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Der Israelit · 1896-12-23 · Heft 102-103 (23.12.1896) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 102-103 (23.12.1896)
Date
1896-12-23
Page
– (sequence 5)
Language
German
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1958 er die historische Entwickelung des Hospitals schilderte. Der Chor intonirte: Sei geweiht du traute Stätte. — Anknüpfend an das Schriftwort: Und es geschah in jenen Tagen, als Moscheh groß war, da ging er Mts ztt seinen Brüdern, hielt Herr Rabbiner Dr. Maybaum die in Form und Inhalt gleich meisterhafte Weiherede. Hierauf sang der Chor Psalm 115, Vers 12—15, Der Herr hat unser gedacht. — — Gott mehre die Tage uub Jahre des edlen Manheimer'schen Ehepaares' Würzburg. Bezugnehmend auf den Artikel Fürth in Nr. 100 dss. Bl. „den Landesverein zur Unterstützung nothleidender Cultus - Gemeinden in Bayern" betreffend, dürfte es interesfiren, daß schon 1840 der sel. Herr Hofbanquier Baron Jacob v. Hirsch, früher hier, später in München diese Rothlage der Cnltus-Gemeinden in Bayern erkannte und in Berücksichtigung derselben in feiner Stiftung, welche ne un Zwecke umfaßt, zwei Legate einsetzte zur Unterstützung unvermögender Gemeinden, eines zur Erhaltung guter Lehrer und eines zu Synagogen- und S chu lh ausba uten *) Wenn auch diese Unterstützung nur wenigen Gemeinden und nicht in ausgiebiger Weife gerecht werden kann, so sind die Bewerbungen darum doch alljährlich so zahlreich, daß die Mehrzahl unberücksichtigt bleiben muß, was immerhin die Hilfsbedürftigkeil so vieler Gemeindett beweist. Angesichts dessen, hat die Administration „der Jacob v. Hirsch'fchen Stiftung," die ihren S'.tz hier hat, Herr Baron Joseph v. Hirsch dahier bei der Kgl. Regierung, als Obercuratel-Behör'de, bewirkt, daß überschüssige Renten aus den anderen Stistungszwecken zu obigen Zwecken zu Gunsten der Gemeinden verwendet werden dürfen. Hamburg. Dr. S. Ph. Nathan, der hochbegabte Lehrer an der hiesigen Talmud-Thoraschule, feierte dieser Tage sein 50jähriges Doctorjubiläum. Er hat das Diplom in Jena erworben, und diese Universität erwies ihm an feinem Jubeltagc die Ehre sein Diplont zu erneuern und es ihm durch den Director Dr. Goldschmidt persönlich überreichen zu lassen. Auch sonst hat Dr. Nathan zahlreiche Gratulation erhalten. Kettwig V. Br., 17. Dez. Die von mir kürzlich in diesem Blatte besprochene Jubiläumsfeier des Herrn Vorstehers Herrn. Seligmann hier ist an: 5. ds. Mts. in würdiger Weise gefeiert worden. Vormittags überbrachte Herr Rabbiner Dr. David —Düsseldorf die Glückwünsche des Vorstandes und der Repräsentanten-Versammlung der Synagogen- Gemeinde Düsseldorf. Nachmittags 5 Uhr fand ein Festgottesdienft statt, an welchem sich ein Festessen *) S. Geschickt!. Mittheilungcn über die isr. Gemeinde Würzburg von Jacob Weißbart 1882, Leite 10, Selbstverlag. im Saale der „Flora" ««schloß. Vor Beginn desselben überreichte Herr Lehrer Abraham dem Jubilar das Ehrengeschenk der Gemeinde, einen herrlich gearbeiteten silbernen Pokal. Herr A. Seligmann hieß die Anwesenden herzlich willkommen und schloß seinen Willkommgruß mit einem Hoch auf Se. Majestät, den Kaiser, in das die Versammelten begeistert einstimmten. Herr Bürgermeister Waste leerte sein Glas auf die fernere glückliche Entwickelung der israelitischen Gemeinde. Redner beglückwünschte in erster Linie den Jubilar zu seinem segensreichen Wirken und überbrachte die Glückwünsche der Kommunalgemeinde. In warmen Worten äußerte Redner seine Befriedigung über das friedliche Einvernehmen zwischen den Konfessionen am hiesigen Platze und gab dem Wunsche Ausdruck, daß sich dies schöne Verhältnis fürderhin erhalten möge. Herr H. Joseph dankte Herrn Bürgermeister Waste für die trefflichen Worte. Herr Lehrer Abraham weihte sein Glas dem Jubilar, besten Schläfe zwar das Silberhaar schmückte, der aber trotzdem in geradezu jugendlicher Frische und.Rüstigkeit seinen Ehrentag begehe. Redner besprach die durch den Gefeierten während eines Menschenalters bethätigte erfolgreiche Verwaltung der Gemeinde und schloß mit dem Wunsche, daß es dem Jubilar vergönnt sein möge, noch lange an der Spitze der Gemeinde zu stehen. — Rach einem Schlußworte des Herrn Seligmann, in welchem er seinen Dank aussprach für die ihm dargebrachten Ovationen, wurde auch der Jugend ihr Recht in einem bis spät in die Nacht sich ausdehnenden, flotten Banket. Eine angenehme Abwechselung während desselben boten die vorzüglich vorgetragenen Lieder imb die zur Darstellung gebrachten Theaterstücke. Italien. (A.) Florenz, 9. Dez. Der R ckbiner von Neapel, Giuseppe Sonino, hat dem hier residirenden italienischen Kronprinzenpaar gelegentlich besten vor Kurzem stattgefundenen Hochzeit einen Glückwunsch in hebräischer und italienischer Sprache Sprache übersendet, der eine sehr schmeichelhafte Aufnahme fand. Der Glückwunsch, der auf Pergament und mit Goldtinte geschrieben ist, ist auch mit dem Stern Italiens in Gold geschmückt. Der Maler Armands Lanpronti in Ferrara, gleichfalls ein Israelit, der hier in Florenz sein Studien als Bilohauer und Maler gemacht, hat der Gattin des Kronprinzen, der Prinzessin Helene, deren wohlgetroffenes Bildniß übersendet, das mit großer Anerkennung für seinen Schöpfer angenommen wurde. Bekanntlich hat der König Humbert anläßlich der Vermählung seines Sohnes, des Kronprinzen, hunderttausend Lire für die Armen der Hauptstadt

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