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Der Israelit · 1896-08-31 · Heft 70 (31.8.1896) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 70 (31.8.1896)
Date
1896-08-31
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Priester sich an den modernen Menschenverhetzungen betheiligen. Wohin soll das führen? Zurück in's Mittelalter? Noch spürt man den Brand- und Vlutgeruch aus dieser finsteren Zeit. Die Schrecknisse derselben, wer hat sie verschuldet? Aettim-srrachricheen und Eorrespondenzett. Oe sterr.-Ungar. Monarchie. Wien, 16. August. (Statistik der Unterrichts an stallen.) Das Bureau der statistischen Central-Commission versendet soeben die Statistik der Unterrichtsanstalten in den im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern für das Jahr 1892/93. Wir entnehmen dem umfangreichen Werke folgende Hauptziffern: Im ganzen wurden für das Berichtsjahr 546 Lehranstalten mehr verzeichnet, als im Vorjahr. Der Zuwachs entfällt vor Allem auf die Volksschulen, dann aus die mittleren und niederen Fachschulen. An den acht Universitäten lehrten 385 ordentliche und 171 außerordentliche, 20 honorirte Doeenten, 20 Supplenten, 265 Privatdocenten, 265 Adjuneten und 47 Lehrer, zusammen 1176 Lehrpersonen. Die Frequenz der Schüler stieg im Wintersemester von 15,507 auf 15,622 Hörer. Der Confession nach waren 11.363 Katholiken, 490 orientalische Griechen, 583 Evangelische, 3047 Juden und 139 Angehörige anderer Confessionen. An den sechs technischen Hochschulen wirkten in diesem Jahre 106 ordentliche und 29 außerordentliche Professoren, 36 honorirte Doeenten, 6 Supplenten, 57 Privatdocenten, 101 Assistenten und 25 Lehrer, im Ganzen 360 Lehrkräfte. Die Frequenz stieg im Wintersemester voü 2055 Hörern des Vorjahres auf 2269. Der Confession nach zählte man 1660 Katholiken, 64 Griechen, 154 Evangelische, 382 Juden, 9 Angehörige anderer Confessionen. Was die Mittelschulen betrifft, so zählte man 180 Gymnasien und Real-Gymnasien, darunter 99 deutsche, 42 czechische, 24 polnische, 1 ruthenisches, 4 italienische, 3 serbo-croatische und 7 Anstalten mit zweifacher Unterrichtssprache; 129 dieser Anstalten waren Staatsgymnasien, 9 Landes - Gymnasien, 19 Communal-Gymnasien, 17 Geistliche Gymnasien und 6 Privät-Gymnafien. Die Zahl sämmtlicher Lehrkräfte . an diesen Anstalten oetrug 3699, die Zahl der Schüler 57,431. Der Confession nach zählte man 44,508 Katholiken, 584 Griechen, 1405 Evangelische, 7805 Juden und 71 Angehörige anderer Confessionen. An Realschulen bestanden 79, davon der Unterrichtssprache nach 56 deutsche, 12 czechische, 4 polnische, 3 italienische, 1 serbo-croatische. 50 Anstalten waren Staats-Realschulen, 16 Landes-Realschulen, 5 Communal-Realschulen uub 5 Privat-Realschulen. Das Lehrpersonal belief sich auf 1479 Lehrkräfte, die Zahl der Schüler auf 22,554, was eine Steigerung gegen das Vorjahr um 1169 bedeutet. Der Confession nach 17,365 Katholiken, 99 Griechen, 917 Evangelische, 2938 Juden, 33 Angehörige anderer Confessionen. Lehrer-Bildungsanstalten gab es 49 für Lehrer und 32 für Lehrerinnen mit 1182 Lehrkräften und 11,051 Schülern. Der Confession nach zählte man 6599 Katholiken, 184 Griechen, 172 Evangelische, 97 Juden. An Handels-Lehranstalten zählte man 149, darunter 13 höhere Handelsschulen, 31 commerzielle Tagesschulen und 105 kaufmännische Fortbildungsschulen. Das Lehrpersonal bestand aus 864 Lehrkräften, die Zahl der Schüler betrug 14,637, darunter der Confession nach 11,766 Katholiken, 139 Griechen, 552 Evangelische, 3323 Juden und 22 Angehörige anderer Confessionen. Gewerbeschulen zählte ntan 16 vom Staate erhaltene, 3 Kunstgewerbeschnlen und die Lehranstalt für Photographie. Die Zahl sämmtlicher Lehrkräfte betrug 483 an den Staats-Gewerbeschulen, die Zahl der Schüler 7203, darunter der Confession nach 6166 Katholiken, 20 Griechetl, 416 Evangelische, 390 Juden und 13 Angehörige anderer Confessionen. (F.) Prag, 26. August. Zu seinen vielen großen und zahlreichen kleinen Synagogen erhält Prag nun noch ein neues Gotteshaus, welches neuerdings Zeugniß dafür ablegt, daß in unserer alten, ehrwürdigen Gemeinde die Liebe zu unserem heiligen Glauben noch nicht erloschen ist. Am kommenden 3. September, 2 Uhr Nachmittags, wird im Vororte Weinberge das daselbst neuerbaute Gotteshaus feierlich eingeweiht werden. Der Vorort Weinberge ist kaum ein Viertel Jahrhundert alt und doch besitzt er schon eine respectable opferwillige Gemeinde, die auch ihren eigenen Rabbiner, Herrn Stark, hat. Rabbiner Stark kam vor ungefähr drei Jahrzehnten als einfacher Bachur hierher, um die hiesige Universität zu besuchen. Er war entschlosien, sich nicht einmal seinem reichen Onkel, der hier lebte, vorzustellen. Zufälligerweise erfuhr dieser Onkel schon einige Stunden nachher die Ankunft seines Neffen, worauf er sich beeilte, ihn zu sich ins Haus zu nehmen, und ermöglichte er es ihm dann auch, seinen Studien hier in Ruhe und ohne Sorgen zu obliegen. ((4. .1.) Neutra, 25. August. Während der heurigen Herbstmanöver in unseren: Comitate werden Ihre kaiserlichen Hoheiten, die erlauchten Erzherzoge Otto und Friedrich bei dem jüd. Gutsbesitzer

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