Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 37 (1896)
- Issue
- Heft 17 (27.2.1896)
- Date
- 1896-02-27
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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356 boten" nur eine Ruine aus früheren Zeiten, aber die englischen Juden sind ungleich empfindlicher gegen alle Angriffe, als die Juden des Continents und der Artikel der Ouaterly Review hat daher eine energische Abwehr in den jüdischen Organen und von den Kanzeln gefunden. Ebenfalls viel Staub wirbelt der Passus der Thronrede auf, der eine Bill gegen die armen Einwanderer ankündigt. Im Oberhause versuchte Lord Rosebery, den Premierminister, Lord Salisbury, zu einer Erklärung hierüber zu zwingen, allein umsonst, und auch im Unterhause, wo ein Anli-Clarist, wie der neueste Titel heißt, Namens Howard, gelegentlich der Adreßdebatte die Angelegenheit zur Sprache brachte und Sir Charles Dilkes energische Bekämpfung dieser Bill ankünvigte, schwieg die Regierung. Dagegen weiß der „Standard" zu melden, daß die Bill „very limited", das heißt, sehr eng gefaßt in ihren Bestimmungen sein wird. Es scheint fast, als werde die Negierung neue Maßregeln einschlagen, die von keiner praktischen Tragweite sein sollen, die aber das Geschrei der protektionistischen Arbeiter zu beruhigen bestimmt sind. Wersonakien. -4- Liebftadt, 11- Febr. (Jubiläum.) Unter großer Betheilignng feierte am 9. d. der jüdische Kantor und Kultusbeamte Herr D. Kaffe von hier sein 50jähriges Dienstjubiläum. Aus Nah und Fern waren zahlreiche seiner ehemaligen Schüler erschienen, um dem greisen Jubilar, der noch so frisch urr I munter dreinblickt, ihre Glückwünsche darzubringen. Ein Neffe des Gefeierten, Rabbiner Dr. Rosenthal aus Pr. Stargard, hielt in der Synagoge die Festrede. Prediger Sturmann aus Osterode üb.rmittelte die Glückwünsche der Kollegen und der jüdischen G - meinden Ost- und Westpreußens. Der Vorsteher der Gemeinde/Herr Simonsohn, übergab eine Gedenktafel, die im Gotteshause dauernd Platz finden wird. Die ehemaligen Schüler des Jubilars stifteten ihm Silbersachen. Mreinsnackrichlen. Pinne, im Febr. In der letzten Vorstandssitzung des Frauenvercins berichtete der Kassenverwalter Herr Rabbiner Dr. Schlesinger über die Thätigteit und die Kassen Ver hältnisse des Vereins, wahrend des abgelaufenen Jahres. Der Verein hat sich unter der bewährten Leitung der Vorsteherinnen in seinem Bestände gefestigt und einen größeren Kreis seiner Mitglieder als bisher zu persönlicher Ausübung des nü’ü,l HCN 'IW “Dn tu Todesfällen herangewgen. In Krankheitsfällen hat der Verein durch persönliche Hilfe seiner Mitglieder, wie durch Unterstützungen in EKld seine Ziele verfolgt. Die besonders starke Inanspruchnahme der Kranken- und Unterstützungsgelder ergibt sich aus dem Kassenbericht Die Einnahmen b.'trugen M. 184, hingegen die Ausgaben, M. 203,85, wovon allein M. 178,0.7 auf Krankenpflege-- und Unter ftütznngsgelder. Der Mehrbetrag der Ausgabe mußte aus dem Ucberschuß der Kasse von 1801 gedeckt werden Jedoch empfahl Herr Dr. Schlesinger den Vorsteherinnen, sic möchten innerhalb der (Gemeinde dafür wirken, daß bei freudigen oder G. b. traurigen Familienercignisscn, bei Jahrzcitcn u. s. w. des Vereins gedacht werde, damit er in ungeschmälerter Kraft seine segensreiche Thätigteit fortsetzen könne. w M rr z e i g e ri. 'H Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. MuMMllle fo Penjiml Willigen n. (Baden) Dorbereiiungsschule für das Einjährig F eiwillige. Prospecie u .d Lehrpläne * durch Director 8. Eisenmann. 75. Lehrling-Gesuch. Für mein Herrn ConseciionS,- Kurz-- und Schuhwaaren-Lager suche ich per sofort oder Ostern einen Lehrling. Kost und Wohnung im Hause. Samstags ».Feiertage aeschlvssen. Selbstgeschriebene Offerten erwünscht. Jacob Strauß, Homburg v. d. Höhe. _(1379)_ /Ctn Mädchen gesetzteren Ackers, V' das gut bürgerlich kochen und alle Hausarbeit versehen kann, zu einer älteren, alleinstehenden Dame sofort bei hohem Lohne auss Land gesucht. Off. unt. Nr. 1382 bes. d. Exp. d. Bl. 1 JETiitf pitvim "ME halte ich den geehrten Hausfrauen für Backwerk aller Art Kaiscrmehl, hochfeine Qualität bei 1 Pfund zu 19 Pfg bei 3 Pfund 1« Pfg. MUßT Körrigsnrehl Miß 17 Pf. bei 3 Pfd 16 Pfg. bestens empfohlen. Da die Qualität meines Mehles in den weitesten Kreisen als vorzüglich bekannt ist, darf ich mich jeder Anpreisung enthalten. — Ferner empfehle ich: Bestes Roggenbrod hell, Wecken zu 70 Pfg., dunkles 6o Pfg., sowie Spezerei-Artikel und Hülfen- Früchte, vorzügliche Waare zu billigsten Preisen. F. X* Gehwolf, M ünchen, Buttermelcherstraße 2. Aus Wunsch wird die Maure frei in's gaus geliefert. MIW^MWWWWWWWWWWWWWWWMWWWMMMW (^>ie hiesige Elementar- ** Lehrer, Cantoru>9 Schächterstelle ist sofort zu besetzen. Fixes Gehalt 750 Mk-, Nebeneinkommen 200 Mk. Seminaristisch gebild. Lehrer, die mit guten Stimmmitteln begabt sind, belieben ihre Zeugniffe zu senden an Vorsteher (1340 A Jsay Sohn, Schweich. CEiir ein fräs iges, 18 Jahie O alns Mädchen, welches daS Kleidermachen erlernt hat, wird in einem streng religiösen Hause eine Stelle gesucht. Gcfl. Off. nnt. Nr. 1368 bef. d. Exp. d. Bl.