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Der Israelit · 1896-12-17 · Heft 101 (17.12.1896) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 101 (17.12.1896)
Date
1896-12-17
Page
– (sequence 4)
Language
German
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1928 schütz für den um Seinetwillen geführten Kampf treu bleiben werde. — Wie sich auch die Zeit gestalten möge, unser Ziel, unsere Aufgabe wird dieselbe bleiben. Von ihr erfüllt gehen wir dem neuen Jahrgang mit dem zuversichtlichen Bewußtsein entgegen, das der Dichter in die schönen Worte kleidet: Und flog' auf wilder Wogenbahn Das Schifflein selbst hinab, hinan, Und schlugen selbst die Wellen Jn's Schiff hinein, Will ruhig sein, Er lüht es nicht zerschellen! MldrrsprW l» Kaschi unö ein Cöfungsoctfud] Von Dr. C. Landau, Bez.-Rabb-, W ei l bur g'-Lahn. .1. Widerspruch im Kommentar zu Sprüche 25, 23 behauptet Rasch:, der Norvwrnd in Palästina führe Regen herbei, caan nx x*izm v^n na'EX rn während er Hwb 37, 22 das Gegentheil angibt: der Nordwind verscheucht den Regen und bringt Sonnenschein, .rsmn nanm caan z-zaa", jtbibs nn za>;a 2. Widerspruch zwischen der angeführten Stelle Sprüche 23, 23 und einer anderen im Datmnd kommentar. Sprüche 25, 23 erklärt Nascht das Wort bb:nn mit xiam T^n erzeugen, schaffen; er saßt es also in seiner gewöhnlichen Bedeutung auf/rote Deuteron. 32,18 nnbvzb'n fwb an^aix-X'a^^na,Jes.51,2zannb:a-azbb'nn; ebenso Ps. 90,2 und an mehreren anderen Stellen; in seinem Konieros zu Taanith 7 b dagegen nimmt er daffelbe Wort f&nn im entgegengesetzten Sinne, in der Bedeutung zurückhalten, aufhalten und leitet es auffallender Weise von bbn ab: bnab) rar Sazri^'nri zb'vb n-rx x*za: x*n to pcac mn ,-"V rraz’z prtaxnr ran .c*ixs?2 a'aaana’ na 3. Widerspruch im Kommentar znm Talmud. Schabb. 116 b sagt Raschi: nan X*? n*Jirs r\r£X "in: Der Nordwind ist lau, weder heiß noch kalt, Jeb. 72 a : n;;:x ab: nan x^ nna na-ex nn der Nordwind ist angenehm, nicht warm und nicht kühl, B. Bathra 25 (Mitte) : .n^6r np*na: nz*t x'n raxi' n- Der Nordwind ist mild, angenehm, heiteres Wetter bringend. Dagegen, heißt es auf derselben Seite unten: na parr, z-ia> nx'aai raena irres m b7 zmm. Der Nordwind erhitzt die Lust, bringt Sonnengluth, wodurch Hungersnoth entsteht u. s. w. In der Auffassung des Nordwindes als regenverscheuchend und heiteres Wetter bringend, folgt Raschi dem Talmud, der noch an mehreren anderen Stellen dies klar und deutlich ausspricht. Ver. 59a: x;azx xrx xiziz: xb'b xP'z jobb x-x -r , '.rnnaz r(m .csb6 n'? :b;a: Der Himmel ist am klarsten, wettn nach regnerischer Nacht der Nordwind am frühen Morgen weht, der den Himmel von Wolken rein fegt; Erub. 65a: jwns x:ncxn xarz xm'rx die Halachah braucht Klarheit, wie der Tag, an dem der Nordwind weht; ferner Meg. 28 b, Schabb. 116b; Ket. 23a (untett); auch im Talmud jeruschalmi, Taanith 65 b (oben) heißt es: ■pzf? p,s’ nrax ne; wenn der Nordwind weht, so decke deine Ziegelsteine auf, danrit sie besser trocknen. Diese Meinung steht im Widerspruch zu der angeführten Stelle Spr. 25, 23 : „der Nordwind bringt Regen", wie alle Targumini, Septuaginta, Peschito und Targum Jonathan übersetzen; — ein Gegensatz, der sich meines Erachtens hebetl läßt, wenn wir zwischen Nord oft- und Nordwestwind unterscheiden, wie es die Topographen Palästinas thatsächlich thun (vergl. Winer, Bibl. Realwörterbuch, Leipzig 1820, S. 744 f. sv. Witterung; S. Munk, Palästina, Leipzig 1871, S. 25). Diese Annahme scheint auch durch die Tatsache unterstützt zu werden, daß für den Nordwind z >v e i 'Namen gebraucht wurden: enc) x;nzx mag den Nordost, siTz-i; den Nordwest bezeichnet haben. — Der Nordost kommt über die Steppen Syriens, ist heiß, trocken, der Vegetation verderblich; der Nordwest dagegen, der das Mittelnteer passtrt, ist mild, regenschwanger und bringt Kühlung. So löst sich der Widerspruch ganz einfach: die Bibel hat a. a. St. den Nordwest svziya naiEX im Auge, während der Talmud den Nordost r:rr.K xwbx meint. Hierdurch erklärt es sich auch, wie Lerikographen von Ruf (Jbn Ganüch, Jbn Esra, D. Kimchi) sich Mühe gaben, das Wort bb:rr in einem der gewöhnlichen Bedeutung entgegengesetzten Sinne zu nehmen, um so mit der Auffassung des Talmuds übereinznstimmen, die dem realen Sachverhalt zu entsprechen schien. Kohut greift im Aruch completum I. (S. 205, sub voea x;nax> Raschi nur wegen der Stelle B. Bathra 25a an; Ber. 59a hat Kohut mißverstanden. Nach seiner Behauptung heißt es hier, der -Nordwind bringe Regen, während gerade das Gegentheil gesagt wird, wie es die oben bereits angeführte Stelle, Ber. 59 a, Tnnaz ypn mz unzweideutig darthut.

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