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Der Israelit · 1896-12-10 · Heft 99 (10.12.1896) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 99 (10.12.1896)
Date
1896-12-10
Page
– (sequence 6)
Language
German
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1890 mit Ausnahme unserer Stadt keine Juden wohnen, hat nun seine Schiurvorträge für die erwachsenen Mitglieder unserer^ Gemeinde, die er im Monate Tischri wegen der jüd. Feiertage unterbrechen hat müssen, wieder ausgenommen und erfreuen sie sich eines recht lebhaften Zuspruches. Wereinsnachrtchten. Homburg, 4. Dez. (Verein M e k o r Chaj im). In der am 18. Nvvbr. stattgefundenen Generalversammlung konnte G. s. D. von seinem erfreulichen Aufschwung berichtet werden, den der Verein in den letzten Jahren genommen hat, die Mitgliederzahl hat sich um ca. 25 seit drei Jahren vermehrt, die Lernstunden sind gut besucht, sodaß ein größeres Local unabweisbar nothwendig ist und auch die Casienverhältnisse sind günstig. Auf Wunsch vieler, vor dem Dammthor wohnenden Mitglieder, ist zunächst für den Winter ein Schiur ■tr'-iss sv* wsm am Freitag Abend unter Leitung des Vereinslehrers Herrn Dr. Schleßinger neu eingerichtet worden, wozu der Vorstand der Synagoge, Bornstraße, in anerkennenswerther Weise ein Local zur Verfügung gestellt hat; hei genügender Vetheiligung soll, eventuell an einem Wochentag ebenfalls ein eingerichtet werden. — In der erwähnten Generalversammlung wurde ferner der hochbedentfame Beschluß gefaßt, für die im nächsten Jahre hier stattsindende internationale Garte n bau aus stet ln n g einen Ehrenpreis zu stiften. Derselbe soll durch eine Sammlung unter den Mitgliedern aufgebracht werden und demjenigen Gärtner zufallen, der die besten, d. h. den im “py pur festgesetzten Bestimmungen an: meisten entsprechenden rem. zur Ausstellung bringt. Als Preisrichter werden fungiren: Sr. Ehrwürden Oberrabiner Hirsch v;, ein noch zu bestimmender ern rtzbr, und ein vom Ansstellungscomitö zu ernennender Gärtner. Das Comit« hat den Ehrenpreis angenommen und in einem Schreiben an die Verwaltung des Mekor Chajim-Vercins seinen Dank zu erkennen gegeben! So vereinigt sich in schöner Weise px oy rrrsy: min. Möge es dem Verein noch lange beschieden sein, in so segensreichem Maße zu wirken! Posen, 6. Dez. Der israelitische Verein „Frauenhilfe", beging in diesem Jahre zun: fünften Male sein Stiftungsfest in solenner Weife, das auf alle Teilnehmer großen Eindruck machte. Aus denr Jahresbericht entnehmen wir, daß die Einnahmen Mk. 3 212,1)1 und die Ausgaben 2 <,80,65 betrugen. Der Verein unterstützt kranke Frauen, Wöchnerinnen und kranke Kinder, ausschließlich in Raturalverpflegung: . Milch, Eier, Cacao, Fleisch werden verabreicht und! nach ärztlicher Verordnung Wein, erforderlichen Falls Wärterinnen gestellt, und auch Beihilfe zu Badereisen gewährt. Rach den in der letzten Generalversammlung vollzogenen Wahlen bilden Frau Rabbiner Dr. Feilchenfeld als Vorsitzende, Frau Lea Ealvary, Fr. Agnes Keiler, Frau Helene Eobliner, Frau Jenny Strang, und als Stellvertreterinnen Frau Flora Ephraim und Frau Johanna Knczinska den Vorstand. Der Verein erfreut sich innerhalb der Gemeinde lebhafter Theilnahme. vermischtes. 8. Budapest, 0. Dez. Eines der angesehensten Mitglieder der eomurercielleir Welt von Budapest, Herr Bernhard Rust de Rust, ist dieser Tage im Alter von 79 Jahren ans dem Leben geschieden. Bor einigen Jahren hatte ihm Se. Majestät der König in Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste ans dem Gebiete des Handels und Industrie den ungarischen Adel mit dem Prädikat „de Rust" verliehen. Ein frommer Mann, ein Ehrenmann im strengsten Sinne des Wortes, erfreute Bernhard von Rust sich allgemeiner Verehrung. Der Verblichene war Generalrath der Oesterreichisch-Ungarischen Bank und Dircktivns: Mitglied der Budapester Hauptanstalt, Präsident des Aufsichtsrathes der Bester Ungarischen Eommercialbank, Ausschnst-Mstglied der Bester Lloyd Gesellschaft, Direktions-Mitglied der Budapester Handelsakademie, Direktions-Mitglied des Franz Josef Spitals, Ansschust-Mitgied der Ehevra Kadischa, Bieepräsident des israelitischen Armenhauses :c. :c. Schüttenhofen. Dr. Emanuel Sch warst wurde in Eger (Böhmen) zum Rabbiner gewäylt. Herr Dr. Schwärst hat seine Ausbildung an dem Rabbmer-Scminar zu Berlin erhalten, zu dessen besten Mcbucrit er gehörte. RamSgate« Herr Lazarus Hart wurde einstimmig zum Bürgermeister der hiesigen Stadt erwählt. Feuilleton. Auf der Leiter. Eine Erzählung von Kotiert Mnlein. 3) Er klopfte Jankel treuherzig auf die Schulter und sagte: „Jankel, Jankel, Ihr seid auf eitlem fälschet!, gefährlichen Wege, wenn Ihr Euer Herz an solche Luftschlösser hängt. Ich kann Euch jetzt noch das Loos verkaufen, wenn Ihr die Kosten eines Telegramms vorlegen wollt. Ihr habt heute noch nichts zu Euch genommen; trinkt mit mir ein Schälchen Kaffee und dann können wir ruhig über die Sache sprechen. Ich meine, fünfundzwanzig Gulden sicher in der Tasche, wäre mehr werth, als 300,000 Gulden, die Ihr auf natürlichem Weg Euer Lebtag nicht bekommt." „Ich trinke keinen Kaffee; ich faste heute. Wollt Ihr mir sagen, ob mein Loos gezogen worden ist, oder nicht?" fragte Jankel finsteren Blicks. , - „Ihr fastet heute? Wißt Ihr schon nicht mehr,

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