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Der Israelit · 1896-10-19 · Heft 84 (19.10.1896) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 84 (19.10.1896)
Date
1896-10-19
Page
– (sequence 4)
Language
German
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1598 hange mit diesem erklärt"), daß jeder rabbinischen Ehescheidung die Civilschetdung vorangehm müsse. 2"> bob 1JDJN DHD1N . . . . 0W . . . . P1L miöl l*JöV N3P '’UPN *1J/ DJ . -vyn ’j'HD irü^ro n pdsh . . . il est expressement dfefendu & tout rabbin . . . de preter 8on ruinistcrc dan« ancau acte de repudiatiou on de divorc6, saus qtie le jugemeul civil qui le pronence lui ait §te exhib6 en bonnes formes. (Fortsetzung folgt.) Zeitungsnachrichten und Correspondenzcn. Deutschland. Berlin, 12. Oktober. Der Bericht über das Reichenheim'sche Waisenhaus der hiesigen jüdischen Gemeinde (Weinbergsweg Ile) für das Geschäftsjahr 1895/96 ist soeben erschienen. In der Anstalt wurden 79 Zöglinge verpflegt (47 Knaben und 32 Manchen). Die gesummten Ausgaben für das Waisenhaus betrugen in diesen: Jahre 53,795 Mark, die durch Zinsen eigener Fonds und einen Gemeinde-Zuschuß von 27,023 Mark aufgebracht wurden. Die Ausgaben für Beköstigung betrugen, auf den Kopf und Tag vertheilt, 0,426/10 Mark gegen 0,43°/Jt) Mark im Vorjahre. Von den in diesem Jahre entlassenen Zöglingen widmen sich drei dem kaufmännischen Beruf, einer besucht die Lehrerbildungsanstalt, zwei werden Schriftsetzer, einer Gärtner, einer Maschinenbauer. Von den entlassenen Mädchen erlernen zwei das Wäschezurichten, eine wird Buchhalterin, eine Verkäuferin und eine Wirthschafterin. Das Waisenhaus steht unter der Verwaltung eines Kuratoriums, dessen Vorsitzender Herr Louis M. Bamberger ist, und unter Leitung des Direktors Tr. Jutrosinski. Aus Ostpreußen, 14. Okober. Das Gleichniß über das sogenannte „Wests. Gebetbuch" in Nr. 82 Ihres geschätzten Blattes erinnert mich an ein ähnliches Gleichniß aus meiner Studien-Zeit, das ich von vxa in Jnowrazlaw gehört habe. Ein Reform-Schwärmer erzählte im trnon rvo wie schön und herrlich der Gottesdienst nach dem neuen Gebetbuch mit Orgelbegleitung in d. B. G. in P. sei. Lieber S . . y, erwiederte txc -m, haben Sie die Leute gesehen, die im vorigen Jahre unser großes Rathhaus eingerissen und abgetragen haben? Gewiß, entgegnete jener, es waren gewöhnliche Lehmtreter. Nun denn, fuhr -rxe 'n fort, ähnlich verhält es sich mit unserer altehrwürdigen ribsri, diese haben die pnx yixj die größten Baumeister aller Zeiten verfaßt und aufgebaut und die gewöhnlichsten Maurer- 44) Decis. doctrin. p. 22. Lehrjungen und Lehmtreter hauen mit ihren Aexten auf den alten und ewig neuen Bau in ihrer Verblendung los. Sehen Sie, lieber S . . . y, fuhr *i'xv in seinem Eifer fort, die Herren Reformatoren wollen uns glauben machen, was sie selber nicht glauben, daß sie die Aederungen in der Synagoge nur zur Hebung des Gottesdienstes vornehmen; fragen Sie die Herren, ob und welche Erfolge sie zu verzeichnen haben, ob die Synagogen-Besucher andächtiger, pünktlicher, frömmer und besser geworden sind, seitdem sie aus dem neuen Buche beten? Nein, muß jeder vernünftiger Mensch sagen und das werden selbst die Helden der Reform zugeben müssen; sie reißen nur deßhalb das alte feste Gebäude nieder, weil sie in den Augen der reichbegüterten dw&, als Helden glänzen wollen; sie sind sn?6 n-can — ,*t>xö 0*1 um xd 2'v'nbi. sagte Herr S . . . y. Sie haben wahrhaftig Recht, ich bin belehrt. K . . . .r. Oefterr.-Ungar. Monarchie. (1) Wien, 14. October. rein*? pnjt 121. Das Andenken des Frommen bringt immer Segen. Hier in der Leopoldftadt und zwar in der Nowaragasse, existirt ein jüdischer Unterstützungsverein, der den Namen des unvergeßlichen Jehudi und Philontropen, Moses Montefiore, trägt. Der Verein besitzt auch mehrere Loose und auf eines derselben hat er am 1. d. M. einen Haupttreffer mit 50 000 fl., nach Anderen sogar mit 100000 fl. gemacht. Da der Verein zumeist aus armen Juden besteht, so werden denselben die paar hundert Gulden, die ein Jeder jetzt erhält, sehr zugute kommen, zumal jetzt, wo der Winter vor der Thüre ist, und man doch Holz und Kohlen benöthigt. xim -prv *n by Vertrau auf Gott und er wird Sommer wie Winter für Dich sorgen. (i\) Prag, 13. October. rwo d» na* 1. Heute Vormittag ist hier plötzlich der Oberrabbiner-Stellvertreter Dr. Moriz Tauber im Alter von 55 Jahren gestorben. Derselbe ward am 26. April 1841 zu Holleschau in Mähren geboren, und widmete sich schon frühzeitig dem Talmudstudium. Er besuchte zuerst die Jeschiba in Eisenstadt, die damals unter der Leitung des Rabbiners Dr. Hildesheimers stand, und später die von Preßburg, an deren Spitze damals noch dtiö1? v"n pa ^-iai-6 der große Gaon Rabbi Samuel Wolf Sofer vfa jy stand. Dieser machte ihn auch zum Talmudlehrer seiner Kinder. Tauber beschäftigte sich indessen auch mit den profanen Studien, und 1864 legte er dann in Oedenburg die Maturitätsprüfung ab. Er hörte hierauf Philosophie an der Wiener Universität, an der er 1868 den Doctorgrad erlangte. 1869 wurde er zun: Prediger an der Neuschule hier ernannt, und 1874 erfolgte seine Ernennung zum Religionslehrer am k. u. k. Neustädter Gymnasium.

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