Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 35 (3.5.1897)
- Date
- 1897-05-03
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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666 kommen, die Dagesch'Gesetze de» ^0212 an dieser Stelle erläutern zu müssend) Freilich die Schewa'losigkeit de» “oymr6 ist nicht zu entschuldigen, sie ist aber auch nicht beabsichtigt. Ich bin eben ein schlechter Korrektor. Es stehen übrigen» noch mehr Fehler drin,4 5 *) z. B. st. (S. 13), u. z. auch ganz konsequent. Hier kann ich dem Herrn Rezensenten nur danken, mich auf da» Schwa-lose 'istTmb aufmerksam gemacht zu haben. Sollte eine neue Auflage erscheinen, so wird da» natürlich verbessert, während ddi u. dgl. stehen bleiben würde, obgleich man auch in diesem Punkte verschiedener Ansicht sein kann. So lange nicht» weiter dagegen vorgebracht wird, halte ich da» Gegebene für pädagogisch richtig. — Wie leicht man dem Jrrthum unterworfen ist, da» hat Herr Rezensent an sich selbst in seiner Besprechung erfahren müssen. „HerrDr. G. übersetzt" — so sagt der Herr Rezensent •n pan ,,E» ist der Wille de» Ewigen, daß wir uns üben in seiner Lehre" und ebenso später: ot „wer sich übt;" er übersetzt also den Wen mit: „sich üben", während er unmittelbar darauf den Wortlaut der Gebettextes wieder einführt und diese» mit, „daß du un» übtest," übersetzt läßt." Da» ist ein Jrrthum so kolossaler Natur, daß er eben auf» beste beweist, wie man beim Menschen eben zu jeder Zeit einen Jrrthum nicht ausgeschlossen halten sollte. Ich übersetze nämlich nicht den bw mit „sich üben", sondern nur den Hiphil in Verbindung mit ««, „sich." b'inn übersetze ich mit „üben", folglich mit „sich üben," nicht reflexiv, sondern transitiv, und darum „daß du un* übest." Nicht der Hiphil an sich hat hier die reflexive Bedeutung, 4) Die Abweichungen von Grammatik und Orthographie, die ja mit Ausnahme des “QyntCM7 Druckfehler fein könnten, hatte ich, wie aus meiner Besprechung ersichtlich, nur nebenbei erwähnt. Nachdem aber der Herr Vers, die inkorrekten Formen zu rechtfertigen sucht, unterlasse ich nicht zu bemerken, daß es meine» Erachtens keine Verwirrung Hervorrufen würde, wenn an den betr. Stellen nv anstatt nv stände und die Uebersetzung in Parenthese wiederholt wäre, wie ja auch z B. mehrmals (S. 1, 2,4) übersetzt wird. Im schlimmsten Falle könnte der Schüler und für verschiedene, nicht verwandte Vokale halten, was er auch bei und „nicht" thun wird. — Außerdem hat der Herr Verf. bei der Form <1° (Seite 15 und in *193) und auf Seite 15 sogar bei *9 sich vor der gleichen Verirrung nicht gefürchtet. Ebenso bedürfte es auf der Unterstufe keines Eingehens auf die 1"xoi"22-Regeln, seldft wenn man dem Kinde die unrichtige Form vM, durch vlvz (ohne Dagesch) ersetzen wollte. Darum wird es pädagogisch richtiger sein, dem Kinde die durch das Auge geförderte Gewöhnung an die falschen Formen zu ersparen.! 5) DaS habe ich deutlich genug gesagt; s. den Schluß des vorletzten Absatzes meiner Besprechung.! sondern weil da» reflexive Objekt uaap ausdrücklich daneben steht. —8) Ebenso ist mir die folgende Bemerkung de» Herrn Rezensenten unbegreiflich: „Ebenda wendet er, ohne jeden Grund wechselnd, die verschiedenen Konjugationen de» Zeitwortes pan in vollkommen gleicher Bedeutung." Da» kann auch nur ein Jrrthum des Herrn Rezensenten sein. Ich übersetze (S. 11) also bp mit: „und (daß wir) anhänglich seien", dagegen also den byr> mit „und mache uns anhänglich." S. 12 übersetze ich „und er lasse uns festhalten," also wieder der Piel-Bedeutung gemäß. Ich habe also die verschiedenen Konjugationen von ,721 nicht in gleicher Bedeutung angewandt. 7) Bedarf es noch der Rechtfertigung gegen den Herrn Rezensenten, daß ich, um der Monotonie zu entgehen, auf die Frage ijnmsai uro larane* no anstatt der negativen ban, wie oben, die positive Fassung gab: wima unn unyw’ rh wpbs i? Ich meine, das sei pädagogisch, um Wiederholungen zu vermei» den,^), und religiös, um die Ueberwindung des bsn durch Gott zu zeigen9), doch so wohl begründet, daß es keiner weiteren Vertheidigung bedarf. — Außer den hier erledigten Punkten hat der Herr Rezensent noch zwei Einwände gegen mich. Erstens : aus meiner 3. These — „das sogen. „Gebetübersetzen" muß darum ganz und voll zum Mittelpunkte unseres Religion»unterrichtes gemacht werden" — wird der Schluß gezogen, daß ich auf vwin-Unterricht keinen so großen Werth lege und den Gottesdienst, 6) Nach dieser Aufklärung ist allerdings mein Vorwurf der Inkonsequenz nicht ganz verdient Allein abgesehen davon, daß ich auch dem Verfasser des „Morijah" nicht glaube, daß seine Worterklärung vor dem Forum des Sprachgefühls bestehen kann, gebe ich zu bedenken, daß das oben so gewissenhaft berücksichtigte „pädagogische" Verlangen der Formgleichheit die Wahl von uniN statt UD3J? hätte verbieten müssen, daß darum die Ansdrucksweise durchaus nicht so einwandsfrei ist, wie der Herr Verf. sie erscheinen lassen möchte. Höchstens formte lJHW — „uns" durch das Vorkommen derselben Vokabel auf S. 5 und S. l2 und aus dem Bestreben, vor Verirrung zu schützen, gerechtfertigt werden. 7) P27Ji (Ste 11, Zeile 3 v. u.) kann nichts anderes als eine Niphal-Form sein, also wendet der Herr Verf. den Kal und den Niphal „in vollkommen gleicher Bedeutung" an, q. e. d, 8) Oben war ein Dagesch „für das klare Verständniß" unentbehrlich und die Pädagogik verlangte daher vollständigste Gleichheit selbst in den kleinsten Formeinzelheiten. Hier ist Gleichheit („Wiederholung" liegt nicht vor, sondern nur formale Ähnlichkeit der Sätze mit ganz verfchiedenen Subjekten) — „M on otonie" und darum „unpädagogisch!!" 9) Für den Schüler der Unterstufe kann auch inhaltlich nichts einfach genug sein; nur wenn dem Kinde der Gedanke „der Ueberwindung des 72,1 721 durch Gott" zum Bewußtsein kommen sollte oder könnte, wäre die Umwandlung des Textes in einem Schulbuche — vielleicht möglich