Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 37 (1896)
- Issue
- Heft 17 (27.2.1896)
- Date
- 1896-02-27
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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341 die dringende Bitte der Verwalter der „Beth Mdrasch- Abarbanel" seine große Bücher-Sammlung, welche er zu diesem Zwecke jahrelang gesammelt hat, nach Jerusalem bringen zu lassen. — Seit einigen Monaten sind diese Bücher in Jerusalem. In der Bücher- Sammlung befinden sich 6000 Hebräische-Judaico, Jargon- und 2800 Wissenschaftliche Werke. Damit hat sich Herr Dr. Chasanowitz ein großes Verdienst erworben. Jetzt wende ich mich an alle Freunde, welche wünschen rn'N nsh vhd 'a mit der Bitte, daß sie die Bibliothek unterstützen möchten. Zum Ausbau der Abarbanel-Bibliothek ist Folgendes nöthig: 1) Hebräische Werke älterer und neuerer Zeit von talmudisch-halachischer, homiletischer, philosophischer oder exegetischer Art. 2) In nichthebräischer Sprache vorhandene Bücher und Publicationen älterer und neuerer Zeit, welche jüdisch-wissenschaftlichen Inhaltes sind, welcher Richtung sie auch angehören mögen. — 3) artistisch - grophisä e Werke als: Ansichten, Bilder, Illustrationen von Cultusinstituten als: Schulen, Tempel, Kranken- und Versorgungshäuser, Friedhöfe, sowie Porträts der berühmten Rabbiner, Prediger, Dichter, Schristgelehrte jüdischer Nation. 4) Geldspenden zum Bau eines Hauses (die Bibliothek befindet sich vorläufig in einem gemietheten Hause.) Nur durch die Mitwirkung aller Kräfte können wir hoffen, daß mit der Zeit in der heiligen Stadt, ein Eentralinstitut entstehen wird, welches die ganze literarische und Cultur-Entwicklung des Judentyums vom Mittelalter bis auf unsere Tage zur vollen Anschauung bringen wird. Mögen die Worte des göttlichen Propheten Jesaias in Erfüllung gehen. D'^rrra 'i 1211 min «sn p'Sv *a. Jo s ep h Melniek. Bücher und Geldspenden bitte zu adressiren an Herrn Director Ephraim Cohn in Jerusalem, an die Herren Dr. Joseph Chasonowitz in Bmlystok, Rußland und Bibliograph Ch. D. Lippe in Wien II, Praterstr. 13. Dänemark. W. 8. Kopenhagen, 20 Februar. Am jüngst verflossenen Donnerstag tn my fand in der hiesigen Synagoge der alljährlich besondere Gottesdienst unter den Auspicien der n"u nn? m:n statt. Der heilige Verein zählt 72 ordentliche und 100 außerordentliche Mitglieder. Die Einnahmen belaufen sich aus circa 4000 Kronen jährlich. Der obengenannte Tag wird als Gebet- und Fasttag gefeiert, an welchem beim Morgen-Gottesdienst besondere nirr^D wie an jedem -.wir rrjyn gesagt werden und nro 1 'd aus der Thora verlesen wird. Nach beendigtem Gottesdienste begeben sich die Mitglieder nach dem alten und neuen Friedhofe, wo besondere Gebete an den Gräbern der Verstorbenen verrichtet werden. An: Nachmittage halb 4 Uhr versammeln sich die Mitglieder zun: v? iisd DV Gottesdienste. Der hiesige Oberrabbiner, Herr D. Simonsen, hält eine auf den Tag bezughabende rum, die Versammlung zur Buße und Wohlthätigkeit ermahnend. Seine Ehrwürden gedachtet: dieses Jahr in seiner Rede, dreier vor kurzer Feit verstorbenen hervorragenden jüdischen Talmuduub Schristgelehrten, nämlich des am Gottlieb Fischer in Stuhlweißenburg, des Dr. Joel Müller in Breslau und des großen Gelehrten Joses Derenburg in Paris, ihre großen Verdienste um die jüdische und allgemeine Wiffenschaft beschreibend; ferner der beiden jüngst dahingeschiedenen, hochgeachteten und hochverdienten Männer, Sir Julian Goldsmid Baronet M. P. rc. in London und Selig Goldschmid in Frankfurt a. M., welch letzteren er besonders als äußerst frommen, wohlthätigen und wahren hut hervorhob. Alle fünf genannten Männer haben sich unvergängliche Denkmäler in der Geschichte ihres Vaterlandes und der Judenheit überhaupt gesetzt und wird ihr Andenken stets ein gesegnetes bleiben. Die Rede machte einen vorzüglich guten Eindruck auf das Gemüth der Zuhörer. Am darauffolgender: Sonntag, dem 16. d. M. Abends versammelten sich die Mitglieder, wie alljährlich zu einer Mahlzeit rnam rrryc, wobei nach Beendigung derselben der Herr Oberrabbiner abermals einen den: Zwecke dienenden, gediegenen Vortrag hielt, in welchem er zum einigen, friedlichen Zusammensein und zur Förderung der Interessen des Vereins und alles Guten und Religiösen ermahnte. Nach verschiedenen ausgebrachten Toasten auf König und Vaterland, den verehrten Oberrabbi, den Vorstand des Vereins rc., trennte sich die Gesellschaft guten und frohen Muthes n mana ntfyj x rniva b2 by Ein anderer hiesiger, über 300 Mitglieder zählender jüdischer Verein, die Krankenpflege-Gesellschaft, feierte gestern in einem Bankett ihr 75jähriges Bestehen. Der Verein, an dessen Spitze der hier sehr hochgeachtete Herr Moses Melchior steht, wirkt außerordentlich viel Gutes in der Pflege und Unterstützung armer jüd. Kranken und verdient die größte Förderung und Betheiligung, die ihm auch zu Theil wird. Nach einem vokalen Eoncerte hielt der genannte Herr Oberrabbiner eine sehr gediegene Ansprache an die Versainmlung, die höchst beifällig ausgenommen wurde. Hierauf folgte das Festeffen, das mir sehr geistreichen Reden und Toasten gewürzt wurde. Das schöne Fest wird noch lange in guter Erinnerung bleiben. — Wir wünschen dem lob-