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Der Israelit · 1896-07-09 · Heft 55 (9.7.1896) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 55 (9.7.1896)
Date
1896-07-09
Page
– (sequence 6)
Language
German
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^J.v,"\u wm*rv 1052 30 sind gestorben. Also kaum 5 Prozent, der kleinste Prozentsatz als in irgend einem Hospitale des Staates. Von diesen waren 519 nichtzahlende und blos 66 zahlende Patienten. Die Einnahmen während des Jahres 1895—96 waren: Doll. 22,210.82, die Ausgaben Doll.21,003.40 Herr Jonas Weil wird unter den Philantropen New-Dorks als einer der Ersten genannt. Wenn das Lebanon-Hospital ihm das ist, was Herrn Jacob Schiff das Montefiore Home, Herrn Rice die U. H. Charities und was dem verstorbenen Jeffe Seligmann das Waisenhaus war, nämlich sein Günstling, so dehnt er nichtsdestoweniger seine Wohlthaten nach verschiedenen Richtungen aus. Es gibt kein Institut in der Stadt, zu dessen Erhaltung er nicht beiträgt. Außerdem hat seine Geburtsstadt Emmendingen, Deutschland, verschiedene Stiftungen von ihm erhalten; Resolutionen von der jüdischen Gemeinde und von der Stadtbehörde bezeugen seine Freigebigkeit. Außerdem ist er Mitbegründer eines Altenheims für arme Israeliten in Deutschland. Er ist Ehrenmitglied mehrerer hiesigen Kongregationen. Aber, wie schon erwähnt, ist die Wohlthätigkeit des Herrn Weil so bekannt, daß wir mit dem Wunsche schließen: Gott möge ihn und die Seinigen dem Judenthum, sowie der gesammten Menschheit noch lange erhallen. Personalien. Ermreuth, 27. Juni. Am gestrigen t£Hp rottf wurde die 25jährige hiesige Amtstätigkeit unseres altverehrten Lehrers, Herrn Jsak Heß, gefeiert. Wie sehr es derselbe verstanden hat, während seiner 25jährigen Ausübung seines Berufes die Herzen, die Anerkennung und die Hochachtung aller Gemeindemitglieder, Ortsvürger, Vorgesetzten, Schüler und Bekannten durch unübertreffliche treue Berufsauffassung und -Erfüllung ohne Unterschied zu erwerben, davon gab der gestrige Tag den herrlichsten Beweis. Schon Tage vorher wurden von allen Himmelsrichtungen dem Jubilar von Seiten seiner ehemaligen Schüler, Eollegen, Bekannten und Freunde die herzlichsten Gratulationen und Glückwünsche, sowie ansehnliche Geschenke übermittelt. Wiewohl der Jubilar in seiner stets bescheidenen Weise eine größere Feier sich nicht wünschte, fanden sich doch schon vor Beginn des Morgengottesdienstes sämmtliche Gemeindemitglieder, an deren Spitze die beiden Herren Vorstände, Sr. Hochwürden Herr Pfarrer Seeberger, Lokalschulinspektor dahier, Herr Kantor Köhrl, Herr Bürgermeister Ziegler und mehrere Mitglieder der Gemeindeverwaltung in dessen Wohnung ein, um ihre herzlichsten Wünsche und Gratulationen zu entbieten und dabei von der Gemeinde eine goldene Kette, vom Talmnd- Thora-Verein ein goldenes Medaillon mit entsprechender Inschrift und vom Bürgermeister für sich ein wcrthvolles Weinservice als Ausdruck des Dankes und der Hochschätzung zu überreichen. In der herrlich und reichlich geschmückten Synagoge leitete Herr E. Hetz jr., Lehrer in Poppenlauer, ein Sohn des Jubilars, nnt seltenem Talente und gutem Geschicke den Gottesdienst. Vor Beginn des Mussapb-Gebetes betrat unser Vorstand, Herr Jakyb Schönberger, die Rednerbühne und brachte in schwungvollen, herzsichen Worten dent Herrn Jubilar den Dank, die Anerkennung und Werthschätzung aller Gemeindemitglieder aus. Unter Anderem betonte der Redner besonders, wie