Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 40 (20.5.1897)
- Date
- 1897-05-20
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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740 Krankenhauses und der öffentlichen Meinung Rechnung I zwei Pflegerinnen wurde ebenfalls durch Verlesung tragenden Verwaltung ausgeglichen werden wird. der Sitzungsprotokolle festgeftellt, daß sie keinen An- Bestärkt wurde diese berechtigte Hoffnung durch laß gehabt hätten, ihren Dienst zu kündigen, wie sie eine öffentliche Danksagung seitens der früheren und es dennoch durch ihren Brief thaten. Div Verwaljetzigen Kranken des Krankenhauses an die ausqetung sei nur bestrebt gewesen, eine geordnete innere schiedenen Aerzte und Pflegerinnen. Seit Wirthschast zu führen, um den alljährlich sich wiederder ordentlichen Generalversammlung des Krankenholenden Fehlbeträgen Schranken zu setzen, damit Hauses, die heute vor acht Tagen in den Räumen die Anstalt stets in der Lage sei, arme Kranke under Anstalt, unter dem Vorsitz des Präsidenten des entgeltlich aufzunehmen. Er verwahre sich dagegen, neuen Verwaltungsraths L. Bauer, ConsistoriumSdaß auf Kosten der Kranken ein gewisses Sparfystem Mitglied stattfand, ist diese Hoffnung gescheitert und eingeführt worden sei. Die Verlegung der von unser Krankenhaus steht heute noch auf demselben Profeffor Dr. Z ti lling geleiteten Augenklinik nach beklagenswerthen Standpunkt, auf welchem es beim dem St. Barbarklofter sei tief zu beklagen; es sei Ausbruch des Streites stand. Nach Eröffnung der dies nur auf bedauerliche gegenseitige Mißverständ- Sitzung, die in Folge mangelhafter Bekanntmachung nisie zurückzuführen. Er wolle auch nicht unterlassen, seitens des neuen Verwaltungörathes so schwach die hohen Verdienste zu erwähnen, welche sich dieser besucht war, daß von den 400 Protest-Unterso rühmlichst bekannte Professor durch sein Wirken schriebenen nur sechs erschienen, verlas Herr in der Anstatt erworben, zu deren guten Ruf er so Bauer, den Jahresbericht, aus welchem hervorviel beigetragen. Hierauf ergriff Herr David Levy, geht, daß die finanzielle Lage eine erfreuliche ist. In der hiesigen orthodoxen Gemeinde, das Wort der Anstalt wurden während des verflossenen Jahres und unterzog in einer längeren Rede nur diejenigen 12 arme Kranke mit zusammen 526 Verpflegungs- Maßnahmen der Verwaltung einer Kritik, welche die tagen unentgeltlich ausgenommen, zum Schluß sprach letzten unliebsamen Vorgänge betreffs der Aerzte und er den Freunden und Gönnern der Anstalt den herz- Krankenpflegerinnen im Gefolge hatte. Er stellte es lichsten Dank aus, für die vielfache Unterstützung im besondern als unmöglich hin, daß die in früheren und Förderung, welche sie der Anstalt erwiesen, dieser Dank Jahren viel größer gewesenen Ausgaben im Etat getteinsbesondereden Professoren und Aerzten, welche sich! des Krankenhauses einzig und allein durch die langin edelmüthiger Weife in der Krankenpflege ausge-! jährig erprobten und jüngst ganz plötzlich entlassenen zeichnet haben. Auch zollte er seine Anerkennung den Pflegerinnen hervorgerufen seien, daß vielmehr das Collegen vom Verwaltungsratbe und insbesondere Sparsystem bereits unter der früheren, inzwischen dem früheren Inspektor Dr. med. Cers Levy und verstorbenen Frau L o e b begonnen habe, und daß dem jetzigenJnspector Moise Levy für ihre that- I auch der jetzige Inspektor der Anstalt schon damals kräftige Unterstützung. Hierauf verlas der Schatzthätig war. Sowohl unter den Aerzten und den meister Herr Leon Schwartz, Consistoriumsmit- I Krankenpflegerinnen, als auch unter den Patienten der glied, den Rechnungsbericht vom verflossenen Ge- Anstalt habe stets bestes Einvernehmen geherrscht. schäftSjahr, woraus sich ergibt, daß das AnstaltSver- Infolge dessen sei es sehr auffallend, daß nunmehr mögen sich um 11173 M. erhöht hat. Nach Be-! plötzlich Mißhelligkeiten zwischen der Verwaltung und endigung dieses Berichts nahm Herr Bauer abermals dem Personal eingetreten seien, welche in die OrddaS Wort und führte ungefähr Folgendes aus: Mit I nung des Spitals störend eingegriffen hätten. Da, Rücksicht auf in den Blättern verbreitete tendendiöse wie aus dem Referate des Präsidenten Bauer her- Gerüchte, welche auch mittels anonymen Zuschriften vorgehe, der bekannte unliebsame Zwischenfall mit verbreitet worden seien, sehe er sich veranlaßt, den Professor Dr. Stilling auf einem gegenseitigen Mißwahren Sachverhalt auseinander zu setzen und freue Verständnisse beruht habe so sei es äußerst befremsich, daß ihm die heutige Generalversammlung Gedend, daß die Verwaltung infolge dessen nicht den legenheit hierzu bietet. Durch Vorlesung der bezüg- Weg zur Aufklärung derselben eingeschlagen habe, lichen Sitzungsprotokolle versuchte er es festzustellen,! da sie sich sagen muffe, daß die übrigen Aerzte, daß der Verwaltungsrath den Austritt des bisherigen welche sich mit ihrem Collegen für solidarisch erklären, Verwaltungsmitgliedes und Anstaltsarztes I)r. med. ebenfalls die Zuführung und die Behandlung der G. Levy durch alle möglichen Mittel zu verhindern! Kranken in das Krankenhaus unterlassen würden, gesucht habe. Daß dieser Austritt dennoch erfolgt Nachdem Herr David Levy noch einige Cultusfei, werde in höchstem Maße bedauert, um so mehr, angelegenheiten bemängelt, schloß er mit derHervoralS Dr. G. Levy feit der Gründung der Anstalt sich Hebung, daß, nachdem das Geschehene nicht mehr zu hohe Verdienste, sowohl als Verwaltungsmitglied ändern sei, es die Pflicht aller dabei Jnteressirenden wäre, als auch auf dem Gebiete der unentgeltlichen Kranken- Mittel und Wege zu finden, um den Professoren und pflege der Armen erworben habe. Bezüglich der I Aerzten Genugthuung zu verschaffen, um dieselben