa Preis in Piaster Jerusalem PreiÄin Piaster. 20 Lydda 16,10 6,— 11 Bittir 0,— 23 Ramleh 18,30 7,— 37 Der-Aban 30- 11. - 40, L-edsched 32,20 12,- 47 Sedsched 30,- - 14,— 51 Der-Aban 41,20 13,— 64 Ra mle b 52,30 l!>,— 76 Bittir 61,30 2*2 _ OS Lud da 55,10 20,— 87 Jerusalem 70,20 25- 87 Jaffa 70,20 25, - Ein dreitägiges Rnckfahrtbillet kostet zwischen Jaffa und Jerusalem in der Regel '->5 Regiernngspiaster und wird nur für 1. E lasse ausgegeben, außerdem giebt es solche Rückfahrtkarten noch nach Ramle und Sydda für II bzw. in Piaster in II. Elaste. Für die jüdischen Kolonien kommen drei Stationen in Betracht und zwar Ramle als Bahnhof für Katra (Gederah) und Wadi-Hanen, während die von der Bahn beinahe berührte Kolonie Etron zu weit von einer Station liegt, um direkten Bortheil von diesem Verkehrsmittel zu haben. Dagegen ist die letzte Verbindung mit der erst seit sieben Monaten bestehenden Kolonie El-Kastine (Beer-Dobiab) über Sedched, von welcher Station das Dorf etwa 2 bis 3 Stunden mit verhältnißmäßig gutem Fahrwege entfernt ist. Endlich liegt die kleine neue Ansiedlung Artus (Har-Tobh), die frühere Missionsstal ion kaum mehr als lo Minuten über dem Bahnhofe Der-Aban. Sehr wichtig wäre es, bei der Anlage von etwa neuen Ansiedlnngen die Rühe der Eisenbahnstationen zu berücksichtigen, da nicht nur die Bahn davon einen Vortheil ziehen würde, sondern eine gute Verbindung mit dem einzigen voll regelmäßigen Dampserlinien frequentierten Seehasen wegen des Absatzes der Erzeugnisse eine der wichtigsten Lebensadern der gesammten Kolonisation schon jetzt ist und bei weiterer Entwicklung noch mehr werden dürfte. > Wersonalien. -4- S. Frankfurt a M Wieder ist einer der tadeln dahingegangen, deren Verlust weit über den Kreis seiner Verwandten und seiner Mitbürger schmerzlich empfunden wird. Meier Schwarz schild y"j ist nach längerem Veibcu ab- ' berufen werden, und wir haben in ihm einen der edelsten Menschenfreunde verloren. Rach emsigem Schaffelt hatte er sich aus kleinen Anfängen zn einem angesehenen Kaufmann unserer Stadt emporgcarbeitet, hatte aber trotz geschäftlicher Arbeitslast immer noch Zeit gesuirden, denr öffentlichen Wohle zu dienen und seine Kraft der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen, namentlich aber da rüstig einzugreisen, lvo es galt, Armen zu helfen. Kranken zur Seite zu stehen, das allgemeine sociale Elend zu mildern. Zn ihm vereinigte sich die Doppelthätigkeit des dtidh dj/i ü’TO Dy n"j. Er war, so lange es seine Körpcrkräftc gestatteten, ein eifriges Mitglied der N&5',“p N'on, aber auch den Lebenden wandte sich seine liebevolle Thärigkeit zu. Wo cs galt, Neues auf dern Gebiete der Wohllhätigtcit zu schaffen, da trat er fördernd ein, und seiner Initiative sind viele Vereinigungen der Neu zeitzumWohle Leidenderzu verdanken. Das.Notbschildsche Spital iand in ihm einen würdigen und tharkrästigen Vorsteher, der Km vergärten für Israel iteu war eines seiner Lieblingsgebilde, über daS er mit sorgsamem Auge wachte, dao Institut der Pflegerinnen dnrite er nun großen Theil als sc u Wert betrachte», die Fortschritte des neu gegründeten Siechenhauses begleitete er als Mitglied der Verwaltung mit sichtlicher Herzensrende. Man mußte aber nur den Mann sehen, wie er mit ganzem .Kerzen und ganzer Seele hier wirkte und schasste, wie er mit den Kindern srcundlicb scherzte, die Kranken auszurich ten suchte, die Siechen ermnnteite, nne er rastlos von gutem Werke zu gutem Werte,?Ti?s TDD, eilte zu Heise», zu rathen, das Gute zu fördern. Und was er sonst noch Gutes gewirkt! Wer ein Anliegen hatte, kam zu ihm, und selbst spendend und andere zum Spenden bewegend, tonnte er so manchen Wankenden stützen und manchen Gesunkenen emporbeben. Er wußte immer Natl>, u w nicht wenige Familien können davon erzählen, wie er cs gewesen, der durch Rath und Thal den Familienvater, dieFamiUcnmutter vom RandedesVer derbens hiuweggerisscn, sie vor der Schmach deS Betrlcrthnms dnrchGründung einer ehrbarenEristen z gerettet hat.S o ivar dieser Mann eine Zierde unserer Stadt, rvie der jüdischen Gesammt gemcin.be uitd der israelitischen stccligionsgesellschc.st, deren Schulratb er eine längere Feit angchört hat. Sein Hintritt wird sich sehr fühlbar machen und wir fühlen eS Alle, daß mir viel, sehr viel in ihm und ir.tr ihm Valoren haben. Längere Feit ivar er schon tedend, aber doch lonule er trotz seiner Leiden, seiner Fhätigteit im Dienste des frömmelt Wirkens der NciiscbenUebe bis an sein Ende leben. Unsere Weisen sogen einmal, daß Leiden, die den Menschen in der Uebung seines rboraslciditims uidu hindern, Leiden seien, in denen sich (Zolles Liebe betbätigt-, auch des Dahingeschicdencn körperliche Leiden tvaren dieser Mann, der bis in die letzten läge seines Lebens hinein die für ilm größte Freude genießen tonnte, anderen Menschen zu dienen, andere zu beglücken, ist als ein voit Gott Geliebter von dannen gegangen. Sein Andcnkeri ivird eilt gesegnetes bleiben. Feuilleton. Getreu bis in den Tod. ~s) Von Maurice Ma^on Es war ein wilder Aufschrei, aus dem eine Welt von Empfindungen sprach, dann lagen die Brüder einander in den Armen und hielten sich in langem, brüderlichem Kusse fest umschlungen . . . Kaschka traute ihreil Augen kaum. Hat nicht die Exeellenz den jüdischen Zauberer umarmt und