Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 37 (1896)
- Issue
- Heft 53 (2.7.1896)
- Date
- 1896-07-02
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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VH/ für das M4A Wrthodoxe MuderrlhumÄ Mläiier für die israek. Schule. tNr 8. 2 Juli 185)8.1 /M?:\ ~Salnc5ticv)amiulunc} der Unterstützungskaffe des Oereins isrnelitiscder Lehrer in Schlesien und Posen. Aus der am 25. Mai iu Breslau im Restaurant „Weißer Storch" abgehaltenen Jahresversannulung ist zu berichten, daß der Verein einen Zuwachs an ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern zu verzeichnen hat. Ein vor kurzen: verstorbenes Ehrenmitglied hat der Piaffe ein Legat von lOoo M. znkommen lassen. Der Kapitalfonds hat am Schluß des letzten Rechnungsjahrs die Hohe von 36 046,28 M. und der Unterstützungssonds die Höhe von 1359,6«» M. erreicht. Die Ausgaben betrugen im abgelaufenen Jahre 12«»<» M. an Pensionen an pensionirte Kollegen und einige Wittwen und rund 100 Al. an Verwaltungs- und Stenrpelkosten. Die Kasse :nußte trotz längern Sträubens 76,25 9R. Erbschaftssteuer zahlen, weil nach der Entscheidung der maßgebenden Behörde der Verein kein solcher mehr sei, der Stempelfreiheit beanspruchen könne, nachdem aus seinen Statutei: das mehrfach vorkommende Wort „hilfsbedürftig" gestrichen worden ist. Die Kasse besaß am 1. Januar d. I. 35 986,1«» Al., darunter 986 M. baar und das übrige in Hypotheken und Staatspapieren. In der Vorstandssitzung stellte Herbst-Lissa den Antrag, die Kasse nwge ihre Pensionsquoten (200 M. für einen alleinstehende:: Mann oder eine alleinstehende Wittwe, 300 M. für ein Ehepaar und 50 M. für Hinterbliebene Kinder bis zu 15 Jahren) den verfügbaren Mitteln entsprechend erhöhen. Den laufenden Einnahmen ans Zinsen (etwa 1290 M.), aus Jahresbeiträgen (etwa 1360 M.), zusammen 2650 M., gegenüber sei eine Ausgabe von 1200 M. für Unterstützungszwecke zu/niedrig bemessen. Vielmehr sollte außer dem Zinsenerträgnis wenigstens noch die Hälfte der Mitgliederbeiträge für Unterstützungszwecke verivendet werden. Danach hätten im abgelaufenen Jahre 1290 M. und 680 M., zusammen 1970 M., verwendet und somit jede Quote der Unterstützung un: die Hälfte erhöht rverdcn können. Diejenigen, welche nur darauf bedacht sind, einen möglichst hohen unangreifbaren Fonds zusammenzufparen, thun unfern jetzigen Pensionären und Relikten auf Kosten der später:: großes Unrecht, wozu aber gar keine Veranlassung vorliegt. Denn erstens sei zu erwarten, daß in später:: Jahren die nraterielle Lage der Kassenmitglieder und deren event. Hinterbliebenen sich unfehlbar bessern müsse, während in der Gegenwart noch viel Rotb zu lindern sei, und zweitens sei unsere Kasse durch die Zinseneinnahme aus dem Kapitalfonds allein schon für die jetzigen Bedürfnisse ausreichend. Sollten die Mitgliederbeiträge einmal spärlich fließen, so unterliegt es keinen: