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Der Israelit · 1897-01-21 · Heft 6 (21.1.1897) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 6 (21.1.1897)
Date
1897-01-21
Page
– (sequence 3)
Language
German
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> -.■irrrtyyr,:- ■ -r^wfi'-y -j, i,IJ- 95 ches Widderopfer zu dem geforderten Kindesopfer, und zu welcher völlig sinnlosen Farce sänke vollends eben hier dieses Opfer hinab, da dieser Widder nicht einmal von Abrahams Habe, vielmehr nur ein aus der Wildniß zufällig aufgegriffenes Thier gewesen!" — Doch wir brechen ab. Wir wollten durch die etwas eingehendere Betrachtung dieser Abhandlungen, aus denen wir gleichwohl nur wenige einleitende Gedanken herauSgreifm konnten, sie einem Jeden zum Studium angelegentlichst empfehlen, der sich einen Einblick in viele, einer wissenschaftlichen Durchdringung zur Erforschung ihres Geistes bisher verschlossenen Theile des Judentums verschaffen, sowie auf dem kürzesten Wege einen Einblick in die Forschung und Methode Samson Raphael Hirschs gewinnen will. — Sie sind in den Jahrgängen III bis VII enthalten und geben, nach einer eingehenden allgemeinen Einleitung über das Wesen des Symbols als Mittels der Gedankenäußerung, im Verhältniß zur Mittheilung durch das Wort, einen Canon von hermeneutischen Regeln zur Ermittelung seiner Bedeutung, liefern sodann den Nachweis seines Gebrauches zuerst im außergesetzlichen, alsdann im gesetzlichen Theile des Gotteswortes, und besprechen darauf in eingehender methodischer Ausführung : Milah, Z i zit h, Thef i l l in und die Sti stLh ü tt e. Samson Raphael Hirsch hat mit der Ausstellung der leitenden Grundsätze für eine ernste wiffenschaftliche jüdische Symbolik und mit ihrer Anwendung auf die angeführten gesetzlichen Materien eine bahnbrechende Thal vollbracht. Was er mit diesen „Gr un dlinien der jüdischen Symbolik" begonnen, das hat er dann in dem größten Werke seines Lebens, dem Pentateuch-Commentare, weiter angewandt für die Erkenntniß der übrigen symbolischen Gesetze. Er hat damit hineingeleuchtet in Theile des GotteSgesetzeS, deren Bedeutung bisher dem forschenden Blicke sich entzog. Und hätte er in seinem ganzen großen reichen Forscherleben seinem Volke nichts geschenkt, als diese „Grundlinien" und deren fernere Anwendung auch nur auf die Opfergesetze und die Gesetze über nuviv und rrne — er hätte seinen Namen in der jüdischen Geschichte unsterblich gemacht. *) *) Wir geben im Folgenden eine kurze Inhaltsübersicht von den vier oben angeführten Abhandlungen. Milah: 1. Grundbcstimmungen des Gebotes. 2 Umstände und Aussprüche seiner Einsetzung. 3. Sprachliche Bezeichnung: a) b) imy, c) Metaphorisch. 4. rP’D. 5. Prüfung der ermittelten Bedeumng an den ausgestellten Grundsätzen. 6. 7iyp. 7. M31 DVD 8. U’Dffn D1’3. — 3 tj itfj: 1. Das Zizith-Gebot. 2 Das Kleid. 3. nir». 4. b’U und *py. 5. tf»n und f*Din runto Die n»n - Farbe im Heiligthum. Namen der Farben. Verhältniß des rtpn zum p? an den nS’S. Das Zahlenverhättniß der Zizith-Fäden 6. 7, 8: die Verhältnisse unseres menschlich-jüdischen Wesens. 6. HP» ym«. "i» ,niB3 ,’B» und msp. Doppelter Zweck LettuttgSttachrichten und Correfpsttdeuzett. Deutschland. Kolverg Dem dreiundzwanzigsten Jahresbericht über die Verwaltung des jüdischen Kurhospitals nwei rra im See-, Sool- und Moorbad Kolberg im Jahre 1896 entnehmen wir : Das ablaufende Berichtsjahr gehört zu den denkwürdigsten und wird voraussichtlich zum Ausgangspunkt einer neuen Aera in dem Entwickelungsleben unserer Anstalt sich gestalten. Unfern letzten Jahresbericht eröffneten wir mit dem Ausdruck der Sorge, die uns Angesichts der immer größeren Anforderungen und gegenüber den nur unzulänglichen Betriebsmitteln, den Mangel an Platz, sowie an luftigen, weiten Räumen in unserem Hause erfüllten. Dazu gesellte sich aber auch noch die Sorge um die Erhaltung der Gebäude, die ausschließlich Steinfachbauten sind, und deren langsamer Verfall trotz der unverhältnißmäßig hohen Kosten, die alljährlich zu Reparaturen aufgewendet werden müffen, sichtlich nicht mehr aufgehalten werden kann. Alle diese Umstände drängen, dieser Ueberzeugung können wir uns nicht länger verschließen, mit zwingender Gewalt auf einen früher oder später unvermeidlichen Neubau hin. Im Oktober d. I. trat ein Ereigniß ein, welches ganz geeignet ist,- die Entwickelung unserer Anstalt in ganz neue Bahnen zu leiten und die Erfüllung unserer Hoffnung auf einen Neubau in absehbare Nähe zu rücken. Unter dem Vorsitze des Herrn Kommerzien-Rath Julius Jsaac schloffen sich nämlich in Berlin die Herren Dr. I. Ginsberg, Hermann N. Israel, James Simon und Martin Simon zu einem Comitä zusammen, das sich die Aufführung eines prunklosen, aber den Anforderungen der Gesundheitspflege angemeffenen neuen Hauses und die Aufbringung der dazu erforderlichen Kosten zum Ziele setzte und im November einen kräftigen, von edler Begeisterung getragenen Aufruf erließ, dem sich sofort fast hundert der angesehensten und einflußreichsten Männer der jüdischen Gemeinde zu Berlin mit ihren Namensunterschriften anschloffen. Wir begrüßen mit herzlichem Danke die schätzenswerthe Mitabeit dieser edlen des Kleides. Dnnn?, WB» ymN )y: Zeitliche und räumliche Unabhängigkeit und Unbeschränktheit des göttlichen Gesetzes. Ter Jude mit seinen Zizith in der Zerstreuung. Secharja 8,23. 7. Die übrigen gesetzlichen Bestimmungen. Parallele zwischen Milah und Zizith. Eine auffallende Eigenthümlichkeit des Zizithgebotcs und der Einleitungsworte. Versuch einer Erklärung derselben. — T h e f i l l i n : 1. Gesetzlicher Inhalt des Thefillingebots. 2. Die vier nrtjnB. 3 Die om 4. tcwi toi t to pcn 3. pen to "wj>. — Die Stiftshütte. 1. Allgemeine Orientirung. 2. Die Stoffe, a) Metalle, b) Wolle und Byssus. o) Exkurs über Schaatnes. 3. Die Geräthe: r>) pN. b( jn?W. c)mtJO.

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