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Der Israelit · 1896-03-09 · Heft 20 (9.3.1896) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 20 (9.3.1896)
Date
1896-03-09
Page
– (sequence 11)
Language
German
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419 :V. M,<&w-t-. .-•; -,. -,-kt-«p4 ''i .rcp-«r.^ r-T}JH?«Sr-J5*J geübtesten der Britischen Bactuansland-Polizei, und hat sich Elkan hierbei so tapfer gehalten, daß er zum Offizier ernannt wurde. Doch muß ich auch inelden, daß, als er in den Kampf zog, es niemals versäumte, das tww J/Dff zu beten. Er kehrte leicht verwundet aus dem Kampf zurück Literarische Notiz. Nahida Ruth Lazarus (N a h i d a R e m y) „Das jüdische Weib". Mit einer Vorrede von Prof. Dr. M. Lazarus. Dritte (wohlseile) Auflage mit dem Portrait der Verfasserin. Preis 4 Mark, eleg. geb. 5 Mark. Verlag von Siegfried Cronb a ch, Berlin W.) Professor Lazarus schließt sein Vorwort mit folgenden Worten : „Ich wünsche diesem Buche vor allem jüd. Leserinnen. Und wenn sie aus demselben nichts weiter schöpfen, als die Einsicht von dem Entzücken und der Erhebung fleißigen Bibellesens und die hohe Verehrung der heiligen Sprache und ihrer Schätze, wird es ihnen schon zum Segen gereichen. Aber zuversichtlich wird ihnen auch dies aus dein tiefen Ouell der dreitausendjährigen Stammesgeschichle geschöpfte köstliche Büchlein nicht blos zum Spiegel der Selbüerkenntniß, sondern auch zum Sporn selbstbewußter Läuterung und Veredlung werden." Das voliegende Werk, das bei seinem ersten Erscheinen bereits eingehend in diesen Blättern besprochen wurde, ist ein Buch von hohem, sittlichen Ernst, von unbefangenem Nrtheil, Manchen vielleicht etwas unbequem, wie jedes Ringen um die Wahrheit! Die Verfasserin ist bis vor Kurzem Christin gewesen, aber der Vorredner sagt richtig: „Das vorliegende Buch ist nichts weniger als eine Streitschrift; für die Verfasserin existirt keine „Judenfrage;" sie streitet nicht für die Juden, nicht für die Jüdin und am wenigsten gegen sie. Ja doch, sie streitet auch; sie streitet für das Gute der Jüdin, für die Natur, Sitte, Gesetz und Kulturerbschaft der wahren, echten Jüdin, sie streitet aber auch offen und scharf, oft derb, aber immer gerecht gegen diejenigen Jüdinnen, welche heute das Erbgut ihrer Kultur vernachlässigen, ihren hohen, vormals so edel und so tapfer erfüllten Beruf verkennen und dem Tand des Tages nachjagen, anstatt dem Geiste ihrer ehrwürdigen Geschichte zu dienen." Besonders beherzigenswerth dünkt uns das 18. (Schluß-) Kapitel: „Die Jüdin der Gegenwart". Möchte es viele Leserinnen finden, Jüdinnen, auf daß sie Einkehr halten bei sich. Christinnen, auf daß sie verstehen und verzeihen :c. Mreiusnachrichten. Eöln <r Rh. Dem Rechenschafts-Bericht des Vereins des jüdischen Lehrer-Seminars in Rheinland m (völii für 1894/95, das 28. Jahr seines Bestehens, entnehmen wir: Das ehrende Vertrauen, welches unserer Anstalt als einer Pflege- und Pflanzstätte altjüdischer Glaubenswissenschaft im innigsten Vereine mit zeitgemäßer Bildung und treuer Pflichterfüllung von nah und fern entgegengebracht wird, hat sich auch im verflossenen Jahre wiederum durch die ihr zugewandten frommen Stiftungen für das Seelenheil teurer Heimgegangenen in erfreulicher Weise zu erkennen gegeben. Mögen