viele großen Verdienste Herr Lehrer Heß während seines Hierwirkens um die Schule, der die Schlüge feines Herzens geweiht sind und Gemeinde sich erworben hat, daß in hiesiger Gemeinde noch keine den herkömmlichen religiösen Vorschriften zuwiderlaufenden Steuerungen, mit welchen leider manche Gemeinden zu prunken suchen, sich Eingang verschaffen konnten und dies der felsenfesten Energie, mit welcher Herr Lehrer Heß stets eintrat und der wachenden Sorgfalt, daß unsere heil. Thora soviel als möglich beobachtet nnd deren Gebote gehandhabt werde, zu verdanken sei. Mit recht herzlichen bedeutungsvollen Worten antivortete der Jubilar, daß er heute noch wie vor 25 Jahren auf demselben Standpunkte betreffs der Ausübung seines Berufes als Lehrer und Eultusbeamtcr mit derselben Gesinnung stehe und weder rechts noch links von dem, was Berns und göttliche Religion fordert, abweiche. Nach beendetem Gottesdienste überreichten im Schulzinuner Namens der früheren Mitschüler Herr H. Dorn einen werthvollen Schreibpult, Fräulein Wiminelbacher Namens der jetzigen Schüler einen mit entsprechender Inschrift versehenen silbernen Pokal, beide mit entsprechenden, allgemeinen Beifall findenden Ansprachen. Bei dem hierauf erfolgten Frühstücke schilderte Sr. Hochivürden Herr Seeburger, Pfarrer und Lokalschulinspeetor dahier, nach einem begeistert ansgenvmmenen Toast ans Sr. kgl. Hoheit den Prinzregenten als Förderer und Beschützer der Schule und wohlwollender Landesfürst aller seiner Unterthanen, in trefflich gewählten, von Herzen kommenden und zu Herzen gehenden Worten die überaus segensreichen Leistungen in Schule, Gemeinde und im bürgerlichen Leben unseres Jubilars. Herr Pfarrer Seeberger sprach mit einer Wärme und Liebe, daß der Eindruck seiner meisterhaften Worte nie verwischen wird. Es war für uns in der jetzigen von Antisemitismus angehauchten Zeitströmung doppelt wohlthuend, solche vorurtheilsfrcie, aufrichtig gut gemeinte Worte eines Edeldenkendeu zu vernehmen. Herr Eultusoorstand Wimmelbachcr jr. bot durch seinen inhaltsreichen Vortrag einen geschichtlichen iverthvollen tteberblick der hiesigen Schule seit ihrem Bestehen bis heute. Es wechselten Toast auf Toast, Vorträge ernsten und heiteren Inhalts, Nachmittags versammelten sich im Lokale des Easino-Vereins die Lehrer der Umgegend, um ihren Eollegeu zu feiern. Herr Lehrer Förster in Gräfenberg hielt Namens derselben und des Bezirkslehrervereins Gräfenberg eine längere Ansprache an Herrn Heß ititb schilderte in zutreffender Weise die guten Tugenden nnd edlen Eigenschaften unseres Herrn Jubilars als College. Es bleibt uns noch der Wunsch: Vom Lenker aller Geschicke möge es bestiinmt sein, daß Herr Lehrer Heß noch recht, recht lange im Glücke mit seiner Familie bei vollster Gesundhit bis au die äußerste Grenze des menschlichen Lebens zum Wohle der Schule, zum Nutzen und Frommen der Gemeinde, zum Ruhm und Ehre des wahren Judenthums seine bisherige Thätigkeit entfalte und siine redliche Arbeit fernerhin vom himmlischen Segen begleitet sein möge. > vermischtes. *4 Mainz. (Spitalbau in Jerusalem). Auf verschiedene Anfragen theilen wir mit, daß mir dem Bau des Spitals bereits begonnen wurde. Es handelt sich zunächst um Sprengung des felsigen Bodens zur Fundamentirung, zur Anlegung von Eisternen und für Errichtung ■ hfic, Ejg fassungsmauern. Es sind dabei in Jerusalenr bO Arbeiter beschäftigt, die sämmtlich D'“nn’ sind.

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