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Der Israelit · 1896-03-05 · Heft 19 (5.3.1896) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 19 (5.3.1896)
Date
1896-03-05
Page
– (sequence 2)
Language
German
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378 ncte, diesem uns allen zu spendenden, vollkommenen Segen, galten die Bitten: nt pPr 7yt ntn rraa nan» nana uP rbw' xin pmn rvan 7ya mo »ax nn pna' xtn pmn — .vay» upaxttf Dynt nxt vn'a hni dhin ntn rvan nPya »mio ’tax nNi ntn taniax tananjsy naa up ->L7x Pa nxt tjhtx an? n^x 7a nxt nanaa nn’taPa unwTwp P^Para 7aa apjn pnsr Dnnax .]DN “PNJt nv7L7 Es ist überaus charakteristisch, daß diese beiden Birten durch die folgende unterbrochen werden: ■wan aiü7 mar x’aan rrax nx uP rbvr Ntn pmn . roorot myw’ matt: nnttto uP „Der Allbarmherzige, Er sende uns den Propheten Elijah, dessen (bloßes) Gedächtniß zum Guten ist, daß er uns guteHilfs-undTroftbotschaften bringe." Diese bloße Gruppirung sagt uns: So lange es sich um den Segen dgs Hauses und des Tisches handelt, an dem wir essen, dann wird dieser Segen unterschiedslos von allen, wie verschieden ihre Anschauungen auch sonst sein mögen, mit gleicher Sehnsucht begehrt. Wenn aber dieser Segen individualisirt wird, den Vater, die Mutter, die Großen, die Kleinen, jede einzelne Seele besonders herausgreist, dann war es gewiß nicht erst seit heute und gestern, dann war es schon seit den ältesten Zeiten so, daß ein und derselbe Segen für die Alten und Jungen, für Eltern und Kinder aufhören würde, ein Segen zu sein. Was den „Alten" als der höchste Segen gilt, erscheint den „Jungen" als ein fluchbeladenes Geschick, was die einen als beklagenswerthen Rückschritt beweinen, gilt den anderen als nicht eifrig genug anzustrebender Fortschritt. Diese Zerissenheit der Anschaungen schließt jede Gemeinsamkeit aus. Und wenn auch ein und dasselbe Haus die in ihren Ansichten so vollständig Entzweiten umschließt, wenn ein und derselbe Tisch die im Geiste und der Gesinnung Getrennten auch äußerlich eint, je näher sie sich räumlich stehen, desto schroffer erscheint der Gegensaß, um so heftiger gerathen die Geister aneinander, wenn nicht die Heiles- und Trostesbotschaft Elijahus, der das Herz der Eltern den Kindern und das der Kinder den Eltern wieder zuführt, seine Sendung vorher erfüllt hat. Dies wird uns so recht klar, wenn es speeiell der Segen Abrahams, Jizchaks und Jakobs in seiner gesonderten Eigenart ist, den unser Tischgebet für seine Beter erbittet. Unsere Weisen bemerken (Talmud Baba Bathra Fol. 17), daß der Segen Abrahams in das Wort paa zusammengefaßt wird — Paa omax nx *pa ’nt — der Segen Jizchaks findet sich in dem Wort Pa» und derjenige Jakobs durch das Wort Pa charakterisirt. Nach der jüdischen Anschauung ist der höchste Segen, dessen Eltern sich erfreuen können, derjenige, der ihnen in dem Besitz von Kindern erblüht, Die, wenn die Eltern längst nicht mehr da sind, im Geiste der Eltern weiter leben und wirken. Das ist der Segen, der über die Spanne der Zeitlichkeit hinaus in alle Ewigkeit reicht, ^"itpt '-o -jp nr.-ip -p-nx. Wem Gott diesen Segen gegeben hat, dem hat er alles gegeben, was Menschen auf Erden nur wünschen können. Dieser Segen hat sich an Abrahant durch den Besitz eines Sohnes, wie es Jizchak war, erfüllt. Er konnte alt und älter werden und der Stunde ruhig entgegen sehen, die ihn von der Erde abruft. Wer einen gleichgearteten Sohn zurückläßt, lehren die Weisen, der stirbt nicht. Gerade im Alter, diesem Vorboten des herannahenden Endes, macht sich dieser Segen in seiner ganzen beglückendeil Trostesfülle geltend. .7aa omax nx -pa 'nt ipt omaxt Aber dieser beglückende Segett war für Abraham dennoch durch den Umstand getrübt, daß es nicht alle seine Söhne waren, die in seinem Sinn weiterlebten, daß Jsmael und die Söhne Ketura's dem Geiste Abrahams fern und fremd gegenüberstanden. Dasselbe war bei Jizchak der Fall, der nebelt Jakob auch einen Esaw sein eigen nannte. Jakob aber, dem der Wunsch seines Lebens erfüllt wurde tyata piov abv, daß sich unter seinen Kindern kein Unwürdiger finde, Jakobs Gottessegen war ungetrübt voll und ganz — ‘aa — während mit dem Lebensglück Abrahams 7aa noch manches mit ltnterlief, was es zu beeinträchtigelt geeignet war. Ebenso konnte voll einer Totalität des Gottessegens in Jizchaks Lebensglück Pa» durch den Hinblick aus Esaw's Entartung nicht wohl die Rede sein. Das volle Lebensglück, das den Besitz lauter wohlgerathener, vom Geiste der Eltern durchdrungener Kinder bedeutet, ist das Erbe Jakob's, dessen Besitzer daher vott sich sagen kann: x^ ’jn 'a Pa 'P an 'at Gott hat ntich begnadet, i'ch habe Alles. Und Jakob hatte ltach gewöhnlicher Auffassung gewiß nicht alles, als er diese Worte zu seinem mächtigen, gefürchteten Bruder sprach. Er hatte einen langen, schweren Kampf mit Mißgeschick aller Art hinter sich und viele widrige Erfahrungen warteten noch seiner. Von den Kämpfen, den Kltechtesdieltften, die Vater Jakob zu bestehen batte, um mir ein Hans gründen zu können, waren Jizchak und Abrahant verschont geblieben. Hinsichtlich des ungetrübten Besitzes materieller Güter, waren Abraham und Jizchak die Gesegneten, aber im Hinblick auf das geistige Gut, welches die Kinder Jakobs repräsentirten, war der Jakobssegen der vollendetere, ungetrübte. Unser Tischgebet ersteht daher den Segelt, wie er Abrahant, Jizchak und Jakob beschieden war, in allen seinen Nüancirungen Pa Para Paa nach der materiellen und ideellen Seite hin, und erblickt^die Erfüllungsjdieses vollkommenen Segens, wenn alle in einheitlicher Ge-

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