Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 46 (10.6.1897)
- Date
- 1897-06-10
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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^-95» v' 894 mit den gleichen Reihen und Ordnungen wieder hergestellt und die meisten Vögel können aufs genaueste wieder bestimmt werden. — Ob das talmudische System, für die mehr als 13,000 Vögel-Arten, die man kennt, in Anwendung gebracht, nicht doch feine Dienste versagen würde, laste ich schon darumIdahingestellt, weil ja in ihm in erster Linie aus den Unterschied zwischen „rein" und „unrein" Bezug genommen wird. Bezüglich der Bestimmung der unreinen Vögel gelangte ich mit Hilfe der Systematik zu folgendem Ergebniste: Von 20 in der Bibel als unrein angeführten Vögeln sind es etwa ein halbes Dutzend, deren Namen aus verschiedenen Gründen als bekannt vorauszusetzen sind. — Von den übrigen ergab sich fast überall da der Name von selbst mit absoluter Genauigkeit, wo der Talmud nebst der systematischen Feststellung eine nähere Erklärung beifügte. So ist es sehr interestant die talmudische Abhandlung zu verfolgen, bei der Entwickelung von ehe, und nw und —deren speziellen Charakterisirung; in der Tosephta wird dastelbe auf eine andere Art vorgenommen, und zwar weisen die Worte MDB DTtn Tfy ba nnu sjim mw vaxx & L>'L> ^2 allein aus diese Vögel hin. — Nicht weniger Interesse bietet die nähere Bestimmung der durch die Systematik eingeführten Vogelnamen, dort wo es mit Hilfe der beigesügten Erklärungen geschehen kann; so wird z. B. der am zum Racken, coracias gamila, L. auf Arab. «pnpiD, ebenso ftonatyan; — und der rjww in Talmud und den Targumim als uvw'p bezeichnet, entpuppt sich als Ziegenmelker, mulgus L. — Diesmal wieder mit dem arabischen 2BiBp übereinstimmend. — Eine Eulenart konnte vpw schon aus dem Grunde nicht sein, da 012 die Eule bezeichnet und wie der Talmud sich ausdrückt, nur die einzelne Gattung, nicht aber die Art besonders angeführt in der Bibel sei. — Die Tosephta übrigens: p-n 11M2 ^2 vfypi «apip, womit ein Unterschied gemacht wird zwischen Schwalbenartigen Vögeln, deren inneres Magenhäutchen sich leicht loslösen läßt, urtb den Caprimilgus der einen Hautmagen besitzt, weist nur auf diesen Vogel hin. — Doch ich verliere mich in Punkte, die noch nicht hieher gehören und später ihrer Erledigung entgegen sehen. — In Bezug der weiteren talmudischen Vogelbestimmungen, gibt es einige, wobei uns der Talmud nur einen griechischen Vogel - namen beifügt, der selbst noch unbestimmt ist; doch läßt sich erwarten, daß deren Bedeutung mit Hilfe der Charakterisirung festgesetzt werden kann.- Nur allein bei qn» und Bonn läßt uns der Talmud ganz ohne Nachricht und wir sind auf die Wortbedeutung angewiesen. Im übrigen schließt die ganze talmudische Abhandlung der u"n "i mmi u'jiv Chulin 61 wo es sich um Vögel mit sehr anormaler Stellung der mro »jb»d handelt, auf das natürlichste an die Vogelwell an. Bei jeder einzelnen talmudischen Frage und deren Beantwortung hat der Talmud immer genau umgrenzte Vogelgruppen vor Augen, durch deren Naturell und Nahrungsart die gestellten Fragen angeregt zu sein scheinen. — Bei der nothwenoigen Besprechung werde ich die betreffenden Vogelarten nebst deren Ernährungsart der Charakterisirung beifügen. — In der Behandlungsweise des talmudischen Stoffes ist diejenige von sjbi» 12 wo "i die einzig richtige. — Sieh : popn besonders «atn wrn u. a. m. zur Stelle. — Aus Mangel an hinreichend Vogelmaterial fehlt Manches aus der Spezialausführung. — Der von vaoi gestrichene Satz p dm 's ncb jumeö mtny im» ist aufrechtzuhalten. — Es ist sehr zu bedauern, daß die rmn; 'L'v'n auf Chulin von Rabbinowitz noch nicht erschienen ist. da die richtige Lesart, doch nicht genau festgesetzt werden kann. — Auf der folgenden Seite, wo durch eine Correctur in der Boreitha nvj gelesen wird arm öno, ist mit dieser Lesart nicht ausgekommenmeine Qan$e Arbeit würde dadurch zur Unmöglichkeit -es muß wieder auf snv -2"' zurückverbestert werden. — Siehe wbdvi daselbst, sie hatten die richtige Lesart noch vor sich, (Chulin 61 b) und viele Spätere auch. — Besondere Aufmerksamkeit verdient die Tosephta, theilweise im Talmud angeführt, Chulin 68 1, — jeder einzelne, der darin angeführten Punkte ist von größtem halachischem und wissenschaftlichem Werth. Folgendes sind die Punkte, die nothwendiger Weise eine Besprechung fordern, um zu einer populären Aufstellung der Vogelreihen (Systematik) und mit derer Hilfe zur Bestimmung der biblisch unreinen Vögel zu gelangen. Ich werde jeden Punkt in einem besondern Abschnitt behandeln, und zwar in folgender Ordnung: 1. Geschichtliches; — die talmudische Systematik; das Aufstellen der vier Charakterzeichen aints W'v. 2. Das Krallen der Vögel. — md-*h. 3. irwn V2LM — Der übrige Finger. — Dieser Punkt blieb bis jetzt unbestimmt, was eigentlich der übrige Finger ist; die bisher versuchten Lösungen haben alle versagt; das, was man dafür annahm, die bis jetzt probirten Aufstellungen sind alle auch in der Vogelwelt von zu großer Bedeutungslosigkeit, um in irgend einem System von Bedeutung zu sein. -Dies hat mich veranlaßt in einer anderen, der Vogelwelt bedeutungsvolleren Richtung die Lösung zu suchen uud zu finden.-So weit meine Untersuchungen gehen, bewährt sich meine Festsetzung in der ganzen Vogelwelt. —