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Der Israelit · 1897-03-11 · Heft 20 (11.3.1897) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 20 (11.3.1897)
Date
1897-03-11
Page
– (sequence 6)
Language
German
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372 sowie als Religionslehrer an den Mittelschulen, überall mit Eifer für seinen heiligen Berus, aber auch geliebt und geehrt von der Gemeinde und von seinen Schülern. Bulgarien. Sofia. Eine Deputation von Notablen der hiesigen jüdischen Gemeinde suchte kürzlich den bulgarischen Patriarchen auf, um seine Aufmerksamkeit auf die zahlreichen Blutbeschuldigungen zu lenken, die in letzter Zeit in Bulgarien hervorgetreten sind. Der Patriarch forderte Die Deputation auf eine Petition an die bulgarische Synode zu senden und sicherte dieser die wohlwollendste Behandlung zu. Es sei ja nicht der geringste Grund zu der Behauptung vorhanden, daß die Juden Blut für rituelle Zwecke brauchten. England. London. Unter großer Feierlichkeit wurde hier der Grundstein der South Hackney-Synagoge durch Lord Rothschild gelegt, dem bei dieser Gelegenheit große Ovationen dargebracht wurden, auf die er in kurzer Anrede erwiederte. Eine große Versammlung fand kürzlich unter dem Vorsitz des Obersten Goldsmid statt. Um den Gedanken, der seinerzeit den Klub der Maccabaeans veranlaßte, die jüdische Knabenbrigade zu organisiren, in weitere Kreise zu tragen, war diese Versammlung einberufen, und sie hat alle Erwartungen erfüllt. Eine Reihe jüdischer Offiziere und andere angesehene Persönlichkeiten drückten ihre Uebereinstimmung mit diesen Gedanken aus und die Versammlung wählte sofort ein Eomitö, das ähnliche Organisationen bei allen jüdischen Schulen Londons in das Leben rufen soll. Literarische Gerichte irasntiS rfe 'pce X snem: ') 'Xfl'Sn |"TX ISO X"N' px “rn rn*? n'E"iü irrrSn TO'N ctr rrc^n - Selbstverlag des Herausgebers Markus Chajes Krakau. Das Wiedererscheinen aller werthvollen Schriften unserer e'jwi, dem wir in der Gegenwart häufig begegnen, ist nach verschiedenen Seilen hin ein erfreuliches Zeichen der Zeit. Abgesehen von dem Werth der edirten Schriften an und für sich, die vollständig vergriffen und dadurch so gut, wie nie vorhanden waren, jetzt aber wieder der Benützung und Verwerthung zugänglich sind, abgesehen davon, ist die bloße Thatsache des Erscheinens derartiger Schriften, ein Beweis dafür, daß sie verlangt und benützt werden, kurz, daß Thora gelernt wird. Die Editoren sind gewöhnlich unbemittelte Leute, welche durch Publikation eines selten gewordenen iss ihre prekäre Lage zu verbeffern hoffen. Das erste der hier veröffentlichten ist allerdings bereits im Jahre rH-n in neu erschienen; die beiden anderen seltenen Schriften sind aber in der That seit Jahrhunderten nicht wieder gedruckt worden. Der Verfaffer des nenr 'n t: konnte von dem Herausgeber nicht einmal ermittelt werden, da ihm ein defektes Exemplar vorlag, nach dem er den Neudruck besorgte. Die Schrift wird unter dem Namen pcmnp im "bw ’□ rpv r:- wiederholt citirt. Auch die dritte Schrift findet sich im 0*^ to spr m erwähnt. Es bedarf wohl nur dieses Hinweises, um Kenner und Freunde unseres heiligen Schriftthums zu veranlaßen diese Schriften zu kaufen, deren berühmte Autoren jede weitere Empfehlung überflüssig machen. Unter Vorbehalt der eingehenden Besprechung wollen wir heute nur das Erscheinen einer prächtigen „H a g a d a h s ch e l P e s a ch" genannt, ncan “ d c anzeigen. Es wird rvohl genügen, wenn wir bemerken, daß dieselbe zwei Erklärungen, eine von Rabbi Ab. Sam. Benjamin Sofer. genannt Kesaaf Sofer und eine Erklärung von Rabbi Jsak Löb Sofer, genannt Sofer Mehira, ferner eine Erklärung des Chad-Gadjo vom Chatam Sofer enthält, um dem Büchlein den größtmöglichen Absatz zu sichern, zumal in diesem Jahre, soweit uns bekannt, keine neuen Hagadahs erschienen sind. Herausgeber ist Jacob Josef Friedmann, Droh0bycz, Galizien. Der Preis des Werks ist uns leider nicht bekannt. ix— tt™ -to p^n mEVT 7181251 1BD .pa’nxtwcxrt p'p~ t-x (Selbstverlag des Verfassers: Oberrabbiner E. Deutsch in Hanusfalva, Ungarn, Eon. Sazos.) Das vorliegende Werk enthält eingehende, viel umfassende Behandlungen complicirter talirrudischer Themata und zerfällt in 4 Therle: irr? pra w D’-iyian lyu* ,ptr-p* ptr; rr nytr 2'":p, welche die Erörteruna einer großen Zahl von 77"'? zum Gegenstand haben. Am Ende sind noch einige rrrcw n£xp angesügt. — Als Einleitung gehen dem Ganzen einige agadische Abhandlungen voraus, welche für diejenigen Leser berechnet sind, welche nicht in der Lage sind dem scharfsinnigen, gelehrten Verfaffer in den verschlungenen Pfaden seiner halachischen Untersuchen zu folgen. — Der erste Theil des schon vor einigen Jahren erschienenen Werkes ist uns leider nicht zu Gesicht gekommen. Aber der vorliegende zweite Band zeugt hinlänglich für die Versicherung des Verfassers von der günstigen Ausnahme, die sein Werk bei seinem ersten Erscheinen bei den Kennern der talmudischen Wissenschaft gefunden. — Möge der

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