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Der Israelit · 1896-05-14 · Heft 38-39 (14.5.1896) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 38-39 (14.5.1896)
Date
1896-05-14
Page
– (sequence 10)
Language
German
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750 n. Dankbaren Herzens und freudigen Gemüths sprechen auch wir Unterzeichnete Gottes Lob aus, für die große Gnade, die er der Gesammtheit der Gottesgemeinde Zijons im Allgemeinen und den Kranken und Schwachen in ihr insbesondere erwiesen hat. Ihnen ist ein Retter entstanden in dem hochzuverehrenden Comite, das sich auf der Höhe seiner Aufgabe erwiesen hat durch Errichtung eines Spitals in unserer heiligen Stadt. Großes haben Sie bereits geleistet durch Entsendung eines Armenarztes, der jeden Armen und Unglücklichen kostenlos behandelt, sowie durch Ankauf eines großen, geräumigen Platzes, der bereits die obrigkeitliche Bestätigung erhalten hat. In zutreffender Weise haben die obengenannten Herren Verwalter und Leiter der Hospitäler Jerusalems bereits die Sachlage geschildert. Wir schließen uns dem Segen und der Bitte derselben an, die aus der Tiefe edler Herzen fließen, welche die unglückliche Lage Hilfloser, armer Kranken in ihrer ganzen Größe mitfühlen. Wir wiederholen ihren Dank für alles Bisherige und ihre große Bitte für das zu Erreichende. Namens der gesammten Gottesgemeinde Zijons bitten wir inständig Ew. Wohlgeboren, wie Sie bis dahin Großes geleistet haben, daß Sie nun mit neuer, gesteigerter Kraft an den Beginn dieses heiligen Werkes herantreten, und das Begonnene nicht unvollendet lassen mögen! Von unfern Brüdern vom Hause Jsrael’s bitten wir die Edlen, daß die Macht ihrer Liebe sich in reichen Spenden bewähren möge, um dieses Liebeswerk mögligst bald zu vollenden. Es wird ein Quell des Heils für die Armen Zions in materieller und ideeller Beziehung werden. Sie alle aber mögen dafür den Segen Gottes hinnehmen, Erleuchtung und Freude nach der innigen Bitte, mit der wir unseren Segen für Sie erflehen. Samuel Salaut, Jakob Saul Eljafchar, Oberrabbiner der Aschkenagrand Rabbin de Jerusimgemeinde in Jerusalem, salein et de la Palestine. III. Die Unterzeichneten Aerzte, die ihre Thätigkeit innerhalb der jüdischen Bevölkerung ausüben, haben es mit freudiger Genugtuung begrüßt, daß dem lang projectirten Bau eines neuen allgemeinen israel. Krankenhauses dahier durch eine Jrade S. M. des Sultans endlich die behördliche Erlaubniß ertheilt worden ist. Ein jeder von uns hat in ungezählten Fällen die traurige Erfahrung machen müssen, daß sich die Ausführung der am Krankenbette getroffenen diätetischen oder hygienischen Anordnungen als unmöglich erwies, sowohl wegen der beklagenswerthen Armuth der Patienten als auch wegen der durchaus gesundheitswidrigen Wohnungen derselben. Durch die bestehenden Hospitäler, wiewohl dieselben fast stets überfüllt sind, kann dieser Nothlage unzähliger Kranker nur theilweise gesteuert werden, da bei der beschränkten Zahl der Betten und der stetig anwachsenden Bevölkerungsziffer nur ein Bruchtheil der der Spitalbehandlung Bedürftigen Aufnahme finden kann. Insbesondere begrüßen wir als ein echt humanes Werk die bei dem Neubau projectirte Anlage einer den modernen Anforderungen entsprechenden isolirten Abtheilung für infectiöse Kranke, da dieselben in den bestehenden Hospitälern nicht zugelaffen werden können, während andererseits sich gerade bei ihnen die Entbehrungen entsprechender Pflege und eines zweckmäßigen Krankenzimmers am schädlichsten erweist. — Zudem ist die Gefahr der Ausbreitung einer Epidemie hierorts, wo in den einzelnen Häusern viele kinderreiche Familien enge bei einander wohnen, eine sehr große, eine Absonderung in der Wohnung, aus dem gleichen Grunde fast unmöglich, und doch läßt sich hoffen, daß durch die frühzeitige Jsolirung eines infectiösen Kranken eine Epidemie im Keime erstickt werden kann. Im Hinblick darauf, daß so durch die baldige Errichtung eines hinlänglich großen allgemeinen jüdischen Krankenhauses einem dringenden Bedürfnis entsprochen werde, hoffen und wünschen wir, daß das unter Leitung des Comitös begonnene Werk die Unterstützung weiterer Kreise finden möge, auf daß es baldigst unter das Höchsten Beistand zum Wohle der Armen zur Vollendung gelange! Jerusalem, 5. Dezember 1895. Dr. Js. Gregory DÄrbella, Directeur de l'Hospital Meyer Rothschild. Dr. Adalbert Einsler, Arzt am deutsch-isr. Hosp. Bikur-Cholim u. Gerichtsarzt des Kaiserl. Deutschen Consulats. Dr. Samuel Hoffmann, Arzt am Deutschen Diakonissenhospital. Dr. Nicephore Mazaraky, Medicin de l’Hospital Israelite Misgab Ladocli. Dr. Phoebus Puffeles, pract. Arzt in Jerusalem. Dr. M. Sandreczky, prakt. Arzt und Director des Kinderhospitals Marienstift zu Jerusalem. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Ettendorf i. G. Bei meiner vorgestrigen und gestrigen Besichtigung des hiesigen altehrwürdigen 1'obp rvs, konnte ich nicht umhin, den hier wohnhaften, mit der Krone des Greisenalters geschmückten Eheleuten, Salomon und Fanny Metzger einen Besuch abzustatten. Herr S. Metzger ist 92, die Frau F. Metzger 90 Jahre alt. Sie sind 64

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