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Der Israelit · 1896-10-01 · Heft 78-79 (1.10.1896) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 78-79 (1.10.1896)
Date
1896-10-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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1490 Mark hinterlaffen. Ueber die Verwendung wird später berichtet werden. In die Commission zur Revision der Hauptkaffe, des Depositorii und der Centralkasse, werden die Herren Leichtentritt, Oppenheim und Martin Simon, in die Commission zur Vorbereitung der Vorstands-Ergänzungswahl die Herren Moritz Mannheimer, Louis Sachs, Sanitätsrath Blumenthal, Sanitätsrath Jastrowitz, Marlin Simon und Joseph Fränkel gewählt. Für Erneuerung des Grabsteines des Mathematikers Meyer Hirsch werden 230 Mark bewilligt. Der Stein trägt folgende Inschrift: Das Endliche berechnend unermüdlich, Mit hellem Geist in langer Lebenszeit, Ging er hinüber, sinnend, still und friedlich, Zum Reiche der Unendlichkeit — gar nicht abgehalten werden. — Schluß der Sitzung, die durch das Fehlen des Herrn Professor Lewin ganz ruhig verlief. — Hamvurg. Der „Israelit" hat seit Bestand des „Deuts ch-J s r a e l i t i s ch e n G e m e i n b e b u ndes" wiederholt und in eingehender Weise aus die Bedenken und Gefahren aufmerksam gemacht, welche eine Vereinigung von Gemeinden bedeutet, die sich als „Central-Leitung" der gesammten deutschen Judenheit gerirt und Partisane des abgcwirthschafteten Reformjudenthums zu ihren treibenden Elementen hat. Obwohl dem Deutsch-Jsraelitischen-Gemeindebund seitens der jüdischen Gemeinden Deutschlands niemals viele Sympathien entgegen gebracht wurden, obwohl es ihm in den vielen Jahren seines Bestehens kaum Holzschnitte von Haus Holbeln des Jüngern aus der im Jahre 1549 erfolgten Ansgave. MM Erschaffung der Eva. Für die Hilfsprediger an den hohen Festtagen werden 5200 Mark ausgesetzt. — Es folgen dann Rechnungsabschlüsse für 1895—96, für welche Decharge ertheilt wird. Die Armencommission hat keinen Minderverbrauch, die dritte Religionsschule (Dirigent Dr. Weise) hat an Schülerzahl zugenommen. Die Beerdigungsanstalt hat 52000 Mark Mindergebrauch, hervorgerufen durch die Ueberschüsse der Gärtnereiverwaltung. — Ein Drittel sämmtlicher Beerdigungskosten, 27,000 Mark, werden mit Rücksicht auf das Unvermögen des Betreffenden niedergeschlagen. — In Betreff des am vergangenen Rosch-Haschonoh-Rachmittags nicht abgehaltenen Jugendgottesdienstes entstand, angeregt von Herrn Justizrath Tiktin, eine Debatte zwischen ihm, den Herren Martin Simon, Leonhard Sachs, Sanitätsrath Weigert. Von Seiten des Vorstandes erwiedert Herr Justizrath Meyer: In der Eile habe man weder geeignete Lokale, noch geeignete Prediger finden können. Gottesdienst könne nur würdig oder Die Schlange und die ersten Menschen. gelungen ist, etwas mehr als 400 von den 3121 jüdischen Gemeinden Deutschlands zu Mitgliedern zu gewinnen, obwohl der Bund seit dem Tode Rachod's mehr vegetirt als existirt, so trägt er sich doch lebhafter als je mit der Absicht, die Führung und Repräsentanz der jüdischen Gemeinden Deutschlands in die Hand zu nehmen. Der Ausschuß agitirt für Bildung von Bezirksmrbänden und ersucht seine Delegirten, sowie Vorsteher und Rabbiner um deren Mitwirkung. Wir glauben nun allerdings nicht, daß diese Propaganda einen größeren Erfolg haben wird, als die übrigen papierenen Thaten des Gemeindebundes. Das Reformjudenthum ist heute viel zu viel diskreditirt, als daß die Gemeinden sich einem Bund anschließen sollten, besten Wortführer Reformjuoen sind. Figurnt doch neuerdings sogar ein Mitglied der Berliner Resormgemeinde, Herr Syndikus Dr. Minden, im Vorstand des Gemeindebundes! Man braucht von den

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