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Der Israelit · 1896-02-27 · Heft 17 (27.2.1896) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 17 (27.2.1896)
Date
1896-02-27
Page
– (sequence 9)
Language
German
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“.pf ^TXjTFy-f XXXVII. Jahrgang. Erste Beilage p j 17 des „Israelit". Liierarischer Wericht. d m n-rx wb 'o by D'spvn 2^ DV 'ttVD^D ",-D .>"87 21L2 DV mSDin ^2 -tp’m p» ivh Zu beziehen durch Isak Hausmann inJar 0 slaw (Galizien.) n"J^n Warschau. E. Von dem berühmten Verfasser des v'v 'Dm auf die Mischna, R. I 0 m t 0 b L i p m a n n H e l l e r, liegt uns hier ein Werk vor, das einer wunderbaren Verkettung von Umständen seine Publikation verdankt. Wie das Leben des vor ca. 300 Jahren lebenden Verfassers reich an ungewöhnlichen, erschütternden Ereignissen war, so zeugt auch dieses posthume Werk für die Wahrheit des alten Wortes, daß Bücher ihre eigenen Geschicke haben. Die Existenz dieses Werkes war längst bekannt, da es der Verfasser in mehreren seiner edirten Werke citirt und es auch sonst wiederholt erwähnt ist. Es existirl jedenfalls in mehreren Handschriften. Das dieser Ausgabe zu Grunde liegende Manuscript ist von dem Karlsruher Rabbiner ^>"v nxm 'm' 'n im Jahre rrpn eigenhändig geschrieben. Rabbiner Schwarz inH. Mad (Ungarn), der das Manuscript s. Z. von Herrn R. N. Rabbinowitz in München (Vers, des ’pnpn 'd d'-idid) erworben hatte, trug sich lange mit dem Gedanken, es zu ediren. Diesem gelang es nun den Rabbinatsverweser Herrn I. Feigenbaum in Warschau für die Herausgabe des Werkes zu interessiren, dessen Söhne sich der schwierigen Ausgabe das Werk zu ediren mit großer, selbstloser Hingebung unterzogen. Die Aechtheit des Werkes ist durch zahlreiche, dem Buche beigedruckten Approbationen über alle Zweifel erhaben. Der Kenner erkennt auch an der präcisen, knappen und doch so inhaltsreichen klassischen Diktion den Verfasser des 2"' neoin auf die Mischna wieder. Einer Empfehlung bedarf daher für den Kundigen diefrs interessante Werk nicht. Es sei daher nur die schöne, gefällige und handliche Form des Werkes rühmend erwähnt und die Sorgfalt, welche die Herausgeber auf die Edition verwandt haben. Dem Werke ist als Anhang eine naiem des erwähnten Rabbinatsverwesers I. Feigenbaum in Warschau beigegeben, welche über die Wichtigkeit der njrxo bei r6m naso handelt, deren Bedeutsamkeit eingehend nachgewiesen wird. Nun ist dies bereits früher in erschöpfender Weise geschehen und das hierhergehörige Material zum großen Thei! hier auch erwähnt und b mutzt. Was uns an der Arbeit ausgefallen ist, ist der Umstand, daß die lautet: noiDT by hbd ns sojnwyb *jpr6 p^ox.AEs handelt sich somit nicht so sehr um die Mezizah an und für sich, sondern um ihre Vollziehung durch das gläserne sogen. Meziza - Röhrchen. Dieser Punkt, über den wir eine eingehende halachische Erörterung mit vielem Interesse begrüßt hätten, ist in der vorliegenden ndxv mit neun Zeilen erledigt und zwar in erschwerendem Sinne, daß nämlich die Anwendung eines Meziza-Röhrchens unstatthaft sei. Da nx nn in Deutschland und anderwärts zu einem andern Resultate gelangt sind, so muß betont werden, daß der pdb derselben durch die vorliegenve nawn in keiner Wrise berührt wird, schon weil dies bei der nebensächlichen Art und Weise, wie der Gegenstand hier behandelt und erledigt wird, ausgeschlossen ist. Zudem muß daran erinnert werden, daß die erwähnten nxm 'byn ihren nnm nur in Fällen ausgesprochen haben, wo die res ns’so wie sie ursprünglich vorgeschrieben ist, regierungsseitig erschwert und geradezu verboten wurde. In solchen Fällen wird auch vielleicht Herr Rabbiner Feigenbaum dem nnm ebenfalls zustimmen. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Frankfurt a. M., 26. Febr. Mit dem Fortschreiten der Cultur der Menschheit, hat auch der Wohlthätigkeitssinn eine Entwickelung erreicht, auf die wir im Vergleich mit vergangenen Zeiten mit Stolz blicken können. Es ist zweifellos, es geschieht heilte viel mehr Glltes, als in vergangenen Jahrhunderten, aber ist auch die Art des Gebens fortgeschritten oder sind wir nicht vielmehr bald an einem Standpunkt angelangt, wo die Gabe nur noch Mittel zum Zweck ist, sei es, nur der eigenen Eitelkeit zu fröhnen, sei es zu Geschäftsreklamen, oder aus sonstigen nicht ganz lauteren Motiven? Die Kunst des Spendens hat entschieden keine Fortschritte gemacht und das "mos jno gleicht heute einem Veilchen, das thatsächlich nur noch ganz im Verborgenen blüht. Eine Frau, welche die Kunst des Gebens verstanden hat, wie selten eine, ist mit der am vergangenen Mittwoch dahingeschiedeuen Frau Dr. Sarah Jonas zu Grabe getragen worden. Sie übte ihren Wohlthätigkeitssinn auf eigenartige Weise. Da trat kein Fall an sie heran, der nicht auf das Sorgfältigste untersucht und auf das Gewissenhafteste geprüft wurde. Und wenn die Sache der Unterstützung für würdig gehalten wurde, dam: gab es oftmals eine Spende, welche die Erwartungen der Nachsuchenden bei Weitem

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