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Der Israelit · 1896-11-05 · Heft 89 (5.11.1896) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 89 (5.11.1896)
Date
1896-11-05
Page
– (sequence 10)
Language
German
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1700 ziehungswesens stehen sie nach 2 bis 3 Dezennien inmitten desselben. Nach beendeter Debatte hielt Kollege A b r a h a m— Königshütte mit Kindern der Oberstufe eine Lehrprobe über Moses Montefiore; die Versammlung folgte mit sichtbarem Interesse der in jeder Beziehung mustergiltigen und von großem Lehrgeschick des Herrn Abraham zeugenden Lehrprebe, an die sich eine Debatte nicht anschloß. Kollege Bernhard—Tarnowitz hielt über die Verhandlung des Deligirtentages in Berlin, als dessen Mitglied er einberufen war, einen recht eingehenden Bericht: et theilt im weiteren die in jener Versammlung zustande gekommenen §8 4 und 8 des ursprünglichen Entwurfs und die Mitglieder des Bureaus mit, in welches auch der Herr Referent, um das jüd. Lehrervereinsmefen hochverdiente Präses gewählt war. Nach Schluß seines hochinteressanten Berichts, dem wegen der vorgerückten Zeit eine Debatte sich nicht anschließen konnte, wird nach einigen an Herrn Bernhard gerichteten Dankesworten für die gewissenhafte Wahrnehmung unserer Interessen die Versammlung, welche mit je einer Unterbrechung zur Einnahme des Mittagsmahles und zur Verrichtung des Mincha-Gebetes bis Uhr Abends währte, geschlossen. Theilnehmer der Versammlung: Abraham— Königshütte, Abraham—Leobfchütz, Bernhard—Tarnowitz, Max Böhm—Königshütte, Brann—Beuthen O.-Pr., Eisenberg—Beuthen O.-S., Freuthal—Beuthen O.-S., Friedmann—Kattowitz, Grünwalv— Sohrau O.-S., Jacobsohn—Gleiwitz, L. Katz—Rybnik, Verolik—Cosel, Lewin (Lehrer a. D.)—Tarnowitz Malachowski—Zabrze, Niebyl—Myslowitz, Plauth— Laurahütte, Rosenbaum, Hauptlehrer—Beuthen O.-S., S. Rosenbaum—Beuthen O.-S., Sander L. a. D.— Zabrze, Semmel—Laurahütte, M. Schwarz—Beuthen O.-S., Salomon—Gleiwitz, Simon—Antonienhütte, Walter, Hauptlehrer—Königshütte, Weißmann—Antonienhütte, als Gast Rabbiner Dr. Goldschmidt — Königshütte. Zeitungsnachrichten und Correfpondenzen Deutschland. Frankfurt a. M., 4. November. (W i e in Jerusalem gebaut wird.) Dieser Tage hatte ich Gelegenheit einen Blick in zwei Berichte über den gegenwärtigen Stand desgroßenHospitalbaues in Jerusalem zu werfen, die nach manchen Seiten hochinteressant sind, besonders für denjenigen, der die Verhältnisse in der heiligen Stadt nicht aus eigener Anschauung kennt. Die Berichte sind von dem Königl. W. Baurath C. Schick und dem Architekten Theodor Sandel dem Baucomitä erstattet. Die ganze Art der Berichterstattung zeigt, mit welcher Einsicht und Umsicht das große Bauunternehmen geleitet wird. Ein anderer Bericht, den das Jerusalemer Localcomite an das europäische Central-Comitv gerichtet hat, in den ich ebenfalls Einsicht hatte, zeugt von der musterhaften Ordnung und einer alle Details umfassenden Darstellung der Arbeiten, sowie deren Fortgang von Woche zu Woche. Der Bericht umfaßt den Zeitraum vom 8. Elul bis zum 13. Tischri. Die Rechnungen und Aufstellungen, welche alle in hebräischer Sprache abgefaßt sind, bieten eine Fülle von Interessantem. Zunächst stößt sich der europäische Leser daran, daß sich unter den regelmäßigen Ausgaben ein ansehnlicher Posten für — Wasser befindet. Die Listen umfassen gewöhnlich eine Woche und finden wir für Wasser allein 722, 661, 522, 601, 656 Piaster verausgabt. (1 Piaster 18 Pfg.) Herr Architekt Sandel klärt uns darüber in seinem Bericht durch folgende Bemerkungen auf: „C yfter n e." Wasser ist eines der nothwendigsten Dinge für Jedermann, besonders für ein Hospital. Ich will niich darüber nicht verbreiten. — Auf eine Wasserleitung nach Jerusalem zu warten, ist, wie die Erfahrung lehrt, eine Thorheit. Die nächste Ouelle ist ein halbe Stunde entfernt, in tiefer Thalschlucht gelegen, und liefert kaum genug Trinkwasser für die Eingeborenen. Man ist daher darauf angewiesen, das Regenwasser, das vom November bis Ende März gewöhnlich fällt, in genügend großen Cysternen aufzuspeichern. Doch ist dabei zu bedenken, daß die Regenmenge im Jahr von 33 Centimeter bis 100 Centimeter wechselt. Es giebt Jahre, wo es nur wenig regnet, und wo die Regierung von weit her in Fässern Wasser führen ließ, um nur dem allerdringendften Bedürfniß abzuhelfen. Entsprechend der Größe des zu erbauenden Hospitals habe ich daher im Plan drei Cysternen vorgesehen, wovon eine auf der Nordseite gelegen für Landwasser bestimmt ist, und zwei auf der Südseite für Dachwaffer sind. Alle drei Cysternen sind in Arbeit. Die nördlicheist ganz ausgesprengt. Der Felsen war möglichst ungünstig, sehr zäh und zugleich löchrig. Das Pulver konnte nicht recht wirken um der Löcher willen, auch beschwerten sich die Nachbarn über das Schießen so nahe an der Straße und ihren Häusern. Der Wassergehalt der fertigen Cysterne wird 314 Cubiknrtr. betragen oder 744 Cubikellen. Der Cubikmtr. wird voraussichtlich bei den heutigen Kalkpreisen 14 Frcs. (die Cubikelle nahezu 6 Fres.) betragen, die Cysterne daher etwa Frcs. 4400 kosten. Die beiden Cysternen auf der Südseite sind gleich groß projectirt. Es wird aber wegen der Schichtenneigung gegen

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