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Der Israelit · 1897-02-14 · Heft 4 (14.2.1897) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 4 (14.2.1897)
Date
1897-02-14
Page
– (sequence 12)
Language
German
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W? MffWWWWWWW 64 men. Nicht nur in seinen berühmt gewordenen öffentlichen Vorlesungen über „einige Ergebnisse der neueren Naturwissenschaft" und über „physische Anthropologie", welche er seit dem Jahre 1868 jeden Winter vor einem zahlreichen Kreise von Studenten, höheren Beamten und Militärs hielt, hat er hier und da, so oft sich ihm ein passender Anlaß bot, ein kräftig Mörtlein gegen den Antisemitismus einfließen lassen, insbesondere wenn er die Verdienste der Juden um die Förderung der Medizin und der Astronomie im Mittelalter hervorhob, sondern auch in den öffentlichen Sitzungen der Berliner Akademie der Wissenschaften, deren glanzvollster Redner er war, und als Rektor der Berliner Universität, hat du Bois-Reymond Gelegenheit genommen, sich gegen die antisemitischen Bestrebungen auf das Entschiedenste zu wenden. So hat er in seiner Akademierede im Jabre 1871 „Das Kaiserreich und der Friede", in der er einen Vergleich zwischen Napoleon I. und Friedrich dem Großen zieht, die unter des Letzteren Negierung vorgekommenen Judenverfolgungen als höchst verdammenswerth bezeichnet, in einer anderen ebenfalls in der Akademie im Jahre 1882 gehaltenen Rede, in der er über die „wissenschaftlichen Zustände der Gegenwart" sprach, beklagte er es tief, daß der eben damals neu aufgekommene Glaubens- und Rassenhaß dem Gelehrten i das wissenschaftliche Leben verleide. Noch bemeikensj werther sind in dieser Hinsicht du Bois' Reden, die er als Rektor in der Aula der Berliner Universität im Jahre 1888 hielt. In der einen, der viel besprochenen Rede „Goethe und kein Ende", ruft er bei der Besprechung der mitt lästerlichen Herenprozesse die charakeristifchen Worte aus: „Aber überheben wir uns nicht im Hinblick auf jene Zeit! Die Glaubens- und Rassenkämpfe unserer jüngsten Tage, worin unterscheiden sie sich denn von jenen mittelalterlichen Greueln?" Und in der Rede über „Die beiden Humboldt-Denkmäler vor der Berliner Universität" verweilt er bei dem Gedanken, welche Freude Alexander von Humboldt empfinden würde, wenn er den heutigen Aufschwung der Naturwissenschaften sehen könnte, um dann fortzufahren: „Aber wie würde er sich schaudernd abwenden von dem Glaubenshasse der letzten Zeit, er, der Hausfreund der Familie Mendelssohn, der mit Henriette Herz in hebräischer Kurrentschrift korrespondirte?" Daß solche Aenßerungen dem Hofprediger a. D. Stöcker nicht behagten, ist natürlich, und so wurde denn auch du Bois-Reymond einmal von ihm im preußischen Abgeordnetenhause wegen eines in der Akademie der W.ssenschasten gehaltenen kurzen Nachrufes auf Darwin heftig angegriffen. Damals war es der Abgeordnete Professor Rudolf Virchow, welcher diesen Angriff auf seinen Kollegen gebührend zurückwies. Anzeigen. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Bekanntmaclinns:. Wir sihen imB veranlaßt, wiederholt darauf aufmerksam zu machen, daß wir die zum Bau deS Hospitals und zur Gründung einrs entsprechenden Betriebsfonds erforderliche Summe durch einmalige Zuwendungen und nicht durch ZahreSbenräge aufzubr ngcn bestrebt sind. Möge rin Jeder durch eine feil eu Verhältnissen entsprechende Gabe sich au diesem großen die Gcsammtjudevheit betreffenden Liebeswerk becheiiigkn. Die erste Beröffkn.llchung der eingcgongenkn Spenden wild in Bälde erfolgen, und dilt-m tv r die vtrehrl chtN Localcon-ites und die geehrten Sammler uns hierzu baldmöglichst ihre ausführlichen Sp«rd nveiz-ichnisie znkommen lass'« zu wollen. (65<2 Geldsendungen find an unseren basster. Herrn Michael Katzenstein (Firma Katzenstcin & Benjamin), ftvantlutt a. M, Börsenplatz 11, zu senden Auch sind sämmtliche Mitglieder des Cen tral-Comites und der verschiedenen Localeomites bereit, Gaben in Empfang zu nehmen und zu befördern Sämmtliche Briefsendungen find an unseren Schriftführer Herrn l>r. Israel Boos, Schöne Ausficht 5 Frankfurt a. M, zu adresfiren, an den man sich auch wegen Drucksachen zu Sammelzweeken wevdeu wolle. Das Central-Comite zur Errichtung eines jüd. Krankenhauses in Jerusalem. /Luche für meinen Lohn Lehrlingsstelle in e'nem Bankgeschäft gleich noch Ostein Derselbe ist im Besitze deS einjährigrn Zeugnisses. Anrrbiet. u. ,6. 8. 1H8 sind tzn <8. dsS. BlalNS zu riHttn. Pension für e n junges Mädchen zur häuslichen u. gesellschaftl. Ausbildung-gesucht." Off. n. J. L. 171 an die G. dieses Bl. erbeten. gur meinen 17;ahrige,i isobn suche ich zum l. April eine Stelle als Commis tt relig. Hause der Mauusacturwaorendranche. (207 D. Löwenverg, Stad'. Rehdurg (P ov. Hann.) (C’ii jung Mann, Ende d. 2üer, Besitzer eiius reut. G schälte? und tüchtiger Ge- »chäsismanu, sucht paffende Parthie. E-was Bei mögen erwünsrt. Gefl. Off. unt. F. 178 an die GkichäftSUe'e d. Bl. in Lehrmädchen, wtlches das Kochen erlernen will, kann sofort «intreten. «. Caffel, (173 Restaurant, Hanau a. M. Schatzmappen fflr den „leraellt* in hocheleganter Aatffihning mit Goldpreasnng liefert per Stfiek Mk 1.60 Pfg die taped. dleeee Blatte«. rnver von 4 diS 13 Jayren werden unentgeltlich aufgenommen im israelitischen Kinderkrankenhaus in Frankfurt ». M., Röderberg 10S. üe meine Metzgerei «. Wurstlerei suche einen kräftigen Jungen tu die Lehre zu nehmen. (133 S. Strautzer, Schweinsurt a. M.

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