Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 37 (1896)
- Issue
- Heft 49 (18.6.1896)
- Date
- 1896-06-18
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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942 Kaiserkrone, um sie auf das Haupt des Gesalbten zu legen. Die Gruppe ist aus reinem Silber hergestellt und wiegt gegen 4 Pud (1 Pud — 16.38 kg). Die Figur des Engels steht auf einem Postamente, welches mit einem werthvollen rothem Stoff bedeckt ist; die Höhe der Figur beträgt die halbe Menschengröße, bei einer Breite von :{/4 Arschin (1 A. — <>.71 m). Das Postament mit der allegorischen Gruppe kann rnit Hilfe eines Mechanismus in eine rotirende Bewegung versetzt werden. Das ganze Werk kostet mehr als ää.ütz<> Rubel, von welchem der Bildhauer 1< >,<><><> Rubel erhält. Es ist noch nicht bestimmt, ob die Ueberreichung des Kunstwerks im Rainen der ganzen jüdischen Bevölkerung Rußlands, oder nur der jüdischen Gemeinde Petersburgs stattfinden wird. England. London. Die Anglo Jewish Association und der Board os Depitties haben gemeinsam an der: neuen Schah von Persien eine Adresse geschickt folgenden Wortlauts: An seine huldvollste Majestät Mozasser Ed-Din, den mächtigsten Herrscher von Persien, erhaben durch Ruhm und Frieden. Wir das Londoner Eomitc der Depntirten der britischen Juden und der Anglo Jewish Assoeiation nahen uns ehrfürchtig Eurer Majestät im Namen der Juden des britischen Kaiserreiches, welche wir repräsentircn, den Tribut unserer antheilvollcn Trauer dnrznbringcn wegen des tragischen Todes Eurer Majestät verstorbenen Vaters, dessen Ruhm als der eines gerechten, freundlichen und toleranten Herrschers sich in jedes Land verbreitet hat. Wir gratuliren Eurer Majestät zur Besteigung des glorreichen Thrones von Persien, und wir hoffen in Ergebenheit, daß Eurer Majestät wie Euren: Vater eine lange und glückliche Regierung blühen möge, glücklich in dem Besitze der Liebe und der Achtung Ihrer Unterthanen und des Respektes und der Bewunderung der fremden Nationen. Unser Interesse in Persien erklärt sich durch die Thatsachc, daß cs dort eine große Anzahl von unseren Glaubensgenossen giebt Wir wissen sicher, daß Eure Majestät jüdische Unterlhanen wie bisher sich auszeichnen wollen als loyale, fleißige und friedliche Bürger und daß sie mit den anderen Unterlhanen und anderen Glaubensgemeinschaften wetteifern wollen in der Ergebenheit für Eurer Majestät Thron und Person und in ihrem Eifer für die Wohlfahrt des Staates. Wir hoffen ernstlich, ^aß Eure Majestät ihnen dasselbe Maß von Gunst und Lchutz zuertheilen werden, welche sie unter der Regierung Eurer Majestät verstorbenen Vaters genossen haben. Wir beten glühend für Euer Majestät langes Leben, Gesundheit und Glück, für die Sicherheit Ihrer Dvnastie und für die stets wachsende Wohlfahrt der weiten Länder, über deren Lchicksalc zu entscheiden Eurer Majestät berufen und. Unterzeichnet: Joseph Seba,; Montefiore, Elaude G. Montcfiore, David Lindo Alexander, Rothschild, M. Eastello, Albert s-assoon. London. Das hiesige ...Tewisli Chronide“ bringt eine längere Notiz aber die Ausstellung jnd. Dörfer in Palästina, die auf der Berliner Gewerbe- Ausstellung allgemeines Aufsehen erregt. Die hiesigen Zionisteu werden aufgefvrdert, dafür Sorge zu tragen, daß nach Schlilß der Ausstellung in Berlin die dort zilr Allschanilng gebrachten Bodenprodukte Palästinas in London ebenfalls zur Ausstellung gelartgen könnet!. Rühmend wird dabei der enormen Fortschritte gedacht, die die palästinensischen Kolonien in den letzten Jahren gemacht haben. Afrika. Süd-Afrika. In Cimberley ist abermals ein Glaubcusgenosfe, Mr. G. H. BonaS, zum Friedensrichter ernannt worden, lieber diese Auszeichnung herrschte, bei der großen Popularität, die sich Mr. Bonas erfreut, allgetneine Zufriedenheit. — Die drei neuen jüdischen Parlamentsmitglieder in Eapstadt, Mr. Charles Sonnenberg, Mr. Julius Weil und Mr. I. Abrahainson haben dem Fond für Erbauung einer jüdischen Schule in Eapstadt nanihafte Summen gespendet. 4* Vermischtes. 4 Budapest. (D i c britische und ausländische Bibel gesell schaft.t Gegenüber dem Pavillon für Bergwerks- und Hüttenwesen, unmittelbar neben dent Justiz- Pavillon, befindet sich der kleine Pavillon der britischen und ausländischen Bibelgesellschaft, welche in demselben ein Bild ihrer, die ganze Welt umfassindcn T Heiligkeit gibt. Wir finden da Bibeln nicht nur in allen europäischen Sprachen, sondern auch japanische, chinesiche mtd hindostanische Bibelausgabcn. Ein kleines, im Pavillon erhältliches Heft gibt die Uebersetztlng eines einzigen Bibelspruches in 320 Spracheit wieder, und das sind noch lange nicht alle Sprachen, in denen von der genannten Gesellschaft die Ucbersetzung der heiligen Schriften veranstaltet worden ist. Zwei Tafeln geben statistische Ausweise über die T Helligkeit der Gesellschaft in den Ländern der ungarischen Krone. Die eine zeigt die Gesammtverbrcitnng in den letzten zwanzig Jahren. Während im Jahre 1873 nur 26.442 Exemplare abgesetzt worden sind, ist im Jabre 1893 der Absatz auf 74.171 Exemplare gestiegen. Ans der anderen Tafel ist die Verbreitung in den letzten Jahren nach Sprachen geordnet; es wurden unter Anderem in deutscher Sprache 11,071, in rilmänischer 8721, in slovakischer 6190, in serbischer 4220, in ungarischer Sprache jedoch 37 616 Eremplare verbreitet Gerade zum Milleninm ist eine neue Bibclansgabe (gedruckt bei Viktor Hornvänßkv in Budapest) fcrtiggcstellt ivordcn. Diese tu 4° Format mit schönem, großem Druck, ist in Leder Einband zum Preise von 2 fl. 30 kr. zu haben. Graz. Die Anklage wegen Betrug, die bekaitntlich gegen den antisemitischen Agitator Feichlingcr hicrselbst erhoben ist, wurde noch aus drei antisemitische Gemeinderäthe ausgedehnt. Unter diesen befindet sich ein Advokat, welcher Dbmann des antisemitischen Prcßvcrcins ist. _ Neapel. Vorletzte Woche starb hier Frau Lalis Schwabe, die die Ehre hatte, eine persönliche Freundin der Kaiserin Friedrich von Deutschland und der Königin Margarethe von Italien zu sein. Von hochachtbaren Juden abstammend, kam sie früh nach England, wo ihr Mann eine Zeit lang ein hervorragendes Mitglied der Glasgower Eultusgemeinde war. Als sie, nachdem sie Wittwe geworoen war, nach Italien kam, ging ihr die Unwissenheit des Volkes, das zur