Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 4 (14.2.1897)
- Date
- 1897-02-14
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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65 Bitte. Ein Gelehrter, dessen Name dcr ganzen gebildeten Welt bekannt ist, ward von einem schrecklichen Unglück heimgesucht. Rudolf Falb hat das schwere Sch cksal erlittcu, an beiden F-üßcn g> lähmt zu werden, so daß der bejahrte Mann, an Be:t nnb Rollstuhl gefesselt, sich nicht melir selbstständig fort nbcwegen vermag. Aerziliche Kunst und heitkräfiige Bäder sind seinem Leiden gegenüber machilos geblieben. Ein langes, grausames Srechthum, d.m bereits harte Krankheit voronging, sind das Loos seines greifen Alters. Rudolf Falb steht nicht allein; <ine Frau, d'e rnn sich ganz der Pflege des geltetten Kranken widmen musi, und fünf Kinder im A t-r von 4 bi§ 14 Jahren umgeben hi floS das Siechenlager des FamilienhaupteS. M't der Krankheit ist nicht allein der grenzenlose Schmer; und die Sorge um den Leidenden, es ist auch der harte Kummer und die bittere Noch um das nackte tägliche Leb«n in das Heim deS Unglück ichcn Gelehrtcn eingezogen. Denn während Falb dem Aufbau seiner W»tter- und Erdbeben-Theorien sich hingab sprachwissenschaft. und außerdem in den letzten 1'/, Jahrzehnten umfassenden Studien oblag, — Falbs sehnlichster Wunsch ist, daß es ihm vergönnt sein möge, ein groß angelegtes Werk über die U>geschichle der Sprache und Schrift ju vollenden — verstand er cs n'e, irgendirie irdische Güter für sich und die Seinen zu ertvkrben. Er war und blieb stcts ein armer Geleh ter und ist jetzt der Aermsten eincr. An alle, die noch e'n warmes Her; und eine offene Hand für so schweres fremdes Le-d haben, richtet sich unsere Bitte um Beiträge zn einer Rudolf Falb Spende, welche di,n von eimw unverschuldeten Schicksal so schwer heiingesuchten Manue, der sein ganzes bisheriges Leben selbstlos der Wissenschaft gewidmet hat, zur Abwehr der härtesten Noth für sich und seine Familie überreicht werden soll. Ungezählte Tausende haben aus Falbs Büchern und Abhandlungen sowie aus den Bcrträgen, die er in ungefähr 400 Städten Dcuffchkands und Oesterreich- Ungarns, in dcn 70er Jahren auch in "Nord- und Südanrcrika gchaltkn hat, Belehrung und Unterhaltung geschöpft. An olle diese besonders wendet sich unsere Bitte. Der Name Rudolf Falb ist wohl kiiur der voltsthüinlichsten in beiden E dhä sten — möge der Tag. wo wir das Ergebnis der Sammlung n überrechen, für den schwergeprüften Mann ein krisischer Tag erster Ordnung in erfreulichem Sinne sein. K. Adolf Bachofen von Echt, Wien. Dr. Emll EEl, Graz. Justiz, all) Gimkiewicz, Berlin. Ho'rath Dr. Ernst von Gnad, Graz. Geh. Konrmerzienroth Ludw. Max Goldberger, Berlin. Hans Graskerger, Wen. Professor Dr. Leo Grunmach, an der Technischen Hochschule in Beilm. Rentier Herrn. Gratweil, Berlin. Kgl. Baurath von Großheim, Berlin. Dr. Friedrich von Hausegger, Grai. Heim. Gerh. Heller, Berlin. Hugo Herold, Berlin. Dr. Wilhelm Kienzl, Graz. Dr. Victor von KrauS, R ichsrathsabgeordneter, Wien. Generalkonsul Eugen Landau in Berlin. Julius Lippert, Larrdesausschuß-Beisitzer in Prag. Fritz Mauthner, Berlin. Paul Michaelis, Rechtsanwalt in Berlin. Kgl. Hofopernsänger Jos. Mödlingcr, Berlin. Hofkapellmeister Dr. Karl Muck, Berlin. Nessler, Prediger der französischen Gemeinde, Berln. Mar Pechstein, Berlin. Pros. Dr. Franz Raab, Wien. Professor Dr. Leo Reinisch, z. Zt. Rector Magn sicus der Universi ät Wien. Peter Rosegger, Graz. Hofrath Proflssor Dr. Leopold Schröchr, Ritter von Kiistelli, Wien. Dr. Otto Sieinwender, Landtags- und ReichSralhSabgeordneter, Wien. Geheimer Mcdizinalrath Professor Dr. Rudolf Mrchoiv, Berlin. Hofkapellmeister Felix Weingartner, Berlin. Ueber sämmtliche eingehenden Gelder, auch die in dieser Sammelliste aufgeführtcir, wird öffentlich Quittung geleistet im redaktionellen Theike der Wochenschrift „Dos Echo" in Berlin SW., Wilhelmstraßc 29, Verlag von I. H. Schorer G. m. b. H., wo sich die Zentralstelle für die Rudolf Falb-Spende befindet. (lt>3* Mi Tüchtige Vertreter z. Verkaufe a. Detailliste« a.allew Ortet» Deutschlandsgesucht. 'iava-KaAs . Cos s m a n n l ut3 Rituelle jüdische Schlachtmejser in allen Größen empfiehlt unter Garantie die Messerfabrik von Heldt u. Wie«. Königsberg i. Preußen. Spezielle Preislisten gratis und franco. Lehrling. Für uns Tuchu. Bnxkingetchäft, das Samstags u Israel. Feierage stenz geschlossen ist, suche i wir pr. sofort einen Lehrling au? gut r Familie. I. Saalheimer Söhne, Würzburg. (208 7>wei allere Leute suchen O ein Mädchen das bürg, kochen kann n. die Hausarbeit mit übernimmt gegen hohen Lahn. Der i intritt kann bis jiun Ende Jarnir geschehen. Bernhard Krämer, L n d w i a s h af en. (188 TheillMtr-Gesiuy. Zur Uebirnahme eines renomikte.n Manusactur Detai!-^eschäfteS (Sabbat u. Feiertage geschtrssen), in welchem ich seil mehrere Jahre thä'ig bin, suche einen Soeius. 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