Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 46 (10.6.1897)
- Date
- 1897-06-10
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2446951-2448705-2448748--44027-2493103- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
r5.',Wl'l,Wluu-l!4 896 bauder Orgel-Synagoge betreffend bewilligt worden. Anfangs dieser Woche wurde dem Herrn Profeffor Dr. C a h n, Lehrer auf der hiesigen Universitär vom Herzog Albrecht von Mecklenburg-Schwerin der Greifenorden 2. Klaffe verliehen. Italien. (A.) Florerrz, 20. Mai. Das hier erscheinende Organ des Jesuiten-Generals, die „Unita Cattolica" bemerkt zu den Telegrammen über die Judenverfolgung in Mostaganem: „Noi siamo ben lungi dalF approvare simili violenze“ („Wir sind weit entfernt davon, solcheGewaltthaten gut zu heißen.") Auch die übrigen Blätter unserer Stadt drücken ihren Abscheu über die Greuelthaten in Mostaganem aus. Amerika. § New-Uork. Die Veranstaltung des Zionistenkongreffes in München hat auch hier das lebhafteste Interesse erregt und zu einer Debatte in derOtffentlichkeit geführt, die weitere Kreise intrressir^n dürste. Während einige Rabbiner der Ostseite erklärten, daß sie auf Seiten der Herzlichen Pläne stehen, wendet sich der bekannte Rabbiner Köhler gegen die Theorien von Herzl und Rordau und seine Ausführungen verdienen die weiteste Beachtung. Er vertritt den Standpunkt, daß man wohl sich für die Kolonisation Palästinas interessiren dürfe, ober durch Einlaffen auf jene natio alen Velleitäten von Herzl nur die legitime Kolonisation schädigt. So lebhaft ich mich erwärmen kann für die Idee, daß die Juden Palästinas wieder zum Pflug und zur Sense greifen sollen, so eifrig ich dafür eintreten kann, daß die russischen Juden zu einem mehr oder weniger großen Theile nach Palästina geführt werden, um dort Bauern zu werden, aber ich kann, sagt Köhler, nicht ein Vorhaben unterstützen, einen jüdischen Staat durch einen Beschluß der Großmächte gründen zu lasten, denn dieser Plan widerspricht ebenso sehr dem jüdischen Gesetz, welches einen persönlichen Messias verlangt, wie der gesunden Vernunft, die beweist, daß Staaten nicht durch papierene Beschlüste begründet werden können. Diese Ausführungen von Köhler finden ziemlich allgemeinen Anklang und die Beiheiligung an dem Kongreß in München dürfte aus Amerika wenigstens auf sehr wenig bedeutende Kreise sich beschränken. > Vermischtes HabSheim (Ober-Elsaß), 23. Mai. Vor einigen Tagen hatte ein Geistlicher auf der Straße von hier nach Sierenz die Summe von 240 Mk. nebst Portefeuille mit werthvollen Papieren verloren. Unser Glaubensgenosse Herr G. Pollak von hier war der glückliche Finder und übermittelte noch an demselben Tag den Fund dem Eigenthümcr. Auf die Frage des Geistlichen, wie viel Finderlohn er beanspruche, antwortete der redliche Finder: „Ich beanspruche gar keinen Finderlohn, mein Lohn besteht in dem glücklichen Bewußtsein, ein göttliches Gebot und eine menschliche Pflicht erfüllt zu haben." Ueberrascht und gerührt von einem in einem Dorfe lebenden jüdischen Handclsmanne solche uneigennützige Worte zu hören, klopfte der Pfarrer dem Herrn Polak auf die Schulter und sagte zu ihm: Herr Polak, durch Ihre edle Handlungsweise, die mich offen gestanden au!s Höchste und Angenehmste überrascht, haben Sie sich, Ihrer Religion und Ihren Glaubensgenossen Ehre und Ansehen verschafft. Ich werde Läe meinen Pfarrkindern als Muster und Vorbild eines ehrlichen, redlichen und rechtschaffenen Menschen vorstellen und Ihrer stets in Hochachtung gedenken. Mstlk KikbllW kjskll es gern. 1 Ein nahrhaftes und liebliches Gericht läßt sich leicht durch einfaches Kochen der Milch mit Mondamin bereiten. Eine solche Nahrung ist leicht verdaulich und reizt durch den eigenen Wohlgeschmack des Mondamin Kinder und Kranke zu weiterein Genuß. Es ist so ergiebig, daß nur wenig Mondamin zu nehmen ist, und stellt sich daher nicht theurer als gewöhnliches Mehl. Bei Nahrung für Kinder und Kranke ist dieser Port eil besonders gut angebracht. Mondamin ist überall zu haben in Packeten -i 60, 30 und 15 Pf. ■^%**»* wird heute beinahe in jeder Haushaltung zu finden sein : wie praktisch deren Verwendung ist, weiß jede Hausfrau zu schätzen; ähnlich wie bei Bezug von "wz-Gänsen, Gänsefett, Wurstwaaren :e., sagt sich da die Käuferin, es ist ein "ILO-Stempel dabei, ich beziehe es von einem Hin’, ich bin legitinnrt. Wenn wir aber nnsern Haushalt streng "itso führen wollen, so müssen wir auch dafür sorgen, daß wir wissen, von ivem wir die Koscher Seife beziehen; derKoschcr-Stcmpel ist ja rasch beigedruckt! Sehen wir^uns mitunter eine Seifenfabrik an; hier steht ein Faß mit Lchweinfett, dort ein Kessel mit Elain, nebenbei eine Tonne Talg u. s. tu. Wenn wir aber ruhig sein wollen, daß unsere Koscher Wasch-, Schmicr- oder Mandelseife aus reinent Eocosöl hergestellt ist, dann müssen wir vor allen Dingen unser Vertrauen dem Seifensieder schenken! Wir wollen hier weder das eine noch das andere Fabrikat empfehlen, geschlveige denn ju schädigen suchen, aber bei Erihc'ünng von Referenzen soll, en die Herrn Rabbiner überzeugt sein, das; die Bereitung der Koscher-Seisen in separaten Räumen und noch besser unter Ausschluß aller andern Sorten vor sich geht. (3335 Veritas. Zuruckgesetzte Stoffe wegen vorgerückter Saison. 7 Meter Sommerstoff . ... z. ganz Kleid für M. 1.95 Pfg. 6 „ soliden Stoff . . . . * „ „ „ „ 2.40 „ B „ Sommer-Nouveaute, dpplbrt. „ „ „ „ 3.00 „ 6 „ Alpaka-Panama . . . „ „ „ „ „ 4,r>o „ 7 „ Prima Mouselinelaine gar. reine Wolle z. Kleid „ 5.25 „ Ausserordentl. Gelegenheitskäufe in modernsten Wollu. Wasclistoffen. - zu extra reduzlrten Preisen - versenden in einzelnen Metern franco in’s Haus. Muster auf Verlangen franco. — Wodebilder gratis. Versandplans: Oettinger & Co., Frankfurt a. M 8eparat-Abtheilung für Herrenstoffe. Buxkinz. ganzen Apzug M. 4.05 Pf. Cheviot z. ganzen Anzug M. 5.86 Pf.