Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 37 (1896)
- Issue
- Heft 53 (2.7.1896)
- Date
- 1896-07-02
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2446951-2448608-2448657--42078-2491064- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
1028 Bedenken, die Quoten entsprechend zu ermäßigen. Diese Ermäßigung — wenn sie nöthig werden sollte, was Antragsteller aber bezweifelt — könnten aber die Pensionäre und deren event. Relikten nach der Durchführung der bessern Dotation der Lehrer sicher leichter ertragen als jetzt. — Ueber den Antrag, dem die 6 anwesenden Vorstandsmitglieder aus dem Lehrerstand sich sehr zuneigen, soll in bindender Weise in einer eigens zu diesem Zwecke später einzuberufenden Vorstandssitzung berctthen und beschlossen werden unter Zuratheziehung der beiden dem Kaufmannsstande angehörenden, aber heute behinderten Vorstandsmitglieder. Ein anderer Antrag, die Pensionsquoten für solche Mitglieder und deren Hinterbliebene, welche eine pensionsberechtigte Amtsstellung nicht erlangen konnten, so zu erhöhen, daß ihre Quote höher sei als die der fest angestellten, pensionsberechtigten Kollegen, wurde wegen seiner Statutenwidrigkeit als unausführbar abgelehnt. In der darauf folgenden XVIII. Jahresversammlung des Vereins israelitischer Lehrer in Schlesien unb Posen wurde an Stelle des Dr. Samuelsohn, der wegen seines vorgeschrittenen Alters sein Amt als Vorsitzender des Vereins niederlegte, Professor Dr. Badt-Breslau einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Nach einem eingehenden Referat und Korreferat durch Rabbiner Dr. Guttmann und Dozent Dr. Brann, beide aus Breslau, über die Delegiertenversammlung in Berlin, welche zur Gründung des Verbandes der jüdischen Lehrervereine im Deutschen Reich geführt hatte, beschloß der Verein seinen Beitritt zu diesem Verband. Die Versammlung nahm folgende Resolution an: Die Delegirten des Vereins israelitischer Lehrer in Schlesien und Posen werden beauftragt, in der nächsten Delegirtenversammlung auf die Leitung des Verbandes einzuwirken, daß der Vorstand mit allen gesetzlichen Mitteln dahin strebe: 1. daß die nicht geprüften Lehrer innerhalb des Verbandes mit den geprüften Lehrern neben ihren gleichen Pflichten dieselben Rechte genießen; 2. daß der Verband sich als ideales Ziel stelle, sich in materieller Beziehung vom Deutsch- Israelitischen Gemeindebund unabhängig zu stellen; 3. daß der Verband dahin strebe, das; in Zukunft nur geprüfte Religionslehrer an Schulen angestellt werden. Zum Schluß hielt Kollege Bernhard-Tarnowitz einen Vortrag über das Verbandsthema: „Was muß geschehen, mit für alle Lehrer eine feste Anstellung und den Anspruch auf Pension für sie tmd ihre Angehörigen zu erreichen?" 4 Ocvidjt über Die 14. MreMlsamMlig des MMiieilWell Verbands i'unclitiftlici Kehrer und CMsbeaMe». Die diesjährige Jahresversammlung unseres Verbands fand gemäß der Einladung des Vorstandes am 24. und 25. Mai d. I., Nachmittags 3 Uhr beginnend, in Trier im Berathungssaale des Gemeindehauses statt, welcher vom Vorstande der dortigen Synagogen-Gemeinde mit dankenswerther Bereitwilligkeit zur Verfügung gestellt war. Erster Tag. Mit herzlichen Begrüßungsworten bewillkommnete der Vorsitzende, Eoll. Eppstein—Hoppstädten, die zahlreich erschienenen Mitglieder. Unter allseitiger Zustimmung hob er hervor, daß es endlich doch gelingen möge, die Ideen Pestalozzi's, desien Andenken in diesem Jahre von den Lehrern Deutschlands gefeiert wird, auch für die jüdische Religionsschule fruchtbar zu machen. Er gedachte mit innigen Worten des kürzlich verstorbenen, hochveioienlen Eollegen Sender—Tholey, dessen Andenken von der Versammlung geehrt wurde. — Herr Oberrabbiner Dr. B a ß f r e u n d—Trier begrüßte die Versammlung im Auftrag des D.-J. G.-B., der auch in diesem Jahre einen Zuschuß zu den Reisekosten gesandt hatte. Bei der Vorstandswahl wurde der bisherige Vorsitzende, Eppstein—Hoppstädten und dessen Stellvertroter N u ß b a u m—Trier wieder- und N a n s e n b e r g —Neuwied zum Schrift- und Kassenführer neugewählt. — Der Kassenbericht ergab einen Bestand von ca. 50 M. In der Berathung über Eintritt in den Lehrerbund gab der Delegirte Eppstein—Hoppstädten auf