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Der Israelit · 1896-02-20 · Heft 15 (20.2.1896) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 15 (20.2.1896)
Date
1896-02-20
Page
– (sequence 6)
Language
German
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802 unter Vorsitz des Präsidenten Sigmund Kohner stattgehabten Sitzung mit Stimmeneinhelligkeit beschlossen, dem ungarisch-israelitischen Landes-Fond ein für allemal den Baarbetrag von 10,000 Gulden zur Verfügung zu stellen, ferner zu Gunsten desselben eine Stiftung im Betrage von 100,000 Kronen zu errichten. Die näheren Modalitäten dieser Stiftung sind in einem Stistungsbriefe festzustellen, der dem Ausschusie zur Gutheißung vorgelegt werden wird, doch wird beschlossen, daß die -iprocenligen Zinsen dieser Stiftung im Betrage von 2000 Gulden schon in's diesjährige Budget einzustellen seien. — Es steht zu erwarten, daß diesem Beispiele auch die übrigen israelitischen Gemeinden des Landes Folge leisten werden. England. London „Jewish Chronicle" weist auf den Widersinn hin, daß derselbe Präsident des Kolonialamtes Chamberlain in Transvaal die Rechte der Ausländer vertritt, der in England gegen die Einwanderung auftritt. Die eigenen Worte Chamberlains in seiner Instruction an Robinson sind die beste Bekämpfung der Anti-Alienisi-Agitation, die derselbe Mann in England entfessilt hat. — Der Maler Salomon Solomon, der Präsident des bekannten jüdischnationalen Clubs der „Maccabäers" ist zum Mitglied der Königlichen Akademie erwählt worden. Er genießt einen großen und verdienten Ruf auf dem Gebiet der Vildnißmalerei. Argentinien. Buenos Ayres im Febr. Dem soeben erschienenen Berichte des VerwalrungsratheS der Fewish Colonization Association für das Fahr 1805 (Paris, Imprimerie R. Veneziani 8 Rur Meuars) entnehmen wir folgende Mittheilungen. Das Personal der Verwaltung der Kolonien in Argentinien ist bedeutend vermindert, und es ist schwer, die geeigneten Personen für diese Posten zu finden. Von den alten Kolonisten müssen 5—io pCt. als ungeeignet entfernt werden, und bis dies geschehen ist, soll die Absendung neuer Kolonisten eingestellt werden. Die ungünstige Lage der Landwirtbschaft hat sich auch in den Kolonien bemerkbar gemacht. In Mauricio, Clara und Mosesville sind im Eiuverständuiß mit der Alliance Fsraelite Universelle Schulen eingerichtet, die gut fortkommen. Die Bevölkerung der Kolonien setzt sich augenblicklich fosgendermaßen zusammen: Mosesville 90 Familien, Maurieio 208, Clara 481, San Antonio 68 und in verschiedenen Gruppen außerhalb dieser Kolonien 875, im Gatizen 1222 Familien gegen 769 tut Fahre 1894. Die Fläche umfaßt im Ganzen 177,990 Hektaren. Für die alten Kolonisten hat das Subsidien-System fast aufgehört. — Die Lage der Kolonie „Hirsch" in Canada hat! sich nach der Entfernung schlechter Elemente und in Folge des Fleißes der Kolonisten, sowie einer guten Ernte im letzten Fahre gebessert. — Das Central- Eonntö in Petersburg, sowie die Lokal-Eomites in Rußland haben in befriedigender Weise weitergearbeitet. Der Werth des angekanften Terrains steht mit 252,209 Lstr. zu Buch, ist aber in Wirklichkeit höher. Unter der Rubrik „Fnftallationen" waren am 1. Fnli v. F. 812,950 Lstr. verzeichnet, welche Summe die Kolonisten, entsprechend ihrem Kontrakte, znrückzuzahlen haben, doch schlägt der Verwaltnngsrath vor, diese Summe wegen der schwierigelt Lage der Landwirtbschaft nin 5o,<x>u Lstr. herab zu setzen. vermischtes. Mainz, 20. Februar. Soeben, nach Schluß der Redaktion, acht uns noch die traurige 9tad)vid)t von dem Ableben der F r a u D r. S a r a h F o n a s, g e b. B l o ch in Frankfurt a. M. zu. Wir werden auf den Lebensweg dieser edlen Frau in einer der nächsten R'nmmern zurnckzukommen die Gelegeuheit haben. Die Beerdigung findet morgen 19 Uhr (Savignistraße I) statt. Eisenach, 10. Febr, Der Schriftsteller B. Hause liegt seit dem 0. Febr. von einem Schlaganfall getroffen, krank darnieder. London Der ]in der R'orth London iLynagoge, Rev. Simon Münz erhielt auf fein Eondolationsschreibcn an die Königin von England anläßlich des Todes^ des Prinzen Henry von Haltenberg ein Dankschreiben vom Staatssekretär folgenden Inhaltes: Fch habe die Ehre gehabt, Ihr Eondolationsschreiben anläßlich des Todes des Prinzen Henry von Battenberg der Königin vorznlcgen und kann Ihnen miltheilen, daß Ihre Majestät dasselbe Höchstgnädig aufgenoinmen hat. Ich habe die Ehre, zu zeichnen Ihr ergebener Diener L. 1l. u. Sir Ridly, Leor^torv "k Lrato. Feuilleton. Per Letzte seines Stammes Erzählung von Alpstonfe de ln Hage. 14) (Alle Rechte Vorbehalten.) „Ausgeben, niemals!" crwiedcrtc die Gräfin hastig. „Kämpfen will ich für mein Recht und die Ehre meines Namens bis zilm letzten Augenblick, wo ich es als nutzlosen Kampf aufgeben muß. Der Ruhm rneines (Geschlechts, meine großen Reichthümer sollen mir Beistand leisten uitd wenn diese sich als schwach erweisen sollten, nun dann — gesagt muß es sein — soll mich Deine liebliche Schönheit zum Siege führen! Rur ztt diesem Behuse habe ich mich des verwaisten Kindes meines ganz weitläusigen Verwandten Baron de rEndunie erinnert. Ich zähle auf Deine Dankbarkeit, ediere Martha! Ach wie blaß Du wirst! Ist es so schrecklich die Gattin des letzten Pelouse . . . Es klopft! . . . entrez!"

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