Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 20 (11.3.1897)
- Date
- 1897-03-11
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2446951-2448705-2448725--43530-2492583- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
376 schäften aufsuchen"/2) fca auch darin die Komosfeier bestand. ^>-' 'b ’xS'-n'K pa io» torocn. bx'ßv aber meint, es ist darunter ein spezielles Verbot gegen das Aufträgen des Nachtisches") (pE'snxan nt) wie es die Bacchanten zu thun pflegen, pa-a cn in Jeruschalmi aber behauptet, die n^a wollte damit nur Musik und Gesang „angenehme Unterhaltungen" (also wie 21) verbieten, da auch diese bei einer dem Komos zu Ehren veranstalteten Feier stattgefunden haben. Im wesentlichen aber sind sie über die Etymologie des Wortes im Klaren, und ihre Ansichten gehen nur in sofern auseinander, als jeder eine andere von den Komos zu Ehren üblichen Cermonien verbietet,") aus den Gründen, die der u -an und nn anführen. Komos wird nur deßhalb als Beispiel angeführt, weil die „Art und Weise der Komos-Verehrung" allgemein bekannt waren. Zeitungsnachrichten und Correfpondenzerr Deutschland. E.R. Berlin, 7. März. Die heutige Sitzung der Repräsentanten der jüdischen Gemeinde wurde mit der Zuwendung der Erben des Hrn. W. Hagelberg eröffnet. Demnach erhält die Alterversorgungsanstalt 5.000 M., die Armenkommission 5,000 M. und die Clara Hagelberg Stiftung 30,000 M., ferner haben die Kinder des verstorbenen Ehepaares Eduard und Pauline Mende der Alterversorgungsanstalt 12,000 M. zugewandt. Die Baukosten lür die Synagoge in der Lützowstraße im Betrage von 500,000 M. 75 Pf. werden genehmigt. Die Vorlage betr. die Beiträge der Koscherfleischhändlerzum Pensions- und llnterstützungsfondtz werden einer Specialkommission von Repräsentanten zur Prüfung überwiesen und für die Errichtung einer neuen Beamtenstelle in der Armen inspeclion Fürsorge—Commission 1500 M. beantragt. Zur Ausbesserung der Thorarollen werden für die alte Synagoge 350 M., für die neue Synagoge 180 M. ausgeworfen. Nachbewilligt werden die Ausgaben für Neubau eines Schuppens auf dem Grundstück des Krankenhauses und für den Umbau des Luftheizungsapparats der Allerversorgungsanstalt in der Schönhauser Allee. Bei Punkt 0 der Tagesordnung: Bewilligung eines Beitrags für das jüdische Mädchen- 12) □ “38BH .HIDIOQ «BQ HDZi! ‘TD'tob TN NDtH. 13) ncsn Qpv «DD "ON’ N7I7. 14) Davon mag auch der Gebrauch herrühren, am llOE- Abend durch Verzehrung eines Stücken ns>D, iDip’DN genannt, die Tafel als aufgehoben zu erklären, zu zeigen, daß etwas anderes als Dessert nicht dienen darf wegen TIN JH’DED ]’N pip’EN nD5n, daher der Name pip’EN. (Bergt. auch YN„ "an "tin P’ösd.“) stist in der Münzftraße entsteht eine längere Debatte. Während man auf der Seite des Vorstands der Ansicht huldigt, derartige Institute der Privalwohlthätigkeit zu überlasten, sind die Nepräfentanlcn der Ansicht, daß man mit gleichem Maße messen müste. Ganz besonders tritt Herr SanitätsrathBlumenthal für den Antrag ein. indem er einen Nothstand in den Allsgaben nachweist. — Herr Justizrath Tiktin betont, daß er die Verdienste des Herrn Justizraths Makower für das Mädchenheim in Pankow nicht schmälern wolle, eine Verwaltung könne aber bei Geldbewilligungen keinerlei Rücksicht nehmen, wer an der Spitze stände, denn die Personen können wechseln. Da man dem Institut in Pankow 6000 M. bewilligt habe, so müste man auch das Mädchenstift in der Münzftraße unterstützen, er beantrage die Sache zur näheren Begründung an den Finanzausschuß zu überweisen. Ferner hatte der Gemeindevorstand beantragt für das Erziehungshalls in Pankow das bisherige Provisorium auf 3 Jahre zu verlängern und nur einige wichtige Punkte des Reglements zu ändern, besonders das Wort Erziehungshaus iu Waisenhaus umzuwandeln. Auf Antrag des Herrn Justizraths Tiktin wird die Angelegenheit einer gemischten Cornmission überwiesen. München, 5. März. Von der Verwaltung der israelitischen Cultusgemeinde dahier erhalten wir folgende Zuschrift: „Wir erlauben uns auch heiler wieder an Sie das Ersuchen zu stellen, die Leser Ihres verehrlichen Blattes auf die vor einigen Jahren hier ins Leben gerufene Jett chen Mttller'sche allgemeine W 0 h l t h ä t i g k e i t s st i f t u n g aufmerksam 51t machen. Aus dieser Stiftung steht Heuer ein größerer Betrag zur Verfügullg, welcher nach dem Willen der Stifter zur Förderung und Unterstützung von Erziehungs-, Unterrichts-, und Wohlthätigkeits-, sowie sonstigen gemeinnützigen Zwecken innerhalb des Judenthunrs gewidmeten Einrichtungen und Veranstaltungen, ferner zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Glaubensgenossen und für Besteruna der bürgerlichen Stellung der Juden, ohne Rücksicht auf Ort ilnd Land zu verwenden ist. Gesuche sind bis spätestens 1. April l. I. bei der obigen Kultusverwaltung einzureichen. Stratzvurg Die hier erscheinende „Post" schreibt: (Arbeit und Arbeiter im Talmud.) Industrie und Kunstgewcrbe stand höher als der Handel. Bezalel und Ahaliab. die Baumeister der Stiftshüte, galten als vom Geiste Gottes besonders erfüllt. Doch auch diese Thätigkeiten bilden nicht die eigentliche Grundlage des Staates. Die blieb der Ackerbau. Nicht die Geld-, sondern die Feldwirthschast war das Fundament, auf dem das Gebäude ruhte. So sehen wir: die ganze Tendenz der mosaischen Gesetzgebung geht nicht auf ungenlesscne Vermehrung, sondern aus