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Der Israelit · 1897-02-14 · Heft 4 (14.2.1897) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 4 (14.2.1897)
Date
1897-02-14
Page
– (sequence 10)
Language
German
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düng vorangehen müsse; es ist aber weit entfernt, erstere für ganz über flüssig zu erklären, und dem Zvtliichter eine Gewalt einzuräumen, eine nach jüdischem Ritus geschlossene Ehe aufzulösrn." Für Lötv's mildeS Ucthetl finden wir einen Stutzpunkt in den Worten des Amsterdamer Rabbiners Bcrisch Bernstein (geb. 1808, gest. p''rio 16. Dez. 1893 als Obercabbtner von Haag) bei50) den Mitgliedern deS Synhedrion ein ehrendes Zeugniß ausstellt; er sagt u. A.: dd»j?d noy n1? . . . n«B3 isoNnntsr ou33n . . . ’D122^ 1201 32233 DN p3J) 7272 ’DÖ I^NEU p3 ,“n’ ibdwsp 232 um 33t2Br 2ny3 by r\by n7 .runon :7'-n E73'D3 ncN d , n* by 233m n ins2 □ in n7 "2'32.3 D3S2 2N ’3 Hl l’N 'Dl 313 12123p N^ QN'„ ,nbyu3i pn 237 D’Dnpn nbyü by rai p ^yi ,oy “cnnrn , v“y mcpo rwy s'ys^ min^, *)nip ipttbs oro 221 23’2'22’2 1ND’ N^tP ,2.3D3S3 mp87 TJ/PI '3212' VH 33N31 onu’yoi . 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D"H 3"3)2 2"33 33CNN ’BO ’DyCE'E' ’2Ni 3'yv) )n)N3r’t> 3E'D^ N"y ]y33N))y7 P"p3 3“3N .I’.IB' (54 3 "3^r ’ 3 N E 33y )3 13 IN 2 1^N3 O'3'33 '2'2y 1^3332^3 p)3 'DN '23 ^y3 I1N23 '2p1 N"N 3"3 3322 33)333^ ’3N3 NL' CD.3’333 bD 3)3D^ Ü3p7p by G31N 3 331 (553"3^«T 3DN3 '3 D'L'3 23)3 3)2y3 23) , D3'2D by 23)N 3D).3^1 D^yCL? D^SN 3)33 '3 , 2'2P p3 3^N 123 13'33 N^> 3N |nn3»3^ 3) 2* 3 N 3 "122 33 N 3^ by 3 by* N> BO) E. (3"33 2332t^2N) 31N2I73 33)3 p. 31. Bl) Decis. doctr, p. 25. 52) 7 33 3)N2p3 3313. 53) Nicht zu verwechseln mit dessen Cousin R. Mendel Löwrnstamm Rabb. zu Posen (geb. 1799, gest. 4. Apr. 1868) der gleichfalls ein Enkel Pi 3’3N '28 3*23 war; der Posener R. Mendel 7"' war ein Sohn des R. Abraham Löwenstamm in Emden?"t, Berf. des 2"33 3132, auf welches Werk ich w. unten noch zurückkommen werde. 54) Gest. 5. Mai 1835. 55) D“yj?"T yE7' 3py 37/233) 3'v PN 3"23 3"3 (1789) D"2P3 32^3 3282 7") 33)23 p"7N (D"» 7y '"28. 273/ 2)p2 JW ’33N1 ,Q3^1T 32 IN '23 Oy QÜLp 37N»7 2'33'3 38p N)L2^ ))32 1NL2 \ob , 3^3 ’7’^ )N)3'L7 .'121 G2’23 ION jnm N2'N 2l"l3 G3V G321' 'CftZlb 32'p3 Hier ist die Tendenz und das Leitmotiv des Synhedrion klar und deutlich angegeben, und stehe, trotz aller moralischen Pression und trotz aller bangen Furcht lautet dessen Antwort entsckieden, daß die Mischehe religiös unstatthaft sei. — Sehr charakteristisch ist's, während der ung. Reform-rabbiner Steru-Szterv ydeduzirte: man muß in die Piäsumtion sich ergehen, daß das Sylhedrton auch die blos z vtliter geschlossenen Ehen, in ihren Konsequenzen als auch nach jüdischem Gesetze zu Recht bestehend erklärt hat. Wir sind zu dieser Präsumtion um so eher berechtigt (!), indem der Artikel nur bei Mischehen den Umstand potrtirt: „obwohl an ihnen keine Ktduschtn haften können" (ys poBin yynp vrvir y2v2.3 p Ninr ’"by»), als prägnanten Gegensatz zu den blos ziviliter getrauter Ehen;"-hat der renommirte Ungar, christliche Rechtsgelehrte Dr. Kornel Sztehlo inseiner Schrift „sulo Mzassäg-ijog57)" den französischen Text deS Shnhedr.- Beschlusfes präzis reproduztrt und demselben folgende sachgemäße Interpretation beigefügt: „Wie wir sehen ist dies keine bestimmte Antwort, denn wenn wir zwischen den Zeilen dieser Erklärung des Pariser Synhedrion lesen wollen, so lesen wir wahrlich davon heraus, daß solche (christlich-jüd. Misch-) Ehen vom jüdischen Standpunkte ungittig sind. — Das Anathema haben sie wohl sehr gaäd g erlassen ->*) (ls wäre auch nicht rathsam gewesen, den Zwingheirn hiemit zu reizen), allein sie verleihen solchen Ehen die religiöse Weihe nicht. — Nachdem aber bei den Juden die Effectuirung der Trauungsrituale ein Legtttmttätsbedingniß ist, so ist es offenbar, daß auch das große 56, Ung. JSr. 138/75. 57) p. 20. 58) „In der Erlassung der Disziplinarstrafe", bemerkt Löw a. a. O. p. 400/62, „liegt keine auf die Mischehe bezügliche besondere Konzession, da der Bann zu jener Zeit in Frankreich und Italien wohl auch sonst außer Brauch gekommen war." — Nun der „Bann" allerdings, doch es giebt ja außer dem Anathema auch noch sonstige DiSciplinarstrafen, mit welchen die Synagoge ihre Renitenten ahnden kann und ahnden soll; (vergl. Note 16 und auch die nachfolg. Note) und unter normalen Verhältnissen und Umständen hätte das Synhedrion gewiß solche offen ausgesprochen. — Ich sage offen, denn verhüllt haben sie's wohl gethan, indem sie die Erklärung der Notabl.-Vers., „daß ein Jude oder eine Jüdin die eine Mischehe eingehen, als volle ReligionSgenoffen angesehen würden", vollkommen ignorirt haben!

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