Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 46 (10.6.1897)
- Date
- 1897-06-10
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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895 4. Der Kropf. — Anführung der Vögel, welche ihn haben — und die Abhäutung des Magen per sftja uapipi. 5. Taxonomischen Werth dieser Merkmale und der Systematik. — Vergleiche mit anderen Vogelsystemen. — 6. Erklärung der Mischna. — Das Harmonische Gesetz in Mischna und Talmud angewendet. — Die Mischna ein Vorgänger von Geoffroi St. Hilaire. 7. bis 10. Aufstellung der Klassen. — Vögel mit vier, mit einem, zwei, mit keinem Reinheitzeichen. — — Besprechung des talmudischen Theiles. — Richtige Erklärung der Boraitha tm und Zusammenstellung der cdt.-ct niBiy — soweit dies möglich. Endlich zum Schluß die Tosephta. — Am Schlüsse des Ganzen habe ich vielleicht Gelegenheit in Tabellen eine Aufstellung der gesammten Vögelarten mit Angabe der mno yo'D einer jeden Gruppe zu geben, soweit ich diese Reinheits Merkmale bei den verschiedenen Autoren, Buffon, Nietch und Wagner im Naumann, Tiedeman, Giebel, H. Gadaw, Fürbringer u. a. m. sammelte. In einem zweiten Theil werde ich in sehr kurzer Fassung an der Hand der durch die Systematik eingeführten Vögel und mit Hilfe der Targumim und des Samaritaners unter specieller Berücksichtigung von Aristoteles und anderer griechischer und römischer Classiker zur Bestimmung der Vogelnamen kommen. Ich glaube jetzt noch bemerken zu sollen, daß bei der großen Anzahl Vögel, die es giebt und deren Mannigfaltigkeit, es überhaupt unmöglich wäre, die biblischen Vögel wieder herauszufinden ohne das Aufstellen einer Systematik, d. h. das gleiche Einreihen der Vögel, wie man es damals hatte, oder nur dachte. — Dazu bedarf es vor Allem einer nur beiläufigen Feststellung der mno \htd aller eristirenden Vögel.- Zeitrmgsnachrich < en und Correfpondenzeir. Deutschland. Stratzburg i. E, 'S. Juni. Die durch ihren edlen Wohlthätigkeitssinn allgemein bekannten und geachteten Herren Leder-Fabrikannten Ad ler und Oppenheimer, ersterer Mitglied des israelitischen Konsistoriums des Unter-Elsaß, haben, um das Andenken der am 2. Mai d. I. verstorbenen Frau Amalia Oppenheimer zu ehren und zu verewigen, ferner zur Erinnerung an das 25jährige Geschäftsjubiläum, welches mit dem Sterbetage der unvergeßlichen Gattin, Mutter und Israelitin Frau Oppenheimer zusammenfiel, beschloffen, eine Stiftung zu Gunsten ihrer Arbeiter und Angestellten in Lingolsheim, Straßburg und Berlin zu errichten. Die Stiftung ist vorläufig in der Höhe von 20,000 M. festgesetzt. Hiervon stiftet die Hälfte Herr F. Oppenheimer persönlich zum Andenken an seine tiefbetrauerte Heimgegangene, edle Gattin. Die andere Hälfte stiftet die Firma Adler u. Oppenheimer zur Erinnerunng an ihr 25jähriges Geschäftsjubiläum. Diese Stiftung soll den Namen „Amalienstiftung" führen. Zweck der Stiftung ist. mit deren Zinsen die braven, spar, samen Arbeiter, sowie deren Angehörigen in Unglücks-, Krankheils- und Nothfällen zu unterstützen. Durch diese nachahmungswürdige Stiftung haben die Herren Adler und Oppenheimer ihre, auch den Lesern des „Israelit" rühmlichst bekannte, loyale und menschenfreundliche Gesinuung gegen ihre Angestellten, die sie nicht als die bepb dbv m fl» peweri onny, sondern als Förderer des Handwerks und der Kunst, als wesentlichen Bestandtheil des Aufschwunges ihrer weltberühmt gewordenen Fabrikationen betrachten und behandeln, von neuem bewiesen. Daß in einer solchen Fabrik, in welcher nicht nur für ihren eigenen Aufschwung, sondern auch für das Wohlergehen der angestellten Arbeiter und deren Familien so wohlwollend gesorgt wird, das schönste Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmenden herrscht, ist selbstredend. Die Fabrik wird zwar in der Arbeiterwelt „Judenfabrik" genannt, aber nicht zu ihrem Nachtheil, sondern zu ihrer Ehre und ihrem Ruhme, stolz und glücklich schätzen sich die Angestellten, die sich Angestellte der „Judenfabrik" nennen dürfen. Außer diesem hochherzigen Werk soll Herr Oppenheimer der hiesigen Armenkaffe und dem hiesigen israelitischen Krankenhause bedeutende Summen zum Andenken an seine verstorbene Gattin überwiesen haben. In diesen Tagen ist dem hiesigen israelitischen Krankenhause von der hochherzigen Wittwe des Barons v. Hirsch zu Paris ein Geschenk von 5000 M. zugewiesen worden. Man weiß aber nicht, ob diese hochherzige Gabe aus eigenem Antriebe seitens der hochherzigen Geberin überwiesen wurde, oder auf Veranlassung eines Bittgesuches seitens der vielbesprochenen neuen Verwaltung des israelitischen Krankenhauses, welche die finanzielle Lage dieser bisher in hohem Ansehen gestandenen Anstalt, auf dem nicht ungewöhnlichen Weg des Begehrens zu verbessern suchte. Wenn letzteres der Fall sein sollte, hätte ein großer Theil der hiesigen israelitischen Gemeinde aus ein solches Gnadengeschenk gerne verzichtet. In der letzten Sitzung des hiesigen Gemeinderalhs ist der Antrag betreff der konfessionellen Trennung der hiesigen Mittelschulen, worüber ich unlängst dem „Israelit" Bericht erstattet habe, abgelehnt, hingegen ist ein Antrag, Aufnahme einer Anleihe durch die hiesige israelitische Gemeinde, behufs Vollendung de» Neu-