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Der Israelit · 1897-02-25 · Heft 16 (25.2.1897) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 16 (25.2.1897)
Date
1897-02-25
Page
– (sequence 10)
Language
German
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•"^•;wy».tTCTiwiwiw-1 -4w««e«wy3y3^jwwq%w*ji.3»«ug-r f-" (308 pheten Gottes waren erschlagen oder mußten in Höhlen verborgen das Licht des Tages scheuen. Da wendet sich zum ersten Male ein Prophet Gottes an das verrathene Volk. Wie hätte er sinniger Tadel und Anerkennung, Zurechtweisung und Ermuthigung vereinigen können, als durch die Frage: c-x vs iy c’c*von ’ntr hy btsdb. „Wie lange schwankt Ihr noch nach beiden Seiten?" Aber diese Frage war nicht nur an das verführte Volk, sondern auch an seine Verführer, die Baatspropheten gerichtet. Für sie enthielt diese Frage den Vorwurf, daß sie selber nicht an das glauben, wozu sie das Volk verleiten wollen, daß jie äußerlich zwar den Götzen Weihrauch, im Innern aber wisien, daß Gott allein die Größe, die Macht, die Ewigkeit und Majestät, kurz alle Attribute eigen sind, die sie ihren Machwerken andichten. Sie sind betrügerische Heuchler, wenn sie für die eine Seite durch Wort und Thal Propaganda machen, in Wirklichkeit aber nach beiden Seiten hin schwanken. Der fromme Betrug dieser Kreaturen war entlarvt durch die Frage: „Wie lange schwankt ihr noch nach beiden Seiten?" Allen aber sollte diese Frage die Ueberzeugung nahe legen, daß man nicht Gott und dem Baal zu gleicher Zeit dienen kann, daß man sich für den einen oder anderen entscheiden müsse, daß die Verehrung des einen, den Bruch mit dem anderen verlange, daß ein Compromiß zwischen diesen disparaten Gegensätzen ein Unding sei, daß diese Stunde jeden Versammelten vor die Alternative stelle: Gott oder Götze! im cyrr x^ Und das Volk antwortete ihm nicht mit einem Worte! Wie muß das Volk ergriffen, wie muffen seine Pfaffen von ElijahuS Auftreten consternirt gewesen sein, wenn sie dem „extremen Fanatiker" nicht einmal die billigen Schlagwörter entgegen gehalten haben, mit welchen jede Zeit ihr Wanken und Schwanken ausstasfirt hat, um es wenigstens mundgerecht zu machen; wenn sie diesen „Standpunkt" nicht als stabile, ultra-orthodoxe „Zumuthung" indignirt von sich gewiesen und mit ihrem Steckenpferd der „goldenen Mitte" pathetisch über diesen orthodoxen Eiferer zur Tagesordnung schritten! Elijahu schlägt nun ein von ihm und den Propheten des Baal zu bringendes Opfer vor; der Gott, welcher durch Feuer antworten wird, soll als Gott anerkannt werden. Elijahu überläßt seinen Gegnern den Vorrang. „Opfert ihr zuerst", wendet er sich an sie, L':i.i cnx »a „denn ihr seid die Majorität!" Aller Hohn und alle Ironie, mit der dann Elijahu die erfolglosen Bemühungen der Götzenpriester einen Funken Feuer vom Himmel herabzubeschwören begleitet, waren nicht so schneidig und so vernichtend, als die Art und Weise, mit welcher er durch die Worte, das Majoritätsprinzip der Lächerlichkeit preisgibt, auf das sich schon damals die Propheten des Baal so viel zu gut thaten, daß sie die ihnen von Elijahu eingeräumte Priorität ganz selbstverständlich finden. Als nun der Tag sich neigte, ohne daß die Propheten des Baal Erhörung gefunden hatten, errichtete Elijahu seinen Altar und traf die Vorbereitung für sein Opfer. Zur Minchazeit trat Elijahu an seinen Altar mit den Worten: ixiv>'2 'x nnx r irr 21.1 ixism pnar smax x ".:v Ti ':sv rrixn crain b: nx rniw “parai *jiai' mx: ♦rrrnx zib nx nscn nnxi -xn *x nrx nn ojh *jhi „n Gott Abraham's, Jizchaks und Israels laß es heute kund werden, daß du Gott in Israel bist, und ich dein Prophet, und daß ich für dein Wort alle diese Dinge gethan habe. Erhöre mich, Gott erhöre mich, damit dieses Volk erkenne, daß Du 'i Gott bist, dann wirst Du ihr rückwärts gekehrtes Herz wieder umgewandt haben." Da siel Feuer Gottes hernieder und verzehrte das Opfer, das Holz, die Steine und die Erde und leckte das Wasier auf, welches im Graben war. Das Volk sah es, alle fielen auf ihr Antlitz uno sprachen : .cpixn x:rt "1 2*pSxn xrt 'i „Haschem Er ist Gott, Haschem Ec ist Gott." Zeitungsnachrichten unv Correspondenzen Deutschland. Frankfurt a. M., Februar. Die „Freie Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judenthnms" versendet soeben nach langer Pause wieder „Mittheilungen" an die Vereinsmitglieder mtb sollen diese nunmehr in öfterer Folge erscheinen. Im Hinblick auf die vielseitigen Aufgaben, heißt es in denselben, welche sich unsere Vereinigung gestellt hat, dürfte es jedoch geeignet sein, neben speziellen Vereinsnachrichten auch eingehende Besprechungen der Ziele und Aufgaben unserer Vereinigung und der Art und Weise ihrer Verwirklichung zu bringen. Es soll hierdurch eine regere Verbindung zwischen der Vereinsleitung und den Mitgliedern hergestellt werden. Nachdem eine Wiederholung der ursprünglich skizzirten und auch in diesen Blättern öfters mitgetheilten „Ziele und Aufgaben der Freien Vereinigung" ausführlich gegeben ist, folgt eine Besprechung derselben; ferner wird gesagt, was seither in Ausführung dieser Pläne geschehen und was in Zukunft noch geschehen soll. In dieser Hinsicht erscheint uns eine Bemerkung von besonderem Interesse. Dieselbe lautet: „Einer derjenigen Gegenstände, welche seit Jahren unsere Vereinigung angelegentlich beschäftigen, ist die Frage, wie es möglich ist, Tefillin zu be-

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