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Der Israelit · 1896-03-05 · Heft 19 (5.3.1896) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 19 (5.3.1896)
Date
1896-03-05
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXXVII. Jahrgang. Uli / M 19. Der Israelit. Ein Aenlrat-Hrgan für das orlhodore Audenthum. Begründet v»n Dr. Lehman« in Mainz. Donnerstag, den 5. März 5656 (1896). Leitender Artikel. Kagaday fchel Wesach. Zehnte Serie. M a inz, 4. Ai ä r z. II. ■ iy) D>ip *pD’ wn-pmn „DerAllbarinherzige, Er wird unter uns regieren für i m m er und ewig." Es folgen nun einige in späterer Zeit dem eigentlichen Tischgebet angefügte kurze Bitten, welche allgemeine und individuelle Anliegen zum Gegenstand haben und sich als Consequenz des Grundgedankens ergeben, dem die vierte Beracha muom rnvn Ausdruck gibt. Wenn Gott und nur Gott es ist, der uns alles reisen läßt, dem wir alles Gute verdanken, so möge uns ein Leben beschieden sein, aus dessen Fügungen und Schickungen es allen ersichtlich ist, daß Gott als der Allbarmherzige über uns für alle Zeit waltet. Im Dienste des Allbarmberzigen stehen Himmel und Erde. Der Segen, den Himmel und Erde spenden, möge als Segen des Allbarmherz'gen erkannt und anerkannt werden, um lcmn D'DBO *p3n\ Daß diese Manifestirung Gottes sich jedoch nicht auf Himmel und Erde beschränke, daß alle Geschlechter und Zeiten diesen Gottespreis verkünden, daß vor allen wir selber an dieser Verherrlichung Gottes für alle Ewigkeit unseren unverlierbaren Antheil haben, daß Gottes Majestät durch uns den entsprechenden, würdigen Ausdruck finde, diesem Wunsch gilt die Bitte: nr6 rran»’ «in jomn nyb m vnm qt«i risHi lyb ui n«snn onn ü'D^iy. Diese Bitte harrt jedoch noch ihrer Erfüllung, so lange unsere materiellen und ideellen Anliegen noch Gegenstand unserer Sorge sind. Deßhalb reiht sich hier die Bitte an, daß uns der Allbarmherzige unsere Nahrung in Ehren geben möge, udjib' «in prnn “P33D. Gottes Sache leidet auf Erden, sie erscheint discreditirt, so lange ihre Träger nicht einmal der Sorge um Fristung ihres leiblichen Daseins enthoben sind. Aus diesen Erwägungen heraus, erbitten wir von dem Allbarmherzigen die Mittel zum Leben; aber — tgd3, in Ehren! Ob es wohl noch einen zweiten Volksstamm auf Erden gibt, dem der Begriff: „bekowed" selbst im verdorbenen Herzen des letzten Bettlers so geläufig ist, wie dem jüdischen? Die Ehre seines Volkes, seiner Familie, seines Handels und Wandels, die Furcht vor dem Chillul Haschern, vor der Entweihung des Gottesnamens, welche dem Juden oie Verletzung seiner Ehre bedeutet, sie berechtigen ihn vom Allbarmherzigen die tägliche Nahrung „in Ehren" zu erbitten, ns-ip 'jopi -jd»3. Es ist Gottes Name, der an den unsrigen geknüpft ist, es ist seine Ehre, für die wir den Blick zum Allbarmherzigen mit der Bitte um ii323 none erheben. Dem Juden, der sein Brod sucht aber nur auf Wege, auf der seiner Manneswürde, seiner Menschen- und Stammesehre keine Gefahr droht, dem stülpen Sorgen aller Art ihr Joch schwerer auf den Nacken, als allen denen, welche weniger wählerisch bei der Auswahl ihrer Mittel zum Leben sind. Daß der Allbarmherzrge dieses Joch brechen möge, das wir zu Seiner und unserer Ehre tragen, damit wir frei das Haupt erheben können, wenn erst die Stunde der Heimkehr auf unseren ureigenen Boden schlägt, diese Bitte kleidet unser Tischgebet in die Worte: nroDip wd'pv wm uiNis yyo upiy notp wn prnn . umto Aber daß uns der Allbarmherzige nicht nur die Sorge abnehmen, die uns den Nacken nicht frei erheben läßt, daß er uns seinen reichen Segen gewähre, dem Haus, dem Tisch, an dem wir gegessen, daß er alle Insassen des Hauses und alles was ihnen gehört, daß er uns und alles Unsere mit seinem Segen bedenken möge, wie er unsere Väter Abraham, Jsak und Jakob in allem, von allem und mit allem seg- »ummsaaatmmmpmmjHmmmKBtaegi

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