zahlreiche Edelgesinnte in Israel diesen Beispielen folgen, indem sie sich und ihren Heimgegangenen Angehörigen hienieden ein ehrendes und dauerndes Andenken stiften und das Verdienst mit hinüber nehmen in das ewige Jenseits! Durch den am 8. Juni v. I. erfolgten Heimgang des sel. Herrn Michael Simons in Düsseldorf haben wir den schmerzlichen Verlust eines treuen Collegen zu beklagen, welcher, geleitet von ticfinnerster religiöser Empfindung und menschenfreundlicher Gesinnung, durch seine liebenswürdigen Umgangssormen, seinen einsichtsvollen Rath und seine stets bewährte hochherzige Dpferwilligkeit das Interesse der unserer Verwaltung anvertrauten Bildungsanstalt während eines Zeitraumes von 28 Jahren mit nie ermüdender Hingebung gefördert hat. — Seine Verdienste geleiten ihn in die Ewigkeit und werden an seinen Nachkommen sich segensreich bewähren: VH’ ~TO< nnn Seit unserer vorjährigen Berichterstattung sind acht Zöglinge nach vollendeter Ausbildung entlassen worden, welche im Schuldienste und als Cultusbeamte verwendet werden konnten. — Es war uns vergönnt. 11 neuen Aspiranten die Pforten unserer Anstalt zu öffnen, so daß dieselbe nunmehr von 25 jungen Leuten besucht wird. Die Gesammt-Einnahmen pro 1894 betragen 35012,05 M. Die Gesammt-Ausgaben für Betrieb und Bau-Eonto 26423 M. Unfern ganz besonderen und herzlichsten Dank sprechen wir den Leitern der Comite's aus, ebenso allen unseren Freunden und Gönnern, allen denen, die dem Verein in seinen Humanitären Bestrebungen helfend zur Seite stehen, die die^gute Sache wohlwollend fördern durch Zuwendung von Stiftungen, durch Jahresbeiträge und durch Spenden. Zwei Wünsche, denen wir am Schluß unseres vorjährigen Berichtes Ausdruck gegeben, haben sich leider nicht verwirklicht. Unsere Betriebs-Einnahmen sind noch weiter zurückgegangen und wir haben es tief zu bedauern, daß sich wiederittit ein Fehlbetrag der Betriebs-Einnahmen von 1645 Mk. 95 Pf. gegenüber den Betriebs-Ausgaben ergiebt. — Auch der so schnlichst erwünschte frühere Abschluß, damit zusammenhängend, früheres Erscheinen des Jahresberichtes, hat sich nicht ermöglichen lassen, da vielfach größere Beträge erst in letzter Stunde cingegangen sind. Im Interesse der guten Sache wiederholen wir unsere herzlichste Bitte, durch beschleunigteres Einziehen und Einsenden der Seminarbeiträge uns wohlwollend zu stützen, und frühere Rechnungslegung dadurch zu bewirken und möglich zu machen. — Ganz besonders inständig aber bitten wir um größere Zuwendungen um Mehrung der Jahresbeiträge, um das Eintreten neuer Förderer und Gönner, um unseren hohen Zielen, den idealen Zwecken des Vereins, fortschreitend mehr stets und besser gerecht werden zu können. Schwavack Dem Rechenschaftsbericht über die Talmud-Tbora-Schule (Prägarandenschule) in Schwabach von Distrikts-Rabbiner L. Wißmann daselbst pro Januar 1894 bis Januar 1896 entnehmen wir: „Wir können mit Freude conftatiren, daß es mit Gottes Hülfe gelungen ist, während der abgelausenen zwei Jabre sowohl, die nicht unbedeutenden Betriebskosten zu decken, als auch das Betriebskapital zu vermehren. Durch die allseitige Betheiligung an unserem Werke wurden wir in den Stand gesetzt, fast allen Zöglingen — es waren deren 26 — nicht t i i:

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