Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 4 (14.2.1897)
- Date
- 1897-02-14
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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XXXTUI Jahrgang. Erste Lrilaye M M 4 t« ^.Israelit". Leitender Artikel. Dieser wichtige Letzte Passus lautet in treuer Uebersetzuvg: Paris, Braunschweig, Arad. Gin GShrungsprozeß im Ktzooße der jüd. Reform vom Anfonge dis gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Historisch dargestellt von nw rwo p. (Nachdruck verboten.) y. (Fortsetzung aus Nr. 07, 09, 81, 84 des vorigen Jahrgangs.) Nun folgt der heikle dritte Artikel. Nach vielen Krümmungen und Wendungen formulirte das Synhedrion die Antwort auf die 3. Frage in folgender Fassung^).- i83!3 '3 lJIDnn ]'88rUDn Le gnuul Sauliedrin con- *'N iT^C'Nl n3“li ni’38f3 vn . sülerant. que (laus 1 Empire 'V'»'} S8 DN D'l3"p psirirv *ran<:ais et Je EoJ'aume N-)p:n tvh “’p2 n^nno . Hvs Pn'stsn (1 Italic, aueun manage n’est valable qu'autant qu’il est precede d’nn contract civil .! devaut l'ofticier public, .’ ' .... de regarder desor- PNltfc'JD criM'V2 Ri i fr ... .; maj? _ , . je8 mariages civile- . .. nncil ’p*“ ’S 8>* E’tPyjn j mellt contractes comme imni33 CZ-’E’TiE C3’NtU'J j l'ortant 1‘obligation civile. . D’^nen D’l’iy / j Pefeud en consequence ä 21 838 DnoiN cyvn mai 83 83^ p8L miDl 8“d8 nn3iin nrsPsn \ivd 8838“ x1? DN pte 32981 rrn: 8-8317 D3ipc cn tout Rabbiu, ou autre personne dans les deux Etats, de preter lexir ministere ä l'acte religiense du mariage, saus quil leur ait apparu ’DIS'J 'S3 Hl'S ^N’S’SNn ’JS8 . nj’“Dn '3 81V Itnsa i'88DjDi I i * 31 8N328 '12 \'2 pNlüC'jn " C “ 88 L' ’ ' j 3?3 N 8 8 K‘ N i nsin ‘ auparavaut, de l'acte cuojoints devant l’ofticier civile eonformement ä la loi. Legraud Sauliedrin deelare, en autre, que les mariages entre Israelites et Chreiten.s contractes eonformement aux O^Li i *pn i >33 □’li'J.’jl I , i()js (|u code civil sout obli- 3r n1' c^3"p p-ivs ’-ip N8pin 8 V 8 X * C ’ 1'8 f3 18 u * j ’ j y * * n' st' > r:; 8 }n Ninir *s 88 3 CH3 C’DSin vuni'p SU’ N8 “Z'C . C 881 gatoires et valables civilement et ijiie, bien qn’i 1 s ne sei ent pas sitsrept i b 1 e s d ’ c t r e rev ö t u desto r m e s r e 1 i g i e u s e s i1s n'entraineront ancun anatlieine. 45) ib. p. 24 f. aus dem Hebräisch en: aus dem F ranz ösischen: Die Ehen zwischen Israeliten und Nichtisraeliten (Christenrc.,) welche nachdem Gesetze deS Civil-Kodex vollzogen werden, find bürgerlich verpflichtend und gil t ig, und obwohl es unmSglich ist, j daßdieKidus chin (Trau- ' ung) an ihnen hafte, sd. h. der TrauungSakt bleibt bei derartigen Verbindungen wirkungslos) so soll doch ihretwegen keine Bannstrafe verhängt werden. obwohl sie nicht geeignet sind,mitdenreligiösen Formen bekleidet zu w e rden , soll en s ie doch keinAnathema nach sich ziehen. Grätz bemerkt hierzu:48) „Mit dieser Phrase wollte das Synhedrion zugleich sein Gew'.ffea und den Argwohn der kaiserlichen Behörde beschwichtigen." . . : „Das Judenthum im Allgemeinen war mit dem Gange und Resultate deS Synhedrion nicht sehr zufrieden. Ein englischer Jude hatte in einem Sendschreiben an dasselbe einigen Mitgliedern4?) geradezu den Vorwurf gemacht, daß sie nicht nur das Judenthum, sondern sogar jede geoffenbarte Religion verläugnet hätten." L. Löw beurtheilt diesen Passus und die Gesinnung des Synhedrion weit milder, er faßt48): „Das Synhedrion hatte sich darauf beschränkt, zu erklären, daß die Zivilehe zivil.e Giltigkeit habe, sonst hielt dasselbe an dem talmudischen Eherechte fest und räumte daher der christlich-jüdischen Mischehe in jüdisch em Sinne nicht einmal den Rechtsbestand ein." — Und an anderer Stelle4») sagt Löw: „Nach jüdischen Begriffen sind die auf die Ehe bezüglichen biblischen, talmudischen und rabbinischen Gesetze, Religionsgesetze, die durch ein bürgerliches Gesetz nicht suspendirt werden können. In diesem Sinne verfuhr das französische Synhedrion indem cs erklärte, es sei Pflicht der Israeliten in Frankreich und Italien die Z'vtlehe als zivilrechtlich legal zu betrachten. Es hütete sich aber, dieselbe der nach jüdischem Eherechte geschlossenen Ehe gleichzustellen." .... „Von denselben Prinzipien ausgehend, erklärte das Synhedrion, )aß jeder rabbinischen Ehescheidung die Zivilschei- 46) a. a- O. p. 300. 47) Zwelfettohne den „Politikern", welche ehedem auch Mitglieder der Notablenversammlung waren. 48) ,B. CH. 400/862. 49) ibid. 418/67.