Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 37 (1896)
- Issue
- Heft 37 (11.5.1896)
- Date
- 1896-05-11
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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730 reicht ihm aber zum Ruhme, daß er denselben st e t s als wa?y by -mv gegenübergetreten ist; überhaupt besitzt Herr Dr. Schlesinger ein äußerst stark ausgeprägtes, ethisches Gefühl; sein Rechtlichkeitssinn, seine Bescheidenheit und sein mildes Wesen sind über jede Beschreibung erhaben. — Herrn Dr. Schlesinger begleiten die herzlichen Wünsche in seinen neuen Wirkungskreis, daß ihm auch dort beschieden sei, glücklich und segensreich zu wirken und zu schaffen. Oe ste rr.-Ungar. Monarchie. Pretzburg, 8. Mai. Wieder ist ein kräftiger Ast vom Stamme des glaubenstreuen Israel durch Gottes unerforschlichen Rathschluß gebrochen worden. Unsere allehrwürdige Gemeinde, insbesondere die fromme, wackere Schaar der D'oan die in der ncn min man ihre dein Studium der Gotteslehre gewidmete Vereinigung haben, hat vergangene Woche eines ihrer edelsten und gelehrtesten Mitglieder durch den unerbittlichen Tod verloren. Freitag Y’n n"’ am v'lempi nns 'b p"r"y ist der allseits beliebte und hochgeschätzte Lehrer der nrn nv^n-Schule. n"iv, poni'n nbvbv .nNTai mira a^Dion pnm ’2a-m anyana m'n nach sünsunddreißigjähriger segensreicher Wirksamkeit im 65. Lebensjahre in ein befferes Jenseits abberufen worden. Die Preßburger Gemeinde hat in dem Dahingeschiedenen einen ihrer tüchtigsten, pflichteifrigsten und hingebungsvollsten Lehrer, die ehrwürdige, illuftre Gemeinschaft der '2a min einen Dan TD^n ersten Ranges verloren. Der Verblichene, gebürtigt aus Duna-Szerdahely (Ungarn) war ein pnaio rnvirn des ana -ono byz pw2n '2an yyXT ibid und des mm’ n"iD »npn iiton am b"» *won. Er war ein großer vni'O und entstammte der größten Gelehrten-Familien der Judenheit. Seine Mutter war eine Schwester des 'n j"mn am t>"i pöiTtONn, und war er daher ein Urenkel des berühmten Rabbi Elieser Kallir, des Verfaffers des tcnn iw, auch ein Abkömmling des n^an. Das Hinscheiden dieses p'irr beweinen nicht nur seine treue und liebende Gattin, seine frommen Söhne und Töchter, sondern auch seine zahlreichen nach Hunderten zählenden Schüler, denen er ein aufrichtiger, herzensguter und ausgezeichneter Lehrer gewesen, die ganze Preßburger Gemeinde, überhaupt alle seine ihn verehrenden Freunde, die wie Schreiber dieses das Glück gehabt, mit ihm im Leben im näheren persönlichen Verkehre zu stehen. Wer Gelegenheit gehabt, den Zauber seiner gewinnenden Liebenswürdigkeit und Herzensgüte, welche über sein ganzes Wesen ausgebreitet lag, zu sehen, sowie die Heiterkeit seines Gemüthes, die aus seinen sanften, freundlichen Zügen leuchtete, wer die unantastbare Lauterkeit seines Charakters kannte, welche sein ganzes Thun und Lasten wiederspiegelte, seine überaus große Bescheidenheit, die er Jedem gegenüber, sei es der Geringste an den Tag legte, sein Bestreben jedem Menschen gefällig zu sein und freundlichst entgegenzukommen, beobachtet, kurz alle die Vorzüge des Geistes und des Gemüthes, welche ein Menschendasein zu zieren vermögen, der wird die tiefe Trauer, die das Hinscheiden dieses Edlen und Frommen in seiner Gemeinde hervorgerufen, begreiflich finden. Es braucht daher nicht erst hervorgehoben zu werden, daß die Beerdigung sich zu einer Trauerkundgebung ergreifenster Art gestaltete, welche am lebhaftesten bei der mbn zum Ausdruck kam. — Die Theilnahme an derselben war eine so imposante, wie sie schon lange in Preßburg nicht gesehen wurde. Nachdem der jüngste Sohn des Verblichenen "'2 r\ov Y'mö 'an, welcher zu den besten Mitgliedern der Preßburger nan*> zählt, seinem Vater mit thränenerstickter Stimme einen herzergreifenden Nachruf gewidmet, setzte sich der Trauerzug, bestehend aus vielen Hunderten von Verehrern und Leidtragenden, darunter die Vorstände der Gemeinde, sämmtlichen mm ’2a der non mm man, der na’»’ '2a, die Vorstände der mm sammt ihren Lehrern und Schülern, in Bewegung.^Am D"n n’a angelangt, hielt Herr Vereins-Rabbiner Donath im Namen der Nicmp. man dem Verblichenen einen erschütternden, auf die Zuhörer einen tiefen Eindruck machenden Nachruf, worauf dann in Abwesenheit des ehrwürdigen Herrn Oberrabbiners '"2, Herr Rabbinats-Assestor L. Friedmann der tiefen Trauer der Gemeinde und sämmtlicher mm 'ivis> über den Verlust dieses Frommen in den ergreifendsten, die Versammlung zu Thränen rühenden Worten, Ausdruck verlieh. Nachdem der älteste Sohn des Verblichenen '"2 a^ n demselben noch einige Abschiedsworte zugerufen wurden die sterblichen Ueberreste des Dahingeschiedenen der MutterErdeüb.rgebn. In so manchem Auge schimmerten Thränen, als Scholle auf Scholle sich häufte und der frische Hügel sich wölbte, über die Spanne Erde, in welche einer der Edelsten und Besten der Gemeinde gebeitet wurde.n"a2sn. Feuilleton. Der Letzte seines Stammes Erzählung von Alphon ft de la Harre. 35) (Alle Rechte Vorbehalten.) 37. Kapitel. Alles verjudet. „So, gnädige Comtesse," sprach Dr. Blum, als Bloser und Genossen das Gemach verlassen hatten, mit einer hohnvollen Verbeugung. „Jetzt sind wir unter ilns und möchten von Ihnen Vorschläge entgegennehmen , wie Sie Ihr geplantes Verbrechen sühnen wollen!" „Was erkühnen Sie sich, mein Herr!" zischte die Gräfin. „Was gehen Sie meine Angelegen-