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Der Israelit · 1896-10-01 · Heft 78-79 (1.10.1896) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 78-79 (1.10.1896)
Date
1896-10-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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-V 1491 Extravaganzen der Berliner Reformgemeinde nur die Eine zu kennen, daß sie längst den Sabbat auf den Sonntag verlegt hat, um ohne viel prophetische Begabung sagen zu können : Ein Gemeindebund, dessen leitenden Kreise Männer dieser Richtung in seinen Vorstand wählen, hat so leicht keine Aussicht, das Gros der jüdischen Gemeinden Deutschlands „bemuttern" zu können, wie man in Berlin zu sagen pflegt. Diesen Krebsschaden wird keine noch so rührige Agitation zu beseitigen vermögen. Was uns die Feder in die Hand drückt, ist daher nicht so sehr der Hinweis auf die verfehlten Bestrebungen und das erfolglose Lrebeswerben des Deutsch-Israelitischen-Gemeindebundes, als die Betonung der Nothwendigkeit, diesem aussichtslosen Unterworden, als sei der Gemeindebund die einzige, offizielle Vertretung der deutschen Judenheit den Behörden und der ganzen Oeffentlichkeit gegenüber. Wir sind überzeugt, daß die freie Vereinigung selbst bei der halben Agitation, die der Gemeindebund entfaltet, eine Zahl von Mitgliedern erlangen würde, welche die des Gemeindebundes um mehr als das doppelte übersteigt. Aber ebenso sicher steht es fest, daß um auch nur diese Agitation zu entfalten, eine organisatorische Kraft erforderlich wäre, die sich ausschließlich den Zwecken und Zielen der freien Vereinigung widmen könnte. Von den heutigen Leitern und Verwaltern der freien Vereinigung hat jeder einzelne ein so gerütteltes Maß von anderweitigen Berufspflichten, daß aller gute Wille und die glänzendste Holzschnitte von Hans Holbein des Jüngern ans der im Jahre 1549 erfolgten Ausgabe. -SU* 4"4 -4 •4 -r •4 4 •4 •4 4 •4 44 •4 4 MI ' °4 yffc •4 Bertreivrrng ans dem Paradies. nehmen ein lebenskräftiges, zukunftsgewisses entgegen zu setzen, dem sich Gemeinden und Einzelne in der Thal vertrauensvoll anschließen können. Es gereicht uns nun zur lebhaften Befriedigung, daran erinnern zu können, daß eine solche Vereinigung bereits besteht. Es ist dies die „Freie Vereinigung für die Interessen des orthod ox enJud enthums", eine der letzten Schöpfungen von Rabbiner Hirsch b-xi. — Diese Befriedigung wird nur durch die Erwägung getrübt, daß diese Vereinigung in den letzten Jahren so wenig an die Oeffentlichkeit getreten ist, daß man eben erst an sie erinnern muß. Schreiber dieses weiß es aus dein Munde des Begründers dieser freien Vereinigung, daß die Nothwendigkeit, den destruktiven Tendenzen des Gemeindebundes entgegen zu treten, nicht die letzte Erwägung war, welche zur Gründung der freien Vereinigung für die Jntereffen des orthodoxen Judenthums führte. Ohne dieselbe wäre ja in der Thal der irrigen Ansicht Vorschub geleistet Die Strafe nach dem ersten Sündenfall Befähigung nicht ausreicht, um den Anliegen dieser Vereinigung voll und ganz gerecht zu werden. — Eine Reorganisation in der Verwaltung der freien Vereinigung scheint uns schon längere Zeit dringend geboten. Die neuesten Bestrebungen des Gemeindebundes machen es zur Pflicht, dieser Nothwendigkeit öffentlichen Ausdruck zu geben und lasten es lebhaft wünschen, daß diese Anregung nicht unbeachtet verfalle. fTOW rmt .'i*nc mm« vriotp o» “priEe> nana vnu ribivvb „Um die Menschenthat unter das Wort Deiner Lippen zu bringen, achte ich auf die Pfade des Gefetzes- DurchbrecherS." (Psalm XVII.) Oesterr.-Ungar. Monarchie. (E.) Prag, 28. Sept. In den letzten Tagen fand in unserem Vororte Bubna-Holleschowitz die feierliche Einweihung eines jüd. Betlokals statt, und wurde dieser fromme Akt von unserem verehrten Oberj! Z

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